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DVD Demystifiziert / Häufig gestellte Fragen zur DVD (und Antworten)

Dies ist die Überarbeitung der offiziellen Internet-DVD-FAQ für die Usenet-Newsgroups rec.video.dvd vom 12. September 2006.
(Siehe unten, was neu ist). Senden Sie Korrekturen, Ergänzungen und neue Fragen an Jim Taylor <jtfrog@usa.net>.
Korrekturen zur deutschen Version oder neue Fragen auf deutsch bitte an <carsten.stupka [at] gmx [Punkt] net>.

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Diese FAQ wird mindestens einmal monatlich aktualisiert. Wenn Sie gerade eine Version sehen, die älter ist als ein Monat, ist das eine veraltete Kopie. Die neueste Version gibt es bei DVD Demystified.


Inhalt


Kürzliche Änderungen (zuletzt am 7. Februar in die Newsgroups gepostet):


[0] Wo kann ich die DVD FAQ herbekommen?

[0.1] Wurde die DVD FAQ in andere Sprachen übersetzt?

Die folgenden Übersetzungen der DVD FAQ gibt es. Übersetzungen in wenige andere Sprachen sind in Arbeit.

Wenn Sie die FAQ in andere Sprachen (irgendjemand in klingonisch?) übersetzen wollen, kontaktieren Sie bitte Jim.

Siehe 6.4.5 für Infos in anderen Sprachen.

[0.2] Diese FAQ ist zu technisch und ausführlich. Gibt es eine einfachere Version?

Werfen Sie einen Blick auf Earl's Famous DVD Technology Exposition Web Page Extravaganza Supreme Deluxe .

Oder Sie bevorzugen eventuell The Simpsons' DVD Q&A. (Obwohl Lisa irrtümlich behauptet, DVD stünde für "Digital Versatile Disc" - wem werden Sie glauben - mir oder einem acht Jahre alten Genie?)

[0.3] Ist diese FAQ überhaupt gut? Wer schrieb sie? Woher weiß ich, daß sie genau ist?

Hier sind einige Benutzerkommentare (deu.) zur DVD FAQ. Wenn Sie "DVD" bei Google eingeben, ist diese Webseite meist das erste Suchergebnis. Es ist die genaueste Quelle für DVD-Informationen in dieser Galaxie. Wenn Sie etwas finden, das Sie für einen Fehler halten, bitte lassen Sie Jim davon wissen. Es gibt viele gute Informationsseiten über DVD im Internet. Hinweise auf andere DVD-Seiten sind über die ganze FAQ verstreut und im Abschnitt 6.4.

Die DVD FAQ wurde von Jim Taylor geschrieben, dem Autor von DVD Demystified und Everything You Ever Wanted To Know About DVD. Jim war schon im DVD-Geschäft, bevor es überhaupt existierte. Er erfuhr 1995 erstmals von dem kommenden DVD-Format und begann, Artikel zu schreiben, um andere über diese faszinierende Technologie zu informieren. Jim erhielt den "2000 DVD Pro Discus Award for Outstanding Contribution to the Industry / 2000 DVD Pro Diskuspreis für außergewöhnlichen Beitrag zur Industrie", wurde vom "DVD Report" als einer der 21 einflußreichsten "DVD executives" bezeichnet, war ein inaugural inductee in die "2002 Digital Media Hall of Fame" und wurde im Oktober 2003 im "One to One magazine" als einer der DVD-Pioniere bezeichnet. Jim arbeitete über 20 Jahre mit interaktiven Medien, entwarf Lernsoftware, Laserdiscs, CD-ROMs, Websites und DVDs, außerdem Lernseminare, Übungskurse und Universitätskurse. Er schrieb Artikel und Kolumnen über DVD für Publikationen wie zum Beispiel Widescreen Review, diente als Präsident der DVD Association, und sitzt in Beratungsausschüssen führender Firmen in der DVD-Industrie. Jim war früher "DVD-Evangelist" bei Microsoft und ist zur Zeit Chief of DVD Technology und General Manager der Advanced Technology Group bei Sonic Solutions, dem führenden Entwickler von DVD-Erstellungssystemen.

[0.4] Wie groß ist dieses Ding?

Weil Sie gefragt haben sind, hier die Statistiken vom Oktober 2005:

Größe: 596 KB (551.169 Byte)
Wortanzahl: 71.043
Anzahl an externen Links: 1.701

(Folgendes betrifft nur die englische Ausgabe:) Wenn Sie sich wundern, warum das alles an einem Stück ist, anstelle in kleinere Teile aufgeteilt zu sein, die schneller laden würden: der Hauptgrund ist, daß Sie so Ihren Browser einfacher zum Suchen in der gesamten FAQ benutzen können. Ich weiß, daß das der WebTV-Browser wegen Probleme verursacht. Entschuldigung. Ich werde es eventuell eines Tages aufteilen. In der Zwischenzeit versuchen Sie bitte folgendes: Ratschlag.


[1] DVD allgemein

[1.1] Was ist DVD?

DVD ist die neue Generation in der optischen Speicherplattentechnologie. DVD ist im Grunde eine größere, schnellere Compact Disc (CD), die kinoähnliches Video, besseren Ton als von CD, Standbilder und Computerdaten enthalten kann. DVD soll Heimunterhaltung, Computer und Geschäftsinformationen mit einem einzigen digitalen Format zu umfassen. Sie hat die Laserdisc ersetzt, sie ist auf dem Weg, die Videokassetten und Videospielcartridges zu ersetzen und kann eventuell die Audio-CD und CD-ROM ersetzen. DVD findet weite Unterstützung von allen großen Elektronikfirmen, allen großen Computerhardwarefirmen und allen großen Filmgesellschaften und Musikstudios. Mit der beispiellosen Unterstützung wurde die DVD innerhalb eines Zeitraumes von weniger als drei Jahren nach der Einführung das erfolgreichste Unterhaltungselektronikprodukt aller Zeiten. 2003, sechs Jahre nach der Einführung, gab es über 250 Millionen DVD-Abspielgeräte weltweit - darunter zählen DVD-Player, DVD-PCs und DVD-Spielekonsolen. Dies war mehr als die Hälfte aller Videorekorder, somit wurde DVD der neue Standard für Videoveröffentlichungen.

Es ist wichtig, daß man den Unterschied zwischen den physischen Formaten (wie DVD-ROM und DVD-R) und den Anwendungsformaten (wie DVD-Video und DVD-Audio) versteht. DVD-ROM ist das Basisformat, das Daten enthält. DVD-Video (oft einfach nur "DVD" genannt) definiert, wie Videoprogramme wie Filme auf der Disc gespeichert werden und in einem DVD-Video-Player oder einem DVD-Computer abgespielt werden (siehe 4.1). Der Unterschied ist ähnlich dem zwischen CD-ROM und Audio-CD. DVD-ROM umfaßt beschreibbare Variationen: DVD-R/RW, DVD-RAM und DVD+R/RW (siehe 4.3). Die Anwendungsformate umfassen DVD-Video, DVD-Video Recording (DVD-VR), DVD+RW Video Recording (DVD+VR), DVD-Audio Recording (DVD-AR), DVD Stream Recording (DVD-SR), DVD-Audio (DVD-A) und Super Audio CD (SACD). Es gibt auch spezielle Anwendungsformate für Spielekonsolen wie Sonys PlayStation 2 und Microsofts Xbox.

[1.1.1] Wofür stehen die Buchstaben "DVD"?

Alle folgenden waren wirklich Vorschläge für die Wörter, die hinter der Abkürzung "DVD" stehen.

Und die offizielle Antwort lautet? "Nichts". Das ursprüngliche Akronym kam von "digital video disc." Einige Mitglieder des DVD Forums (siehe 6.1) versuchten auszudrücken, daß DVD viel weiter geht als nur für Videozwecke, indem sie sie in die schmerzhaft verdrehte Phrase "digital versatile disc" umbenannten, aber dies wurde niemals offiziell vom gesamten DVD Forum akzeptiert. Das DVDForum urteilte 1999 darüber, daß DVD als ein internationaler Standard einfach nur aus drei Buchstaben besteht. Letzten Endes: wie viele Leute fragen danach, was VHS bedeutet? (Raten Sie mal, niemand ist sich in dieser Frage einig.)

[1.2] Was sind die Eigenschaften von DVD-Video?

Bemerkung: Die meisten Discs verfügen nicht über alle Funktionen (mehrere Audio-/Untertiteltracks, nahtlose Verzweigung, Kindersicherung etc.), weil jede Funktion extra erstellt werden muß. Einige Discs erlauben kein Suchen und Überspringen.

Die meisten Player unterstützen einen Standardsatz an Funktionen:

* Muß bei Zusatzmaterial auf der Disc enthalten sein.

Einige Player haben zusätzliche Funktionen:

[1.3] Wie ist die Qualität von DVD-Video?

DVD kann Video in Fast-Studioqualität und Ton mit höherer Qualität als CDs hervorbringen. DVD ist der Verbrauchervideokassette gewaltig überlegen und normalerweise besser als Laserdisc (siehe 2.7.). Jedoch hängt die Qualität von vielen Produktionsfaktoren ab. Da sich die Komprimierungserfahrung erhöht und sich die Technik verbessert, steigt die Qualität. Aber da Produktionskosten geringer werden und DVD-Erstellsoftware immer weiter verbreitet wird, gibt es wiederum mehr schäbig produzierte Discs. Einige Niedrigbudget-DVDs benutzen sogar MPEG-1-Kodierung (welche nicht besser ist als VHS) anstelle des höherqualitativen MPEG-2.

DVD-Video wird üblicherweise von den digitalen Studio-Masterbändern in das MPEG-2-Format kodiert. Beim Kodierungsprozeß wird verlustbehaftete Kompression verwendet, die redundante Information (wie beispielsweise die Bildbereiche, die sich nicht verändern) und Information, die nicht ohne weiteres vom menschlichen Auge wahrgenommen werden kann, entfernt. Das entstehende Video, besonders, wenn es komplex ist und sich schnell ändert, kann manchmal sichtbare Mängel aufweisen, abhängig von der Verarbeitungsqualität und dem Ausmaß der Kompression. Bei durchschnittlichen Videodatenraten von 3,5 bis 6 Mbps (Millionen Bits/Sekunde) sind Kompressionsartefakte eventuell vereinzelt sichtbar. Höhere Datenraten können in höherer Qualität resultieren, wobei fast keine sichtbaren Unterschiede zu den Masterbändern bei Bitraten von mehr als 6 Mbps auftreten. Da sich die MPEG-Kompressionstechnologie verbessert, wird höhere Qualität bei niedrigeren Datenraten erzielt.

Video von DVD enthält manchmal sichtbare Artefakte wie beispielsweise Farbstreifen, Verschwommenheiten, Blockbildung, unscharfe Punkte, Flimmern, fehlende Details und sogar Effekte wie, daß ein Gesicht hinter dem Rest des bewegten Bildes schwebt. Es ist wichtig, zu verstehen, daß sich der Terminus "Artefakt" auf etwas bezieht, das nicht im Bild sein sollte. Artefakte sind manchmal durch schlechte MPEG-Kodierung verursacht, aber Artefakte sind öfter das Resultat aus falsch eingestelltem Fernsehgerät, schlechten Kabeln, elektrischer Interferenz, schlampiger digitalen Rauschverminderung, falscher Bildverstärkung, schlechtem Film-zu-Video-Transfer, Filmkörnung, Playerfehlern, Disclesefehlern und so weiter. Die meisten DVDs weisen wenige sichtbare MPEG-Kompressionsartefakte auf geeignet konfigurierten Systemen auf. Wenn Sie anders denken, mißinterpretieren Sie das, was Sie sehen.

Einige der anfänglichen DVD-Demos waren nicht sehr gut, aber das ist einfach ein Anzeichen dafür, wie schlecht DVD sein kann, wenn sie nicht richtig verarbeitet und reproduziert wird. Vorführungsdemonstrationen sollten mit Vorsicht genossen werden, weil die meisten Verkäufer unfähig sind, einen Fernsehapparat korrekt einzustellen. 

Die meisten Fernseher haben die Schärfe für die Klarheit der DVD zu hoch eingestellt. Das überbetont das Hochfrequenzvideo und verursacht Störungen wie wenn der Höhenregler einer Stereoanlage zu hoch eingestellt wird, so daß der Klang grell wird. Für die beste Qualität sollte die Schärferegelung sehr niedrig gesetzt werden. Die Helligkeit sollte auch nicht zu hoch gesetzt werden. Einige DVD-Players geben Video eher mit einer Schwarzleveleinstellung von 0 IRE (Japanischer Standard) als mit 7,5 IRE (US-Standard) aus. Auf Fernsehern, die nicht richtig eingestellt sind, kann das Fleckigkeit in dunklen Szenen verursachen. Es kann eine Option im Playermenü geben, die den Standardschwarzlevel einstellt. DVD-Video hat eine außergewöhnliche Farbtreue, somit sind trübe oder ausgewaschene Farben fast immer ein Problem des Displays (oder der Originalquelle), nicht des Players oder der Disc.

Die DVD-Tonqualität ist exzellent. DVD hat optional PCM- (Pulse-Code-Modulation / Pulszahlmodulation) Digitalton mit höherer Abtasttiefe und -rate als Audio-CDs. Im anderen Falle ist der Ton bei den meisten Filmen als diskreter Mehrkanal-Raumklang, der "Dolby Digital"- oder DTS-Audiokompression ähnlich dem digitalen Surroundsound im Kino benutzt. Wie beim Bild hängt die Audioqualität davon ab, wie gut die Verarbeitung und Kodierung war. Trotz der Kompression können sich Dolby Digital und DTS fast so gut wie oder besser als CD-Qualität anhören.

[1.4] Was sind die Nachteile von DVD?

[1.5] Welche DVD-Player und -Laufwerke sind verfügbar?

Einige Hersteller kündigten ursprünglich an, daß DVD-Player schon Mitte 1996 verfügbar sein würden. Diese Vorhersagen waren leider sehr optimistisch. Die Verteilung wurde anfänglich aus "politischen" Gründen der Kopierschutzfunktion, die von den Filmstudios verlangt wurde, aufgehalten und wurde später mangels verfügbarer Titel verzögert. Die ersten Player erschienen im November 1996 in Japan, gefolgt von den US-Playern im März 1997, wobei die Verteilung in den ersten sechs Monaten auf nur sieben Großstädte beschränkt war. Player sollten in andere Regionen weltweit eindringen. Die Preise für die ersten Player 1997 waren 1000$ und mehr. Ende 2000 waren sie für unter 100$ in den Supermärkten erhältlich. 2003 waren Player schon für unter 50$ erhältlich. Sechs Jahre nach der Markteinführung waren fast eintausend Modelle von DVD-Playern von über einhundert Unterhaltungselektronikherstellern erhältlich (siehe 6.2).

Fujitsu hat vermutlich den ersten mit DVD-ROM ausgestatteten Computer am 6. November 1996 auf den Markt gebracht. Toshiba veröffentlichte einen mit DVD-ROM ausgestatteten Computer und DVD-ROM-Laufwerk Anfang 1997 (verschoben vom Dezember, davor vom November verschoben). DVD-ROM-Laufwerke von Toshiba, Pioneer, Panasonic, Hitachi und Sony erschienen Anfang Januar 1997, waren aber nicht vor Mai verfügbar. Die ersten PC-Upgrade-Kits (eine Kombination aus DVD-ROM-Laufwerk und Hardwaredekoderkarte waren April und Mai 1997 von Creative Labs, Hi-Val und Diamond Multimedia erhältlich.

Heutzutage hat jeder große Computerhersteller Modelle mit DVD-ROM-Laufwerken. Der Preisunterschied zum selben System mit CD-Laufwerk beträgt 30$ bis 200$ (Laptops haben teurere Laufwerke). Upgrade-Kits für ältere Computer wurden über die Jahre für 100$ bis 700$ von Firmen wie Creative Labs, DynaTek, E4 (Elecede), Hi-Val, Leadtek, Margi Systems (für Laptops), Media Forte, Pacific Digital, Sigma Designs, Sony, Toshiba, Utobia und anderen verfügbar. Für weitere Informationen über DVD auf dem Computer, inklusive beschreibbare Discs, siehe Kapitel 4.

Hinweis: Wenn Sie einen Player oder ein Laufwerk von außerhalb Ihres Landes kaufen (z.B. einen japanischen Player für die Benutzung in den USA), können Sie möglicheweise regional begrenzte Discs darauf nicht abspielen. (Siehe 1.10.)

Die ersten DVD-Audio-Player wurden Ende 1999 in Japan von Pioneer veröffentlicht, aber sie spielten keine kopiergeschützten Titel ab. Matsushita (unter den Labels Panasonic und Technics) veröffentlichte Juli 2000 für 700$ bis 1200$ als erster vollwertige Player. DVD-Audio-Player werden nun auch von Aiwa, Denon, JVC, Kenwood, Madrigal, Marantz, Nakamichi, Onkyo, Toshiba, Yamaha und anderen hergestellt. Sony veröffentlichte Mai 1999 für 5000$ die ersten SACD-Player. Pioneers erste DVD-Audio-Player, die 1999 auf den Markt kamen, spielten auch SACDs ab. SACD-Player werden nun auch von Accuphase, Aiwa, Denon, Kenwood, Marantz, Philips, Sharp und anderen hergestellt. (Siehe 1.12 für weiterführende Informationen zu DVD-Audio und SACD.)

Mehr Informationen zu Playern und Laufwerken:

[1.5.1] Welchen Player sollte ich kaufen?

Es gibt viele gute Player. Die Bild- und Tonqualität aller moderner Geräte ist exzellent. Persönliche Vorlieben, Ihr Budget und Ihre bereits vorhandene Heimkinoeinrichtung spielen bei der Auswahl, welcher Player der beste für Sie ist, alle eine wichtige Rolle. Wenn Sie keine hochwertige Heimkinoeinrichtung besitzen, ist ein Player, der unter 250$ kostet, völlig angemessen. Machen Sie eine Liste dessen, was Ihnen wichtig ist (wie CD-R-Abspielfähigkeit, Video-CD-Abspielfähigkeit, 96 kHz/24-bit-Audiodekodierung, digitaler DTS-Ausgang, interner 6-Kanal-Dolby-Digital-Dekoder), um sich unter einer größeren Auswahl an Playern orientieren zu können. Probieren Sie dann einige Player in Ihrer Preisklasse aus, legen Sie dabei Wert auf die Benutzerfreundlichkeit (Fernbedienungsdesign, Benutzerinterface, Frontblendenbedienelemente). Weil es innerhalb eines bestimmten Preisrahmens keine großen Unterschiede in der Bild- und Tonqualität gibt, spielen Komfortfunktionen eine große Rolle. Die Fernbedienung, die Sie ständig benutzen müssen, kann einen verrückt machen, wenn sie nicht Ihrem Bedienstil entspricht.

Einige Player, besonders billigere Modelle, spielen nicht alle Discs richtig ab. Bevor Sie einen Player kaufen, sollten Sie ihn mit einigen komplexen Discs wie Matrix, The Abyss, Independence Day und DVD Demystified testen. Siehe 1.41 für weiterführende Informationen.

In bestimmten Fällen möchten Sie lieber einen DVD-PC als einen Standard-DVD-Player kaufen, besonders für progressives Video. Siehe 1.40 und 4.1.

Hier sind ein paar Fragen, die Sie sich stellen sollten:

Für weitere Informationen lesen Sie die Hardwareberichte auf den Webseiten wie z.B. DVDFile oder in Magazinen wie Widescreen Review. Vielleicht wollen Sie auch etwas über Verbrauchererfahrungen unter Audio Review und in Online-Foren beim Home Theater Forum und DVDFile lesen. Mehr Rat gibt es unter DVDBuyingGuide und bei eCoustics.com, welche auch eine Liste an Links zu Berichten auf anderen Sites hat.

Siehe Abschnitte 3.1 und 3.2 für genauere Informationen darüber, welche Audio-/Videoverbindungen benötigt werden, um zu Ihrer bestehenden Ausstattung zu passen.

[1.6] Welche Titel sind auf DVD verfügbar?

[In der Videoverkaufsindustrie bezieht sich Titel auf einen Film oder eine anderweitige Produktionsveröffentlichung, wie Snow White oder Star Wars oder eine Box-Set-Edition einer Fernsehserie, wie Babylon 5 - Staffel 1. Die Titel werden kollektiv als Software bezeichnet, nicht zu verwechseln mit Computersoftware.]

DVD lief schleppend an. Rosige Vorhersagen von hunderten von Videotiteln für Weihnachten 1996 konnten nicht realisiert werden. Nur eine Handvoll DVD-Titel, größtenteils Musikvideos, waren November 1996 zum Start der DVD in Japan verfügbar. Die ersten Spielfilme auf DVD erschienen in Japan am 20. Dezember (The Assassin, Blade Runner, Eraser und The Fugitive von Warner Home Video). Im April 1997 gab es über 150 Titel in Japan. Die ersten in der USA veröffentlichten Titel vom 19. März 1997 von Lumivision, welche von AIX Entertainment autorisiert waren, waren IMAX-Adaptionen: Africa: Die Serengeti, Antarctis: Ein Abenteuer undere Natur, Tropischer Regenwald und Die großen Animationen. (Andere Filme wie Batman und Space Jam wurden schon früher vorgestellt, aber waren nicht als vollwertige Versionen für den Verkauf erhältlich.) Der Warner-Bros.-USA-Start folgte am 24. März, war aber auf sieben Städte beschränkt. Fast 19.000 Discs wurden in den ersten zwei Wochen des USA-Starts verkauft - mehr als erwartet. InfoTech sagte über 600 Titel für Ende 1997 und mehr als 8.000 Titel in 2000 voraus. Bis zum Dezember 1997 wurden mehr als eine Million einzelne DVDs ausgeliefert und etwa 530 Titel. Bis Ende 1999 wurden über 100 Million Discs ausgeliefert bei etwa 5.000 Titeln. Bis Ende 2000 waren mehr als 10.000 Titel in den USA verfügbar und mehr als 15.000 weltweit. Bis Ende 2001 gab es rund 14.000 Titel in den USA. Bis Ende 2002 waren etwa 23.000 Titel in den USA verfügbar. Bis März 2003, sechs Jahre nach der Einführung, wurden 1,5 Milliarden Kopien von DVD-Titeln verkauft. Verglichen mit anderen Starts (CD, LD etc.), war dies eine riesige Anzahl an Titeln, die in einer sehr kurzen Zeit veröffentlicht wurde. (Beachten Sie, daß diese Zahlen nicht die Erwachsenentitel umfassen, diese sind für ein Mehr von etwa 15% oder so verantwortlich.) Knapp über 10.00 neue DVD-Titel wurden 2003 herausgebracht und fast 11.000 im Jahre 2004, was eine Summe von 42.500 Titeln ausmacht (von denen noch 40.300 erhältlich sind). Es würde einen um die 800.000$ kosten, eine Kopie von jedem zu kaufen.

Eine Vielzahl an DVD-Starts in Europa wurde mit einer gewissen Verzögerung angekündigt, aber die DVD begann sich in Europa Ende 1998 zu etablieren. Die Verfügbarkeit von DVDs in Europa war ursprünglich 18 Monate bis ein Jahr später als in den USA, aber diese Zeitspanne verkürzte sich über die Jahre auf eine Verzögerung von nur einigen Wochen bis einigen Monaten.

Siehe 6.3 für eine Liste von Websites, auf denen Sie DVDs kaufen oder leihen können.

Es existieren viele Datenbanken im Internet, in denen man nach DVD-Titeln suchen kann. Hier sind einige der besten:

Mit DVD-Audio begann es sogar noch langsamer als DVD-Video. Der erste kommerzielle verfügbare Titel, Big Phat Band, wurde Oktober 2000 auf dem Silverline Label des 5.1 Entertainments veröffentlicht. Die großen Musiklabels BMG Entertainment, EMI Music, Universal Music und Warner Music haben sich den DVD-Audio-Titeln verschrieben, obwohl im Frühjahr 2001 Universal ankündigte, daß sie zuerst SACD-Titel veröffentlichen würden. Ende 2001 waren nur unter 200 DVD-Audio-Titel verfügbar. Die ersten SACD-Titel wurden im Mai 1999 in Japan veröffentlicht.

DVD-ROM-Computersoftware erscheint nur langsam. Viele anfängliche DVD-ROM-Titel waren nur gebündelt als Teil von Hardware oder Softwarepaketen erhältlich. IDC sagte vorher, über 13% aller Software würde Ende 1998 im DVD-Format erhältlich sein, aber die Realität stimmte nicht mit den Vermutungen überein. Im gewissen Sinne sind DVD-ROMs einfach nur größere, schnellere CD-ROMS und enthalten dasselbe Material. In vielen Fällen sind CD-ROMs groß genug, so daß die Notwendigkeit eines Wechsels zur DVD-ROM nicht besteht. Aber DVD-ROMs können DVD-ROM-fähigen Computern den Vorteil von hochqualitativem Video und Mehrkanalton-Fähigkeiten hinzufügen.

[1.6.1] Wo kann ich Berichte zu DVDs lesen?

Die folgenden Seiten haben Berichte über mindestens 800 Discs. Siehe außerdem die Liste von DVD-Berichtsseiten bei Yahoo.

[1.6.2] Wie finde ich heraus, wann ein Film oder eine Fernsehserie auf DVD verfügbar sein wird?

Sehen Sie zuerst eine dieser Listen und Datenbanken durch, die an folgender Stelle erwähnt werden: 1.6, um sicherzustellen, daß der Titel nicht bereits verfügbar ist. Dann schauen Sie sich die Liste der baldigen Veröffentlichungen unter DVD Review, Laser Scans und VideoETA (wo man sich außerdem anmelden kann, um benachrichtigt zu werden, wenn ein Film veröffentlicht wird) an. Außerdem gibt es eine gute Veröffentlichungsliste bei Image Entertainment. Eine gute Quelle für Infos über unangekündigte Titel ist The Digital Bits Rumor Mill.

[1.6.3] Warum gibt es meinen Lieblingsfilm nicht auf DVD?

Es gibt viele Faktoren, die bestimmen, wann ein Titel auf DVD veröffentlicht wird. Manchmal hat der Regisseur oder Produzent die Kontrolle über die DVD-/Video-Veröffentlichung. Andere Male ist es Sache der Studiomarketinggruppe. Oft gibt es Streitfragen in Sachen des Rechts. Zum Beispiel, wenn eine DVD nur in einem Land oder einer Region verfügbar ist, aber nicht in anderen, weil verschiedene Studios die Verbreitungsrechte in verschiedenen Ländern haben können. Studios hören auf ihre Kunden, also lassen Sie es sie wissen, welche Titel Sie gern sehen würden (siehe 6.2.2).

[1.6.4] Wie kann ich DVDs mit bestimmten Funktionen oder Charakteristika finden?

Nutzen Sie eine der durchsuchbaren Datenbanken in 1.6. Wählen Sie eine Funktion aus, nach der Sie suchen (anamorphes Widescreen, französische Tonspur, Flämische Untertitel usw.). Wenn eine Datenbank das Charakteristikum nicht bietet, nach dem Sie suchen, versuchen Sie es mit einer anderen Datenbank.

[1.6.5] Warum führen einige Verleihgeschäfte und Einzelhändler keine Widescreen-DVDs?

Einige Verleihgeschäftsketten wie Blockbuster und Einzelhändler wie Wal-Mart führten ursprünglich nur Vollbild- (Pan & Scan) Versionen von Filmen, wenn außer Breitbild- auch Vollbild-Versionen verfügbar waren. Das verärgerte viele DVD-Fans, die eine Non-Widescreen-Version eines Filmes auf DVD nicht guthießen. Es gab so viele Beschwerden, die Online-Petition mit über 25.000 Unterschriften inbegriffen. Anfang 2003 änderte Blockbuster seine Verkaufspolitik mit folgender Stellungnahme: “Wir trafen die Entscheidung, die meisten Titel auf DVD im Widescreen-Format herauszubringen. Wir versuchen, den Vorstellungen unserer Kunden zu entsprechen. Weil DVD immer populärer wird, werden ihnen die Funktionen und die Vorteile des Letterboxings immer bewußter. Sie haben gelernt, daß es ein höherwertiges Format als Vollbild ist." Wal-Mart stellte sich ähnlich auf Widescreen-Versionen um, nachdem sie merkten, daß sie sich besser verkauften.

Siehe 3.5 für mehr Infos über Widescreen. Siehe 1.38 für die Vor- und Nachteile des Letterboxings.

[1.7] Wieviel kosten Player und Laufwerke?

Massenmarkt-DVD-Filmplayer kosten 40$ bis 3000$. (Siehe 1.5 für weitere Infos.) DVD-ROM-Laufwerke und Upgrade-Kits für Rechner kosten 30$ bis 400$. (OEM-Laufwerke kosten um die 40$.)

[1.8] Wieviel kosten Discs?

Das variiert, aber die meisten DVD-Filme kosten 20$ bis 30$ mit Straßenpreisen von 15$ bis 25$, sogar jene mit Bonusmaterial. Preisgünstige Filme kann man für unter 10$ finden. DVDs folgten nicht dem anfänglich hohen Verleihpreismodell der VHS.

DVD-ROMs sind meist etwas teurer als CD-ROMs, weil mehr auf ihnen drauf ist, sie kosten etwas mehr bei der Vervielfältigung und der Absatzmarkt ist geringer. Aber, weil die Basis an installierten Laufwerken wächst, werden DVD-ROMs zukünftig eventuell ungefähr soviel kosten wie CD-ROMs heute.

Folgende Seiten sollen Ihnen dabei behilflich sein, die niedrigsten Preise und Schnäppchen-Coupons zu finden:

[1.9] Wie macht sich die DVD? Woher kann ich Statistiken bekommen?

DVD startete nicht so schnell, wie einige frühe Vorhersagen es erwarten ließen, aber sie verkaufte sich schneller als die Videokassette, CD und die Laserdisc. De facto wurde sie vor ihrem dritten Geburtstag zum März 2000 das erfolgreichste Unterhaltungselektronikprodukt aller Zeiten.

Hier einige Vorhersagen:

Hier die Wirklichkeit:

Zum Vergleich: 1997 wurden weltweit 700 Mio Audio-CD-Player und 160 Mio CD-ROM-Laufwerke verkauft. 1,2 Milliarden CD-ROMs von 46.000 verschiedenen Titeln wurden 1997 weltweit ausgeliefert. Es gab etwa 80 Mio Videorekorder in den USA (89% der Haushalte) und etwa 400 Mio weltweit. 110.000 Videorekorder in den ersten zwei Jahren nach dem Start ausgliefert. Nahezu 16 Mio VCRs wurden 1998 ausgeliefert. 2000 gab es etwa 270 Mio Fernseher in den USA und 1,3 Mrd weltweit. Als die DVD 1997 herauskam, gab es weniger als 3 Millionen Laserdiscplayer in den USA.

Für die neuesten US-Player-Verkaufsstatistiken sehen Sie sich die CEA-Seite bei The Digital Bits an. Andere DVD-Statistiken und Vorhersagen können unter IRMA, MediaLine, Twice gefunden werden. Industrieanalysen und -vorhersagen können bei Adams Media Research, Alexander & Associates, British Video Association, Cahners In-stat, Centris, Datamonitor, Dataquest, DVD Intelligence, eBrain, International Data Corporation (IDC), InfoTech, Jon Peddie Associates (JPA), Paul Kagan Associates, Screen Digest, SIMBA Information, Strategy Analytics, Understanding & Solutions und anderen erworben werden.

[1.10] Was sind "Regional-Codes", "Länder-Codes" oder "Zonensperren"?

Filmstudios wollen die Kontrolle über die Heimveröffentlichung der Filme in verschiedenen Ländern, weil die Kinoerstaufführungen nicht simultan sind (ein Film kann auf Video in den USA herauskommen, während er in Europa in den Kinos anläuft). Außerdem verkaufen die Studios die Verbreitungsrechte an verschiedene ausländische Verteiler und wollen einen exklusiven Markt garantieren. Deshalb forderten sie, daß der DVD-Standard Codes enthält, die die Wiedergabe bestimmter Discs in bestimmten geographischen Regionen unterbindet. Jedem Player wird ein Code für die Region, in der er verkauft wird, zugewiesen. Der Player verweigert das Spielen von Discs, die nicht für seine Region codiert sind. Das bedeutet, daß eine Disc, die in einem Land gekauft wird, in einem Player, welcher in einem anderen Land gekauft wurde, nicht spielen könnte. Einige Leute glauben, daß die Reginal-Codes eine illegale Beschränkung des Handels sind, aber in keinem Gerichtsverfahren wurde das festgestellt.

Regionalcodes sind vollständig optional für die Macher einer Disc. Discs ohne Zonensperren können auf jedem Player in jedem Land abgespielt werden. Es ist kein Verschlüsselungssystem, es ist nur ein Byte an Information auf der Disc, das die Player überprüfen. Einige Studios kündigten ursprünglich an, daß nur ihre neuen Veröffentlichungen Regional-Codes haben würden, aber bis jetzt spielen fast alle Hollywoodveröffentlichungen nur in einer Region. Regionalcodes sind ein permanenter Teil der Disc, sie werden sich nicht nach einer bestimmten Zeitspanne "entsperren". Regionalcodes werden nicht bei DVD-Audio, DVD-ROM oder beschreibbarer DVD angewandt (siehe unten für mehr Details).

Sieben Regionen (auch "Areale" oder "Zonen" genannt) wurden definiert und jeder davon ist eine Nummer zugewiesen worden. Player und Discs werden oft an ihrer Zonennummer identifiziert, die über eine Weltkarte gelegt ist. Wenn eine Disc in mehr als einer Region spielt, hat sie mehr als eine Nummer auf der Weltkarte.
1: USA, Kanada, US-Territorien
2: Japan, Europa, Südafrika und der Mittlere Osten (inkl. Ägypten)
3: Südostasien und Ostasien (inkl. Hong Kong)
4: Australien, Neuseeland, Pazifische Inseln, Zentralamerika, Mexiko, Südamerika und die Karibik
5: Osteuropa (frühere UdSSR), Indischer Subkontinent, Afrika, Nordkorea und Mongolien
6: China
7: Reserviert
8: Spezielle internationale Orte (Flugzeuge, Kreuzfahrtschiffe etc.)
(Siehe Karte auf <www.sendit.com/help/help_dvd_regions>.)

Technisch gesehen gibt es nichts wie eine Disc oder einen Player ohne Region. Es gibt nur Discs mit allen Regionen. Außerdem gibt es ebenso nur Player, die alle Regionen unterstützen. Einige können "gehackt" werden, indem man spezielle Kommandosequenzen mit der Fernbedienung eingibt, um die Regionen zu ändern oder alle Regionen zu spielen. Einige Player können physikalisch verändert werden ("chipped", mit einem Chip versehen werden), um Discs, egal welchen der Regionalcodes sie enthält, abspielen zu können. Dabei erlischt üblicherweise die Garantie, aber es ist in den meisten Ländern nicht illegal (weil das einzige, was Playerhersteller brauchen, um ihre Player mit einem Regionalcode zu versehen, die CSS-Lizenz ist; siehe 1.11). Viele Verteiler, besonders außerhalb Nordamerika, verkaufen Player, die schon modifiziert wurden, um mehrere Regionen spielen zu können oder in einigen Fällen bieten sie nur Informationen darüber an, wie man auf die "geheimen" Regionsänderungsfunktionen, die bereits in den Player eingebaut sind, zugreifen kann. Als interessante Randbemerkung: am 7. Feb. 2001 sandte die NASA zwei Multiregion-DVD-Player zur internationalen Raumstation ISS.

Ausführliche Informationen über das Modifizieren der Player und den Kauf regionsfreier Player können im Internet gefunden werden (siehe 6.4.2).

Zusätzlich zu den Ländercodes gibt es außerdem Unterschiede der Discs für NTSC- und PAL-TV-Systeme (siehe 1.19).

Einige Discs von Fox, Buena Vista/Touchstone/Miramax, MGM/Universal, Polygram und Columbia TriStar enthalten Programmcode, der die korrekte Regionseinstellung der Player überprüft. (There's Something About Mary und Psycho sind Beispiele.) Ende 2000 begann Warner Bros., dieselbe aktive Regionskontrolle, die andere Studios schon seit über ein Jahr benutzten, einzusetzen. Sie nannten sie "region code enhancement / Regioncodevebesserung" (RCE, auch: REA) und sie bekam viel Öffentlichkeit. RCE wurde erstmals auf Discs wie Der Patriot und Drei Engel für Charlie eingesetzt. "Smart discs / kluge Discs" mit aktivierter Regionsüberprüfung lassen sich nicht auf code-freien Playern abspielen, die auf alle Regionen eingestellt sind (FFh), aber sie können auf manuell code-umschaltbaren Playern abgespielt werden, die einem erlauben, die Fernbedienung zur Regionsänderung zu benutzen, damit er zur Disc paßt. Sie laufen eventuell nicht auf selbstumschaltenden Playern, die die Discregion erkennen und sich anpassen. (Es hängt von der standardmäßigen Einstellung des Abspielgeräts ab. Eine RCE-Disc hat alle Regionsmarken gesetzt, so daß der Player nicht weiß, auf welche er sich stellen soll. Die Disc fragt den Player nach der Regionseinstellung und bricht die Wiedergabe ab, wenn es die falsche ist. Eine Standard-DVD-Einstellung auf Region 1 wird RCE aushebeln, wenn die Discs die Region 1 hat. Eine Region-1-Disc einige Sekunden abzuspielen, veranlaßt die meisten selbstumschaltenden Player, sich auf Region 1 zu stellen und deshalb befähigt dies das Gerät, eine RCE-Disc abzuspielen.) Wenn eine RCE-Disc eine falsche Region oder einen Player mit allen Regionen entdeckt, wird sie für gewöhnlich eine Nachricht schicken, die besagt, daß der Player eventuell verändert wurde und, daß die Disc nicht kompatibel mit dem Player ist. Ein ernster Nebeneffekt ist, daß einige legitime Player den Test nicht bestehen, wie der Fisher DVDS-1000.

Es gab viel Gezeter und Zähneknirschen, als RCE erschien, aber die DVD-Fans lernten schnell, daß es nur Auswirklungen auf einige Player hatte. Die Playermodifikationskithersteller, deren Produkte nicht mit RCE liefen, verbesserten ihre Chips schnell, um das zu umgehen. Für jede höhere Mauer gab es eine höhere Leiter. Siehe DVDTalks RCE-FAQ für weitere Infos und Umgehungen.

Generell betreffen Regionscodes beschreibbare DVDs nicht. Eine DVD, die man auf dem Rechner mit einem DVD-Brenner oder dem Heim-DVD-Videorekorder erstellt, läßt sich in allen Regionen abspielen (aber vergessen Sie nicht die Unterschiede zwischen NTSC und PAL, siehe 1.19). Regionalcodes betreffen DVD-Audio nicht.

Regionalcodes betreffen Spielekonsolen wie die PlayStation 2 und Xbox, aber nur bei den DVD-Video-(Film-)Discs (siehe DVDRegionX für Regionmodifikationen der PS2). PlayStation hat eine separates Regionalsperrensystem für Spiele. Regionalcodes betreffen auch DVD-ROM-Computer, aber nur bei DVD-Video-Discs, nicht bei DVD-ROM-Discs, die Computersoftware enthalten. Computerwiedergabesysteme überprüfen die Regionalcodes, bevor sie Filme von einem CSS-geschützten DVD-Video wiedergeben (siehe 1.11 für CSS-Info). Bei neueren RPC2-DVD-ROM-Laufwerken lassen sich die Regionalcodes einige Male ändern (RPC steht für "region protection control / Regionenschutzkontrolle"). Wenn so ein Laufwerk erst einmal das Limit der fünf Veränderungen erreicht hat, kann er nicht wieder verändert werden, wenn nicht der Händler oder Hersteller das Gerät zurücksetzt. Das Drive Info-Utensil kann Ihnen verraten, ob Sie ein RPC2-Laufwerk habe (es wird sagen, "This drive has region protection / Dieses Laufwerk hat Regionenschutz"). Siehe 6.4.2 für Links zu mehr Infos über die Umgehung der DVD-ROM-Regionsbeschränkungen. Seit dem 31. Dezember 1999, wurden nur noch RPC2-Laufwerke hergestellt.

[1.11] Was sind die Kopierschutzthemata?

CPSA (content protection system architecture / Inhaltsschutzsystemarchitektur) ist der Name, der dem Gesamtrahmen für Sicherheit und Zugriffskontrolle der ganzen DVD-Familie gegeben wurde. Entwickelt wurde sie vom Zusammenschluß "4C" (Intel, IBM, Matsushita und Toshiba) in Kooperation mit der Copy Protection Technical Working Group (CPTWG), sie deckt Verschlüsselung, Wasserzeichen, Schutz der analogen und digitalen Ausgänge etc. ab. Es gibt viele Formen des Inhaltsschutz, die sich auf DVD anwenden lassen.

1) Analoges CPS (Macrovision)
Kopieren auf Videokassetten (analog) wird mit einem Macrovision 7.0 oder ähnlichem Schaltkreis in jedem Player verhindert. Macrovision kann sich in Form von Farbstreifen, Verzerrungen, Wellungen, schwarz-weißem Bild und Helldunkel-Zyklen zeigen. Macrovision erzeugt auf den meisten TV/VCR-Paarungen (siehe 3.2.1) und einigen höherwertigen Anlagen wie Zeilenverdopplern und Videoprojektoren Probleme.

Der Überbegriff für Systeme, die das Kopieren auf Tapes verhindern, ist APS (Analog Protection System / Analoges Schutzsystem), manchmal "Copyguard" genannt. Videokarten für Computer mit Composite- oder S-Video- (Y/C) Ausgang müssen auch APS nutzen. Macrovision ändert den Compositevideo- und S-Video-Ausgang in zwei Weisen: die Farbstreifentechnik erzeugt ein schnell modulierendes Colorburst-Signal und die AGC-Technik fügt Stromstöße in das vertikale Dunkelsteuersignal. Das bringt die Synchronisation und die meisten der automatischen Aufnahmepegelsysteme in 95% der Verbraucher-VCRs durcheinander. Unglücklicherweise kann das das Bild verschlechtern, insbesondere mit alter oder nicht standardmäßiger Ausrüstung. Macrovision war anfänglich nicht in den analogen Videoausgangsbaugruppen der ersten Player enthalten, aber wird nun in den Ausgabebaugruppen benötigt (nur AGC, weil es im Baugruppensignal keinen Burst gibt).

Die Discs selbst enthalten "trigger bits / Auslöserbits", die dem Player mitteilen, ob Macrovision AGC aktiviert werden soll oder nicht, optional mit der Hinzufügung von 2- oder 4-zeiligen Farbstreifen. Die Auslöser werden etwa zweimal in der Sekunde aktiv, was eine gute Kontrolle darüber verschafft, welcher Teil des Videos geschützt ist. Der Hersteller der Disc entscheidet, welche Menge Kopierschutzfunktionen es zu aktivieren gilt und bezahlt dann die entsprechenden Macrovision-Tantiemen (einige Cent pro Disc). Wie bei den Videobändern sind einige DVDs durch Macrovision geschützt, andere hingegen nicht. (Für Macrovision-Details siehe STMicroelectronics NTSC/PAL-Videokodiererdatenblätter bei <www.st.com/stonline/books/>.)

Günstige Geräte können Macrovision aushebeln, obgleich nur ein paar gegen die neuere Farbstreifenfunktion ankommen. Diese Geräte gibt es unter Namen wie "Videoaufklarer", "Bildstabilisator", DVD Red, "Farbkorrektor" oder "CopyMaster". Oder Sie können sich Ihren eigenen bauen. Einige DVD-Player können dahingehend verändert werden, daß sie die Macrovisionsausgabe ausschalten (siehe 6.4.2). Professionelle time-base correctors / Zeitfehler-Ausgleicher (TBCs), die die Zeile 21 wiederherstellen, entfernen auch Macrovision. APS betrifft nur Bild und nicht den Ton.

2) CGMS
Jede Disc enthält Informationen, die den Inhalt spezifiziert, der kopiert werden kann. Dies ist ein serial copy generation management system / Folgekopiegenerationskontrollsystem (SCMS), geschaffen für die Verhinderung der Erstellung von Erstkopien oder Generationskopien (Kopien von Kopien). Die CGMS-Information ist im ausgehenden Videosignal eingebettet. Damit CGMS funktioniert, muß die Ausrüstung, die die Kopie macht, die CGMS-Information erkennen und sie berücksichtigen. Der analoge Standard (CGMS-A) kodiert die Daten in die NTSC-Zeile 21 (in den XDS-Service) oder Zeile 20. CGMS-A wird von den meisten digitalen Camcordern und von einigen Videoaufnahmekarten für PC erkannt (sie werden eine Nachricht wie "Aufnahme blockiert" bekommen). Professionelle time-base correctors / Zeitfehler-Ausgleicher (TBCs), die die Zeilen 20 und 21 wiederherstellen, entfernen die CGMS-A-Information vom analogen Signal. Der digitale Standard (CGMS-D) ist in DTCP und HDMI für digitale Verbindungen wie IEEE 1394/FireWire enthalten. Siehe Teilabschnitte 6 und 7.

3) Content Scramble System (CSS)
Wegen der Möglichkeit perfekter digitaler Kopien forderten paranoide Filmstudios einen tiefergreifenden Kopierschutz im DVD-Standard. Das Content Scramble System / Inhaltskryptographiesystem (CSS) ist eine Datenverschlüsselung und Authentifizierungsverfahren, das dafür gedacht ist, direktes Kopieren der Videodaten von der DVD-V zu verhindern. CSS wurde primär von Matsushita und Toshiba entwickelt. Jedem CSS-Playerlizenznehmer wird ein Schlüssel aus einem Satz von 409 gegeben, die auf jeder CSS-verschlüsselten Disc gespeichert sind. Die Theorie war, daß man eine Lizenz aufheben konnte, indem man den Schlüssel von zukünftigen Discs entfernt. Der CSS-Entschlüsselungsalgorithmus tauscht Schlüssel mit der Laufwerkseinheit aus, um einen Verschlüsselungskey zu erstellen, der dann dazu benutzt wird, den Austausch der Discschlüssel und Titelschlüssel, die benötigt werden, um die Daten von der Disc zu entschlüsseln, unübersichtlich zu machen. DVD-Player haben CSS-Schaltkreise, die die Daten entschlüsseln, bevor sie dekodiert und dargestellt werden, Computer-DVD-Decoder-Hardware und -Software muß ein CSS-Entschlüsselungsmodul enthalten. Alle DVD-ROM-Laufwerke haben zusätzliche Firmware, um die Authentifizierungs- und Entschlüsselungskeys mit dem CSS-Modul im Computer auszutauschen. Seit 2000 müssen DVD-ROM-Laufwerke ein Regionalmanagement in Verbindung mit CSS haben (siehe 1.10 und 4.1). Die Macher der Ausstattung, die für die Anzeige von DVD-Video benutz wird (Treiber, Dekoderchips, Dekodersoftware, Grafikkarten etc.) müssen sich CSS-lizenzieren lassen. Es gibt eine jährliche 15.000$-Gebühr für die CSS-Lizenz und die Qualifikation ist ein langwieriger Prozeß, also wird empfohlen, sich als interessierte Partei früh zu bewerben. CSS wird von der DVD Copy Control Association (DVD CCA) verwaltet. Gegen Ende Mai 1997 wurden CSS-Lizenzen schließlich auch für Softwaredekodierung bewilligt. Die Lizenz ist extrem restriktiv, um den CSS-Algorithmus und die Schlüssel geheimzuhalten. Natürlich kann nichts, das auf Millionen von Playern und Laufwerken weltweit ist, lange geheimgehalten werden. Oktober 1999 wurde der CSS-Algorithmus gecrackt und ins Internet gepostet, was endlose Kontroversen und Rechtsstreitereien verursachte (siehe 4.8).

4) Content Protection for Prerecorded Media / Inhaltsschutz für bespielte Medien (CPPM)
Der CPPM-Schutz wird nur für DVD-Audio benutzt. Er wurde als eine Verbesserung von CSS entwickelt. Die Schlüssel werden im Einlaufspur- (Lead-In) Bereich gespeichert, im Gegenteil zu CSS werden dort keine Titelschlüssel in die Sektorenheader platziert. Jeder Datenträger hat eine 56-Bit-Album-ID, welche ähnlich dem CSS-Discschlüssel in einem Kontrollbereich gespeichert ist. Jede Disc enthält einen Medienschlüsselblock, der unverschlüsselt auf die Disc gespeichert wird. Die Medienschlüsselblockdaten sind logisch in Reihen und Spalten geordnet, welche während des Authentifikationsprozesses genutzt werden, um ein Entschlüsselungskey von einem spezifischen Satz der Playerschlüssel (Laufwerksschlüssel) zu generieren. Wie bei CSS kann der Medienschlüsselblock aktualisiert werden, um die Benutzung beeinträchtigter Schlüssel zu verhindern. Wenn der Geräteschlüssel blockiert, wird der Medienschlüsselblockverarbeitungschritt in einem ungültigen Schlüsselwert resultieren. Der Authentifikationsmechanismus ist derselbe wie bei CSS, also sind keine Änderungen der vorhandenen Laufwerke nötig. Eine Disc kann gleichzeitig CSS- und CPPM-Inhalt enthalten, wenn es eine hybride DVD-Video-/DVD-Audio-Disc ist.

5) Content Protection for Recordable Media / Inhaltsschutz für beschreibbare Medien (CPRM)
CPRM ist ein Mechanismus, der eine Aufnahme an das Medium bindet, auf das sie aufgenommen wurde. Es wird von einigen DVD-Recordern unterstützt, aber nicht von vielen DVD-Playern. Jede leere beschreibbare DVD hat eine einzigartige 64-Bit-Medien-ID, die in den BCA eingebrannt ist (siehe 3.11). Wenn geschützter Inhalt auf die Disc aufgenommen wird, kann er mit einer 56-Bit-C2- (Cryptomeria) Zahl verschlüsselt werden, die von der Medien-ID abgeleitet wird. Während der Wiedergabe wird die ID aus dem BCA gelesen und dazu benutzt, einen Entschlüsselungskey für den Inhalt der Disc zu erstellen. Wenn die Inhalte der Disc auf andere Medien kopiert werden, wird die ID verlorengehen oder falsch sein und die Daten nicht entschlüsselbar.

6) Digital Copy Protection System / Digitales Kopierschutzsystem (DCPS)
Damit die digitalen Verbindungen zwischen den Komponenten keine perfekte digitale Kopie erlauben, wurden der CEA fünf digitale Kopierschutzsysteme vorgeschlagen. Der Spitzenreiter ist DTCP (digital transmission content protection / Digitalübertragungsinhaltsschutz), welcher sich auf IEEE 1394/FireWire konzentriert, aber auch auf andere Protokolle angewandt werden kann. Der Entwurfsvorschlag ("5C" genannt, steht für die fünf Konzerne, die ihn entwickelten) wurde im Februar 1998 von Intel, Sony, Hitachi, Matsushita und Toshiba gemacht. Sony veröffentlichte Mitte 1999 einen DTCP-Chip. Mit DTCP tauschen Geräte, die digital verbunden sind, wie ein DVD-Player und ein digitaler Fernseher oder ein digitaler VCR, Schlüssel und Authentifizierungszertifikate aus, um einen sicheren Kanal zu öffnen. Der DVD-Player verschlüsselt das kodierte A/V-Signal, wenn er es zum empfangendem Gerät schickt, welches es dann entschlüsselt. Das hält andere verbundene, aber nicht autorisierte Geräte davon ab, das Signal zu stehlen. Keine Verschlüsselung wird für Inhalt benötigt, der nicht kopiergeschützt ist. Die Sicherheit kann von neuem Inhalt (wie Discs oder neuen Sendungen) und neuen Geräten, die Aktualisierungsschlüssel und Widerruflisten (um unberechtigte oder zurückgesetzte Geräte zu identifizieren) enthalten, "erneuert" werden. Ein konkurrierender Vorschlag, XCA (extended conditional access / erweiterter bedingter Zugang), von Zenith und Thomson, ist DTCP ähnlich, aber kann nur mit einseitigen digitalen Schnittstellen (wie der EIA-762 RF-Remodulatorstandard) arbeiten und benutzt Smart-Cards für die erneuerbare Sicherheit. Andere Vorschläge wurden von MRJ Technology, NDS und Philips gemacht. In allen fünf Vorschlägen wird der Inhalt mit Hinweisen im CGMS-Style von "frei kopierbar", "einmal kopierbar" "nicht kopierbar" und manchmal "nicht mehr kopierbar" versehen. Digitale Geräte, die nicht mehr tun, als Ton und Bild zu reproduzieren, werden in der Lage sein, alle Daten zu empfangen (solange sie sich als Nur-Widergabegeräte authentifizieren können). Digitale Aufnahmegeräte empfangen nur Daten, die als kopierbar markiert sind, und müssen den Hinweis auf "nicht kopierbar" oder "nicht mehr kopierbar" setzen, wenn die Quelle als "einmal kopierbar" markiert ist. DCPSs sind für die nächste Generation digitaler Fernseher, Digitalreceiver und Digitalvideorekorder vorgesehen. Sie benötigen neue DVD-Player mit digitalen Anschlüssen (wie bei der DV-Ausstattung). Diese neuen Produkte erschienen erstmals 2003. Weil die Verschlüsselung besser vom Player gemacht wird, müssen bestehende Discs nicht geändert werden.

7) High-Bandwidth Digital Content Protection / Breitbandiger digitaler Inhaltsschutz (HDCP, DVI und HDMI)
HDCP ist DTCP ähnlich, aber es wurde für digitale Videomonitorschnittstellen entworfen. 1998 wurde die Digital Display Working Group (DDWG) gegründet, um einen universalen Schnittstellenstandard zwischen Rechnern und Bildschirmen zu entwickeln, der den analogen VGA-Standard ersetzen sollte. Die daraus resultierende Digital Visual Interface / digitale visuelle Schnittstelle (DVI)-Spezifikation, welche April 1999 veröffentlicht wurde, basierte auf Silicon Images PanelLink-Technologie, die 4,95 Gbps und eine Auflösung von 1600×1200 (UXGA) unterstützt, was alle HDTV-Auflösungen abdeckt. Intel schlug HDCP als eine Sicherheitskomponente für DVI vor. Ein neuer Verbindungsstandard, genannt "HDMI", kombiniert DVI und HDCP. DVD-Player mit DVI- oder HDMI-Digitalvideoausgang erschienen Frühjahr 2003. Viele neue HDTV-Displays sind wahrscheinlich mit IEEE-1394- und HDMI-Verbindungen gleichzeitig ausgestattet.

HDCP unterstützt Authentifikation, Verschlüsselung und Lizenzaufhebung. Spezialisierte Schaltkreise in den Wiedergabegeräten und den Bildschirmen verschlüsseln die Videodaten, bevor sie über die Verbindung gesendet wird. Wenn ein HDMI-Ausgang bemerkt, daß der verbundene Monitor HDCP nicht unterstützt, verringert er die Qualität des geschützten Inhalts. Der HDCP-Schlüsselaustauschprozeß stellt sicher, daß ein empfangendes Gerät autorisiert ist, Video wiederzugeben oder aufzunehmen. Er benutzt ein Array von 56-Bit geheimen Geräteschlüssel und einen 40-Bit-Schlüsselselektionsvektor - unterstützt von der HDCP-Lizenzierungsentität. Wenn die Sicherheit auf einem Gerät beeinträchtigt ist, wird sein Schlüsselselektionsvektor auf die Lizenzaufhebungsliste gesetzt. Das Wirtgerät hat die Verantwortung der Aufrechterhaltung der Aufhebungsliste, welche über system renewability messages / Systemerneuerungsnachrichten (SRMs) aktualisiert wird, die in neueren Geräten und in neuem Videoinhalt enthalten sind. Wurde die Rechtsmäßigkeit des Empfangsgerätes einmal festgestellt, wird das Video von einer Exklusiven-Oder-Operation mit einem Streamchiffrierer verschlüsselt, der während des Authentifizierungsverfahrens aus den ausgetauschten Schlüsseln generiert wurde. Wenn ein Anzeigegerät ohne Entschlüsselungsfähigkeit versucht, verschlüsselten Inhalt anzuzeigen, erscheint zufälliges Rauschen.

 

Die vier ersten Formen des Kopierschutzes (Macrovision, CGMS, CSS und CPPM) sind für den Hersteller der Disc optional. CSS-Entschlüsselung ist optional für Hard- und Softwarewiedergabegarätehersteller, obwohl ein Player oder ein Rechner ohne Entschlüsselungsfähigkeit nur fähig wäre, unverschlüsselte Filme wiederzugeben. Von CPRM sind DVD-Rekorder betroffen, obwohl es optional ist und viele Rekorder es nicht unterstützen. Von DTCP und HDCP sind DVD-Playern mit digitalen Videoausgängen betroffen.

Diese Kopierschutzschemata wurden nur entworfen, um gelegentliches Kopieren zu überwachen (wovon die Studios behaupten, es kostete sie Milliarden Dollar entgangene Gewinne). Das Ziel ist es, "daß ehrliche Leute ehrlich bleiben". Die Entwickler der Kopierschutzstandards sind die ersten, die zugeben, daß sie gut ausgerüstete Piraten nicht stoppen können.

Filmstudios haben die Gesetzgeber unterstützt, damit es illegal wird, Kopierschutze zu umgehen. Das Ergebnis ist der World Intellectual Property Organization (WIPO) Copyrightvertrag und der "WIPO Performances and Phonograms"-Vertrag (Dezember 1996) und das willfährige US-Digital Millennium Copyright Act (DMCA), zum Gesetz geworden im Oktober 1998. Software, die speziell dafür gedacht ist, den Kopierschutz zu umgehen, ist nun in den USA und vielen anderen Ländern illegal. Ein stellvertretender Vorsitzender der juristischen Gruppe des DVD-Kopierschutzkomitee äußerte, "im Zusammenhang mit Video sollten die erwarteten Gesetze außerdem eine spezifische Garantie geben, daß bestimmte annehmbare und übliche Daheimaufnahmepraktiken erlaubt werden, ergänzend zur Vorschreibung der Strafen für die Umgehung." Es ist nicht vollständig klar, wie daß von einem Player oder von den Studios, die routinemäßig den "nicht kopierbar"-Hinweis auf all ihre Discs setzen, "erlaubt" werden kann.

DVD-ROM-Laufwerke und Rechner, incl. DVD-ROM-Upgradekits, werden dazu benötigt, Macrovision, CGMS und CSS zu unterstützen. PC-Video-Karten mit TV-Ausgängen, die Macrovision nicht unterstützen, werden mit verschlüsselten Filmen nicht funktionieren. Rechner mit IEEE-1394/FireWire-Verbindungen müssen den entgültigen DCPS-Standard unterstützen, wenn sie mit anderen DCPS-Geräten arbeiten sollen. Zusätzlich müssen Rechner mit HDMI-(DVI-)Verbindungen HDCP unterstützen, um DVD-Video-Inhalt ausgeben zu können. Jedes DVD-ROM-Laufwerk muß CSS-Schaltkreise enthalten, um eine sichere Verbindung zur Dekoderhard- oder -software im Rechner herstellen zu können, obwohl CSS nur für DVD-Video-Inhalt genutzt werden kann. Natürlich kann eine DVD-ROM alle Formen von Computerdaten enthalten, deswegen können andere Verschlüsselungsschemata implementiert werden. Siehe 4.1 für weitere Infos über DVD-ROM-Laufwerke.

Das Watermarking Review Panel / Wasserzeichenprüfungsfeld (WaRP) - der Erbe der Data-Hiding Sub-Group / Daten versteckende Untergruppe (DHSG) - von CPTWG wählte ein Tonwasserzeichensystem, das vom DVD Forum für DVD-Audio akzeptiert wurde (siehe 1.12). Die originalen sieben Videowasserzeichenvorschläge wurden in drei zusammengefügt: IBM/NEC, Hitachi/Pioneer/Sony und Macrovision/Digimarc/Philips. Am 17. Februar 1999 schlossen sich die erstere zwei Gruppen zur "Galaxy Group" zusammen und verschmolzen ihre Technologien zu einem gemeinsamen Vorschlag. Die zweite Gruppe hatte ihre Technologie "Millennium" genannt. Die Wasserzeichen markieren jedes digitale Audioframe und Videobild mit Rauschen, das angeblich unsichtbar für das menschliche Ohr/Auge ist. Wasserzeichensignaturen können von Wiedergabe- und Aufnahmegeräten erkannt werden, um das Kopieren zu verhindern, sogar wenn das Signal via digitale oder analoge Verbindung übertragen wird oder von der Videoverarbeitung beeinflußt wurde. Wasserzeichen sind kein Verschlüsselungssystem, aber ein Weg herauszufinden, ob eine Kopie oder ein Video- oder Audioausschnitt abgespielt werden darf. Neue Player und Software werden für die Wasserzeichenunterstützung benötigt, aber das DVD Forum beabsichtigt, Discs mit Wasserzeichen mit den bestehenden Geräten kompatibel zu machen. Es gab Reporte darüber, daß eine frühe Wasserzeichentechnologie von Divx genutzt wurde, die sichtbare "Regentropfen"- oder "Schuß"-Muster erzeugen, aber das Problem wurde in den späteren Veröffentlichungen offensichtlich gelöst.

[1.12] Was ist mit Musik auf DVD: DVD-Audio und SACD?

Hinweis: Verwechseln Sie nicht DVD-Audio mit Musik-DVD (siehe 1.12.1).

Als die DVD 1996 veröffentlicht wurde, gab es kein DVD-Audio-Format, obwohl die Audiofähigkeiten von DVD-Video deutlich die der CD übertreffen. Das DVD Forum bat um zusätzlichen Beitrag von der Musikindustrie, bevor das DVD-Audio-Format definiert werden sollte. Ein Entwurfsstandard wurde Januar 1998 von der DVD Forum Working Group 4 (WG4) veröffentlicht, Version 0.9 wurde Juli veröffentlicht. Die endgültigen DVD-Audio-1.0-Spezifikation (ohne Kopierschutz) wurde Februar 1999 erprobt und im März veröffentlicht, aber die Produkte wurden zum Teil durch den langsamen Prozeß des Auswählens der Kopierschutzfunktionen aufgehalten (Verschlüsselung und Wasserzeichen), mit Komplikationen die von der Secure Digital Music Initiative (SDMI) verursacht wurden. Die geplante Veröffentlichung für Oktober 1999 wurde bis Mitte 2000 weiter verzögert, vorgeblich wegen Beunruhigungen wegen des CSS-Cracks (siehe 4.8), aber auch, weil die Hardware noch nicht ganz fertig war, die Produktionswerkzeuge waren noch nicht perfekt und es nur einen glanzlosen Support von den Musiklabels gab. Pioneer veröffentlichte die ersten DVD-Audio-Player (ohne Kopierschutzunterstützung) Ende 1999 in Japan.

Matsushita veröffentlichte Juli 2000 universelle DVD-Audio/DVD-Video-Player der Marke Panasonic und Technics für 700 - 1.200$. Pioneer, JVC, Yamaha und andere veröffentlichten DVD-Audio-Player Herbst 2000 und Anfang 2001. Gegen Ende 2000 gab es um die 50 DVD-Audio-Titel. Gegen Ende 2001 gab es nur unter 200 DVD-Audio-Titel.

DVD-Audio ist ein von DVD-Video separiertes Format. DVD-Audio-Discs können so entworfen werden, daß sie in DVD-Video-Playern funktionieren, aber es ist möglich, eine DVD-Audio-Disc zu erstellen, die überhaupt nicht in einem DVD-Video-Player spielt, weil die DVD-Audio-Spezifikationen neue Formate und Funktionen enthalten, wobei der Inhalt in der gesonderten "DVD-Audio-Zone" auf der Disc gespeichert sind (das Verzeichnis "AUDIO_TS"), das DVD-Video-Player niemals auslesen. Neue DVD-Audio-Player werden benötigt, oder neue "Universelle Player", die sowohl DVD-Video als auch DVD-Audio Discs abspielen. Universelle Player werden auch "VCAPs" genannt (video-capable audio players / videofähige Audioplayer).

Eine Bitte an die Hersteller: Universelle Player sind rar, aber ihr könnt universelle Discs einfach herstellen. Mit einer kleinen Menge Anstrengung können alle DVD-Audio-Discs auf allen DVD-Playern funktionieren und zwar, indem sie eine Dolby-Digital-Version des Tons in dem DVD-Video-Bereich enthalten.

Eine Bitte an DVD-Audio-Erstellsystementwickler: Macht eure Software so, daß sie dies standardmäßig tut oder empfehlt diese Option während der Erstellung nachdrücklich.

DVD-Audio-Player (und universelle Player) funktionieren mit bestehenden Receivern. Sie geben PCM und Dolby Digital aus und einige werden die optionalen Formate DTS und DSD unterstützen. Wie auch immer, die meisten heutigen Receiver können keinen hochauflösenden Mehrkanal-PCM-Ton dekodieren (siehe 3.6.1 für Genaueres) und auch, wenn sie es könnten, könnte er nicht über die Standard-Digital-Audio-Verbindungen übertragen werden. DVD-Audio-Player mit hochqualitativen Digital-zu-analog-Konvertern (DACs) können nur an Receiver mit 2-Kanal oder 6-Kanal analogen Eingängen angeschlossen werden, aber etwas Qualität geht verloren, wenn der Receiver für die Verarbeitung wieder ins digitale konvertiert. Neue Receiver mit besseren Digitalverbindungen wie IEEE 1394 (FireWire) werden benötigt, um die volle digitale Auflösung der DVD-Audio zu nutzen.

DVD-Ton ist mit einer eingebetteten Signalgebung oder einer digitalem Wasserzeichen-Funktion kopiergeschützt. Sie benutzt eine Signalverarbeitungstechnologie, um dem Ton eine digitale Signatur und optionale Verschlüsselungskeys in Form von angeblich unhörbarem Rauschen hinzuzufügen, so daß neue Ausstattung kopierten Ton erkennt und sich weigert, ihn abzuspielen. Vorschläge von Aris, Blue Spike, Cognicity, IBM und Solana wurden von den großen Musikfirmen in Verbindung mit der 4C-Entität, die IBM, Intel, Matsushita und Toshiba umfaßt, bewertet. Aris und Solana fusionierten und bildeten eine neue Firma, genannt "Verance", dessen Galaxy-Technologie August 1999 für DVD-Audio ausgewählt wurde. (November 1999 wurde das Verance-Wasserzeichenverfahren ebenfalls für SDMI ausgewählt.) Verance und 4C behaupteten, daß Tests zum Verfahren ergaben, daß es unhörbar ist, aber sehr gut Hörende waren bei späteren Tests in der Lage, daß Wasserzeichenrauschen zu erkennen.

Sony und Philips haben ein konkurrierendes Super-Audio-CD-Format entwickelt, das DVDs benutzt. (Siehe 3.6.1 für Details.) Sony veröffentlichte Version 0.9 der SACD-Spezifikationen im April 1998, die endgültige Version erschien im April (?) 1999. SACD-Technologie ist für Sony/Philips-CD-Lizenznehmer ohne weitere Kosten verfügbar. Die allerersten SACD-Veröffentlichungen waren in Stereo gemixt, nicht in Mehrkanal. SACDs sollten ursprünglich für "Legacy / Vermächtnis"-Discs sorgen, die zwei Schichten haben: eine, die im vorhandenen CD-Playern spielt, plus eine Schicht mit hoher Dichte für DVD-Audio-Player, aber technische Schwierigkeiten hielten Dual-Format-Discs davon ab, vor Ende 2000 produziert zu werden und dann nur in kleinen Mengen. Pioneer, die Firma, die Ende 1999 die ersten DVD-Audio-Player in Japan veröffentlichte, fügte SACD-Unterstützung in ihre Player ein. Wenn andere Hersteller dem Beispiel folgen, könnte die ganze SACD-versus-DVD-Audio-Standards-Debatte erörtert werden, weil DVD-Audio-Player beide Disctypen spielen würden.

Sony brachte Mai 1999 einen SACD-Player in Japan für den Preis von 5.000$ (Tränen inklusive) heraus. Der Player wurde Ende 1999 in geringen Mengen in den USA auf den Markt gebracht. Philips veröffentlichte Mai 2000 einen 7.500$-Player. Sony verschiffte Mitte 2000 einen 750$-SACD-Player nach Japan. Um die 40 SACD-Titel waren Ende 1999 verfügbar, von Studios wie DMP, Mobile Fidelity Labs, Pioneer, Sony und Telarc. Ende 2001 waren über 500 Titel verfügbar.

Ein Nachteil in Verbindung mit DVD-Audio- und SACD-Player ist, daß die meisten 6-Kanal-Audioreceiver mit analogem Eingang nicht in der Lage sind, den Baß zu regeln. Receiver mit Dolby Digital- und DTS-Dekodern haben ein internes Baßmanagement, aber 6-Kanal-Analogeingänge werden üblicherweise einfach durch den Verstärker gegeben. Ohne volles Baßmanagement bei 6-Kanal-Analogeingängen wird jede Audioeinrichtung, die keine Lautsprecher für alle Klangspektren für alle 5 Surround-Kanäle hat, die Baßfrequenzen nicht richtig reproduzieren.

Wenn Sie darin interessiert sind, das beste aus einem DVD-Audio oder SACD-Player zu machen, brauchen Sie einen Receiver mit 6-Kanal-Analogtoneingängen. Sie brauchen des weiteren 5 Vollfrequenzlautsprecher (das heißt, daß jeder Lautsprecher die Subwooferfrequenzen ausgeben kann) und einen Subwoofer, es sei denn, Sie haben einen Receiver, der Baßmanagement für die analogen Eingänge unterstützt, oder Sie haben eine externe Baßmanagementbox wie von Outlaw Audio.

Für mehr von DVD-Audio, incl. Listen von Titeln und Playermodellen, besuchen Sie Digital Audio Guide (übersetzt).

[1.12.1] Was ist der Unterschied zwischen DVD-Audio-Discs und DVD-Music-Discs?

DVD-Music ist eigentlich kein offizielles DVD-Format, ist aber ein häufig gebrauchter Name für DVD-Video-Discs, die hauptsächlich Musik enthalten. Eine DVD-Music-Disc läßt sich auf jedem Standard-DVD-Player mit dem Video oder den Standbildern, die den Ton begleiten, abspielen. Wie schon in 1.12 erklärt, enthält eine DVD-Audio-Disc spezielle originalgetreue Audiotracks, die man nur in DVD-Audio-Playern abspielen kann.

[1.13] Welche Studios unterstützen DVD?

Alle großen Filmstudios und die meisten großen Musiklabels unterstützen DVD.

Als die DVD-Player Anfang 1997 verfügbar wurden, veröffentlichten nur Warner und Polygram als zwei der großen Filmstudios Titel. Zusätzliche Titel waren von kleinen Herausgebern verfügbar. Die anderen Studios traten dem Lager der DVD erst allmählich bei (siehe 6.2 für eine komplette Liste, siehe 1.6 für Filminfos). Dreamworks war das letzte bedeutsame Studio, das volle DVD-Unterstützung ankündigte. Paramount, Fox und Dreamworks unterstützten anfangs nur Divx, aber im Sommer 1998 kündigten sie die Unterstützung der freien DVD an.

[1.14] Kann eine DVD vom Fernsehen/Videorekorder/etc. aufgenommen werden?

Ja, wenn Sie einen DVD-Rekorder haben. Als die DVD 1997 ursprünglich eingeführt wurde, gab es nur Player. Die meisten heute verkauften DVD-Einheiten sind immer noch nur Abspielgeräte, aber Rekorder sind erhältlich und erschwinglich. DVD-Video-Rekorder erschienen erstmals Ende 1999 in Japan und im Rest der Welt Ende 2000. Anfangs waren die Einheiten teuer: 2.500$ bis 4.000$, aber heutzutage gibt es sie schon für unter 100$. DVD-Rekorder werden zu Satelliten- und Kabelreceivern, Festplattenrekordern und anderen modernen Unterhaltungselektronikgeräten hinzugefügt.

Ein DVD-Rekorder arbeitet wie ein VCR - er hat einen Tuner und A/V-Eingänge und er kann darauf programmiert werden, Sendungen aufzunehmen. Ein bedeutsamer Unterschied ist, daß man nie zurück- oder vorspulen muß - Aufnahmen auf der Disc sind sofort verfügbar, für gewöhnlich von einem Bildschirmmenü. Viele DVD-Rekorder enthalten einen electronic program guide / elektronischen Programmführer (EPG), der eine TV-Bildschirmliste ausgibt, von der man sich Sendungen zum Aufnehmen auswählen kann (man muß nicht den Tag, die Zeit, den Kanal usw. per Hand eingeben). Obwohl DVD-Rekorder digital aufzeichnen, sind die meisten Eingänge analog und werden im Rekorder digitalisiert. Zu 2006 gab es keine DVD-Rekorder mit Digitaltunern, also können sie nicht direkt digitale Ausstrahlungen wie U.S.-DTV oder europäisches DVB aufnehmen.

Beachten Sie, daß die DVD-Videorekorder die meisten geschützten DVD-Film-Discs nicht kopieren können.

Unglücklicherweise gibt es mehr als nur ein Aufnahmeformat und sie spielen nicht gut zusammen. Es ist nicht wie der alte "VHS-versus-Betamax-Kampf", wie Viele in der Presse es Sie glauben machen möchten, aber es ist ziemlich verwirrend. Siehe 4.3 um noch mehr durcheinander zu kommen.

Seien Sie von den DVD-Schreiblaufwerken für Rechner nicht noch mehr verwirrt (DVD-Brenner) (siehe 4.3). Diese Rekorder können Daten speichern, aber, um voll funktionsfähige DVD-Videos zu erstellen, benötigen Sie zusätzliche Software für die Videokodierung (MPEG), Tonkodierung (Dolby Digital, MPEG oder PCM), Navigations- und Kontrolldatenerstellung usw. (siehe 5.4 und 5.8).

[1.15] Was passiert, wenn ich die Disc zerkratze? Sind die Discs nicht zu empfindlich, um verliehen zu werden?

Kratzer verursachen kleinere Datenfehler, die einfach korrigiert werden können. Das heißt, die Daten werden unter Nutzung von wirksamen Fehlerkorrekturtechniken, die sogar bei großen Kratzern ohne Verlust Daten wiederherstellen können, auf DVD gespeichert. Eine übliche Fehlannahme ist, daß ein Kratzer auf einer DVD wegen der höheren Speicherdichte und der starken Videokompression verheerender ist als ein Kratzer auf einer CD. Die DVD-Datendichte (sagen sie das schnell zehnmal hintereinander!) ist physikalisch viermal so hoch wie die einer CD-ROM, es ist also wahr, daß ein Kratzer mehr Daten beeinflußt. Aber die DVD-Fehlerkorrektur ist mindestens zehnmal besser als bei der CD-ROM und macht die Dichteerhöhung mehr als wett. Es ist außerdem von Bedeutung, daß man versteht, daß MPEG-2 und Dolby-Digital-Kompression zum Teil auf der Entfernung oder Verminderung von nicht hörbarer Information basieren, also vermehrt die Dekompression die Daten nicht soweit, wie vielleicht angenommen wird. Große Kratzer können unkorrigierbare Fehler verursachen, die einen I/O-(Eingabe/Ausgabe-)Fehler auf einem Rechner erzeugen oder sich als augenblicklicher Störung im DVD-Videobild bemerkbar machen. Paradoxerweise können manchmal kleinste Kratzer die ärgsten Fehler erzeugen (wegen der ungewöhnlichen Ausrichtung und Reflektion des Kratzers). Es gibt viele Schemata, wie man Fehler in MPEG-Video verbergen kann, welche in zukünftigen Playern genutzt werden können.

Siehe 1.39 für Informationen über die Pflege und Reinigung von DVDs.

Besonders die DVD Computer Advisory Group bat nach keinen obligatorischen Caddys oder anderen schützenden Trägern. Man sollte bedenken, daß Laserdiscs, Musik-CDs und CD-ROMs ebenfalls anfällig für Kratzer sind, aber viele Videoläden und Bibliotheken sie trotzdem verleihen. Die großen Ketten wie Blockbuster und West Coast Entertainment verleihen DVDs in vielen Orten. Die meisten Berichte über Verleihdiscleistungen sind positiv, trotzdem: wenn sie ein Problem beim Abspielen einer Leihdisc haben, untersuchen Sie sie nach Kratzern.

[1.16] VHS ist gut genug, warum sollte ich mir etwas aus DVD machen?

Die Hauptvorteile einer DVD sind Videoqualität, Raumklang und Zusatzfunktionen (siehe 1.2). Zusätzlich wird die DVD sich nicht zersetzen, wenn sie alt ist oder oft gespielt wurde, wie es beim Videoband der Fall ist (was ein Vorteil für Eltern ist, deren Kinder sich zweimal in der Woche ein Disney-Video anschauen!). Es ist dasselbe, das CDs mehr zum Sammelgegenstand werden läßt als Kassetten. Erwähnte ich schon die Videoqualität? Je besser Ihr Fernseher, desto größer ist der Unterschied in der Bildqualität zwischen VHS und DVD.

Wenn davon nichts auf Sie zutrifft, ist VHS wahrscheinlich gut genug.

[1.17] Ist die Verpackung anders als bei der CD?

Hersteller waren besorgt darüber, daß ihre Kunden annehmen würden, daß DVDs in ihren CD-Playern spielen, also wollten sie eine andere Verpackung. Die meisten DVD-Verpackungen sind so breit wie eine CD-Jewel-Box (etwa 5 5/8 Zoll / 14,3cm) und so hoch wie VHS-Boxen (etwa 7 3/8 Zoll / 18,7cm), wie es von der Video Software Dealers Association (VSDA) vorgeschlagen wurde. Jedoch wird niemand dazu gezwungen, eine größere Verpackungsgröße zu benutzen. Einige Firmen benutzen Standard-Jewel-Cases oder Papier- und Vinylhüllen. Divx-Discs kamen in Karton und Plastik-Q-Pack-Cases in derselben Größe wie ein CD-Jewel-Case.

Die meisten Filme sind in Amaray-"keep case"s verpackt, einer Muschelhülle komplett aus Plastik mit durchsichtigen Vinyltaschen für die Einlagen, was beliebt bei den Kunden ist. Time Warners "Snapper", einer Papphülle mit Plastiklippe, sind weniger beliebt. Es gibt außerdem eine "super jewel box", die Stretch-Limo-Version eines CD-Jewel-Case, die in Europa üblich ist. 

[1.18] Was ist eine Dual-Layer-Disc? Wird sie in allen Playern funktionieren?

Eine Dual-Layer-Disc hat zwei Schichten mit Daten, eine davon ist halbtransparent, so daß der Laser durch sie fokussiert werden kann und die zweite Schicht lesen kann. Weil beide Schichten von derselben Seite gelesen werden, kann eine Dual-Layer-Disc fast doppelt soviel wie eine Single-Layer-Disc enthalten, üblicherweise vier Stunden Video (siehe 3.3 für Details). Viele Discs benutzen zwei Schichten. Anfangs gab es nur ein paar Preßanlagen, die Doppelschicht(Dual Layer)-Discs herstellen konnten, aber heute haben die meisten Anlagen diese Fähigkeit. Die zweite Schicht kann entweder ein PTP- (parallel track path / Parallelspurweg) Layout haben, bei dem beide Spuren parallel laufen (für unabhängige Daten oder spezielle Umschalteffekte) oder ein OTP- (opposite track path / entgegengesetzer Spurweg) Layout, bei dem die zweite Spur in einer entgegengesetzten Spirale verläuft,; das heißt, der Lesekopf liest vom Inneren der ersten Schicht nach außen hin und dann beginnend beim Äußeren der zweiten Schicht. Das OTP-Layout, auch "RSDL" (reverse-spiral dual layer / Gegenspiraldoppelschicht) genannt, ist für fortlaufende Wiedergabe über beide Schichten konzipiert. Wenn der Laserlesekopf das Ende der ersten Schicht erreicht, ändert er den Fokus auf die zweite Schicht und beginnt mit der Zurückbewegung hin zur Mitte der Disc. Der Schichtwechsel kann überall im Video erfolgen; es muß kein Kapitelpunkt sein. Es gibt keine Garantie, daß das Umschalten zwischen den Schichten nahtlos sein wird. Der Schichtwechsel ist auf einigen Playern nicht sichtbar, aber er kann das Video einen Bruchteil einer Sekunde oder bis zu vier Sekunden auf anderen Playern einfrieren. Die "Nahtlosigkeit" hängt davon ab, wie die Disc vorbereitet ist und, wie das Design des Players ist. Der Vorteil von zwei Schichten ist, daß lange Filme höhere Datenraten benutzen können, um höhere Qualität zu erreichen als bei der einschichtigen Disc. Siehe 1.27 für weiteres über Schichtwechsel.

Es gibt verschiedene Wege, eine Dual-Layer-Disc zu erkennen: 1.) die goldene Farbe, 2.) ein Menü auf der Disc, bei dem man eine Wide- oder Fullscreenversion auswählen kann, 3.) zwei Seriennummern auf einer Seite.

Die DVD-Spezifikation fordert, daß Player und Laufwerke Dual-Layer-Discs lesen können. Es gibt sehr wenige Einheiten, die Probleme mir Dual-Layer-Discs haben - dies ist dann ein Entwurfsfehler, der gratis vom Hersteller korrigiert werden sollte. Einige Discs sind für einen "nahtlosen Übergang" konzipiert, der technisch über das hinausgeht, was die Spezifikationen erlauben. Das verursacht auf einigen älteren Playern Probleme.

Alle Player und Laufwerke spielen außerdem doppelseitige Discs, wenn Sie sie umdrehen. Kein Hersteller hat ein Modell angekündigt, das beide Seiten spielt, abgesehen von ein paar DVD-Jukeboxen (~es?). Die zusätzlichen Kosten wären schwer zu rechtfertigen, weil Discs über vier Stunden Video auf einer Seite mit zwei Schichten enthalten kann. (Frühere Discs hatten zwei Seiten, weil die Dual-Layer-Produktion nicht weit verbreitet war. Das ist nicht länger ein Problem.) Pioneer-LD/-DVD-Player können beide Seiten einer Laserdisc abspielen, aber nicht die der DVD. (Siehe 2.12 für Hinweise über das Lesen beider Seiten gleichzeitig.)

[1.19] Ist DVD-Video ein weltweiter Standard? Funktioniert es mit NTSC, PAL, und SECAM?

Das Video auf einer DVD wird digital gespeichert, aber es ist für eines der beiden inkompatiblen Fernsehsysteme formatiert: 525/60 (NTSC) oder 625/50 (PAL/SECAM). Deshalb gibt es zwei Arten von DVDs: "NTSC-DVDs" und "PAL-DVDs". Einige Player spielen nur NTSC-Discs ab und andere PAL- und NTSC-Discs. Discs sind außerdem für verschiedene Regionen der Welt kodiert (siehe 1.10). NTSC ist das TV-Format, das in Canada, Japan, Mexico, den Philippinen, Taiwan, den Vereinigten Staaten und anderen Ländern benutzt wird. PAL ist das TV-Format, das in den größten Teilen Europas und Afrika und in China, Indien, Australien, Neuseeland, Israel, Nordkorea und anderen Ländern benutzt wird. (Siehe Tabelle.)

Fast alle DVD-Player, die in den PAL-Ländern verkauft werden, spielen beide Typen ab. Teilweise konvertieren diese Multi-Standard-Player NTSC in ein 60-Hz PAL- (4,43 NTSC) Signal. Der Player benutzt das PAL 4,43-MHz-Farbdifferenzträgerkodierungsformat, aber behält die 525/60 NTSC-Abtastrate. Die meisten modernen PAL-Fernseher kommen mit diesem "Pseudo-PAL-"Signal klar. Einige wenige Multi-Standard-PAL-Player geben echtes 3,58-NTSC von NTSC-Discs aus, was einen NTSC-Fernseher oder einen Multi-Standard-Fernseher nötig macht. Einige Player haben einen Schalter, mit dem man zwischen 60-Hz-PAL oder echtem NTSC-Ausgang wählen kann, wenn man NTSC-Discs abspielt. Es gibt einige Standards konvertierende PAL-Player, die von einer NTSC-Disc in den Standard-PAL-Ausgang für ältere PAL-Fernseher konvertieren. Richtige "on the fly"-Standardskonvertierung macht teuere Hardware für das Skalieren, Temporalkonvertierung und Objektbewegungsanalyse nötig. Weil die Qualität bei der Konvertierung in Playern schlecht ist, erhält man mit einem 60Hz-PAL-Ausgang mit einem kompatiblen Gerät eine bessere Bildqualität als wenn man von NTSC nach PAL konvertiert. (Der Ton ist von der Videoumwandelung nicht betroffen.)

Die meisten NTSC-Player können keine PAL-Discs abspielen und die meisten NTSC-Fernseher funktionieren nicht mit PAL-Video. Eine sehr geringe Anzahl an NTSC-Playern (wie Apex und SMC) können PAL in NTSC konvertieren. Externe Konverterboxen sind außerdem verfügbar, wie z. B. der Emerson EVC1595 (350$). Hochqualitative Konverter sind von Firmen wie TenLab und Snell and Wilcox erhältlich.

Seien Sie Vorsichtig, einige Standards konvertierende Player können anamorphes Breitbildvideo nicht für 4:3-Displays umwandeln (siehe 1.22).

Die neuesten Softwaretools wie Adobes After Effects und Canopus' ProCoder leisten gute Arbeit beim Konvertieren von PAL nach NTSC bei geringen Kosten, aber sie sind nur für die Produktionsumgebung (Konvertieren, bevor das Video kodiert und als DVD gepreßt wird) passend. Siehe Snell and Wilcox' The Engineer's Guide to Standards Conversion und The Engineer's Guide to Motion Compensation für technische Details bei der Konvertierung.

Es gibt drei Unterschiede zwischen Discs, die für verschiedene Fernsehersysteme gedacht sind: Bilddimension und Pixelseitenverhältnis (720x480 versus 720x576), Anzeigebildfrequenz (29,97 versus 25) und Surroundtonoptionen (Dolby Digital versus MPEG-Audio). (Siehe 3.4 und 3.6 für Details.) Video von Film wird üblicherweise mit 24 Bildern/s kodiert, ist aber vorformatiert für eine der beiden benötigten Bildraten. Filme, die für PAL-Discs formatiert werden, werden üblicherweise um 4% bei der Wiedergabe beschleunigt, so daß der Ton entsprechend angepaßt werden muß, bevor er kodiert wird. Alle PAL-DVD-Player können Dolby-Digital-Tonspuren abspielen, aber nicht alle NTSC-Player können MPEG-Tonspuren abspielen. PAL und SECAM teilen sich dasselbe Scanformat, also sind die Discs für beide Systeme gleich. Der einzige Unterschied ist, daß SECAM-Player das Farbsignal im Format ausgeben, wie es SECAM-Fernseher benötigen. Beachten Sie, daß moderne Fernseher in den meisten Ländern auch PAL-Signale verarbeiten können, also können sie einen Player benutzen, der nur einen PAL-Ausgang hat. Nur für den Fall, das Sie einen älteren Nur-SECAM-Fernseher haben, brauchen Sie einen Player mit SECAM-Ausgang (und Sie brauchen wahrscheinlich eine SECAM-RF-Verbindung, siehe 3.1).

Ein Produzent kann sich für 525/60 NTSC-Video auf der einen Seite und 625/50 PAL auf der anderen Seite der Disc entscheiden. Die meisten Studios machen Dolby-Digital-Ton anstelle von MPEG-Tonspuren auf ihre PAL-Discs.

Wegen PALs höherer Auflösung benötigt das Video meist mehr Platz auf den Discs als bei den NTSC-Versionen. Siehe 3.4 für Details.

Es gibt eigentlich drei Typen DVD-Playern, wenn man die Rechner mitzählt. Die meiste DVD-PC-Soft- und Hardware kann gleichermaßen NTSC- und PAL-Video und Dolby-Digital- und MPEG-Audio abspielen. Einige PCs können das konvertierte Video nur auf dem Monitor darstellen, aber andere können es als Videosignal für den Fernseher ausgeben.

Fazit: NTSC-Discs (mit Dolby-Digital-Audio) spielen auf über 95% der DVD-Systeme weltweit. PAL-Discs lassen sich nur auf sehr wenigen Playern außerhalb der PAL-Länder abspielen. (Unabhängig von den Regionen - siehe 1.10.)

[1.20] Was ist mit Animation auf DVD? Wird sie nicht zu schlecht komprimiert?

Einige behaupten, daß Animation, besonders handgezeichnete Cell-Animation wie Cartoons und Anime, sich nicht gut mit MPEG-2 komprimieren läßt oder sogar größer als das Original wird. Andere behaupten, daß Animation so simpel ist, daß sie sich besser komprimieren läßt. Nichts davon ist wahr.

Angeblich verursacht der "Jitter" zwischen den Bildern Probleme, der durch Unterschiede bei den Zeichnungen oder bei ihrer Ausrichtung entsteht. Ein Animationsexperte bei Disney betonte, daß das bei modernen Animationstechniken nicht passiert. Und sogar, wenn es das würde, würde es die Motion-Estimation-Funktion von MPEG-2 kompensieren.

Wegen der Art, wie MPEG-2 ein Bild in Blöcke aufteilt und in Frequenzinformationen transformiert, kann es Probleme mit scharfen Kanten, die bei Animation üblich sind, haben. Dieser Verlust der hochfrequenten Information kann sich in Form von "Ringing" oder verschwommenen Flecken entlang der Kanten äußern ("Gibbs-Effekt" genannt). Jedoch tritt dieses Problem nicht bei den Datenraten auf, die üblicherweise bei der DVD genutzt werden.

[1.21] Warum müssen einige Discs umgedreht werden? Können DVDs nicht vier Stunden pro Seite enthalten?

Obwohl die Dual-Layer-Technologie der DVD (siehe 3.3) über vier Stunden fortlaufender Wiedergabe auf einer Seite erlaubt, sind einige Filme auf zwei Seiten der Disc aufgeteilt, was es erforderlich macht, daß die Disc irgendwann umgedreht werden muß. Die meisten "Flipper"-Discs existieren wegen der Produzenten, die zu faul sind, ihre Kompression zu optimieren oder eine Dual-Layer-Disc zu machen. Die bessere Bildqualität ist eine billige Ausrede für die höhere Datenrate; in vielen Fällen würde das Video besser aussehen, komprimierte man es sorgfältiger bei einer niedrigeren Bitrate. Der Mangel an Dual-Layer-Produktionskapazitäten ist ebenfalls eine lahme Ausrede; 1997 konnten wenige DVD-Pressen Dual-Layer-Discs herstellen, aber das ist nicht länger der Fall. Sehr wenige Player können automatisch die Disc umdrehen, aber das ist nicht mehr nötig, seitdem die meisten Filme mit unter vier Stunden Länge einfach auf eine Dual-Layer- (RSDL) Seite passen.

Film Vault bei DVD Review enthält eine Liste der "Flipper"-Discs. Hinweis: Ein Flipper ist nicht dasselbe wie eine Disc mit einer Widescreenversion auf der einen Seite und einer Pan-&-Scan-Version oder Ergänzungsmaterial auf der anderen.

[1.22] Warum ist das Bild gestaucht, wodurch die Objekte zu dünn aussehen?

Antwort: RTFM (read the fucking manual / lies das verdammte Handbuch; Anm. d. Übers.). Sie sehen ein anamorphes Bild, das für die Anzeige auf einem Widescreen-Fernseher gedacht ist. (Siehe 3.5 für technische Details). Sie müssen in das Setupmenü des Players gehen und ihm sagen, daß Sie einen Standard-4:3-Fernseher haben, keinen Widescreen-16:9-Fernseher. Er wird das Bild dann automatisch letterboxen, so daß Sie die volle Breite in den richtigen Proportionen sehen können.

In einigen Fällen kann das Seitenverhältnis der Disc, die gespielt wird, geändert werden (indem man den "Aspect"-Knopf auf der Fernbedienung drückt). Auf den meisten Playern muß man die Disc vor dem Ändern des Seitenverhältnisses anhalten. Einige Discs sind auf der einen Seite mit "Widescreen" beschriftet und auf der anderen mit "Standard" auf der anderen. Wenn Sie die Fullscreen-Version sehen wollen, müssen Sie die Disc umdrehen.

Siehe 1.38 für mehr über das Letterboxing.

Offensichtlich können die meisten Player, die von NTSC nach PAL oder vice versa umwandeln (siehe 1.19), nicht gleichzeitig ein anamorphes Bild letterboxen (oder "pan"en & "scan"en). Lösungen dafür wären, einen Widescreen-Fernseher, einen Multistandard-Fernseher oder einen externen Konverter zu nutzen. Oder sich einen besseren Player zu kaufen.

[1.23] Nutzen alle Videos Dolby Digital (AC-3)? Haben sie alle 5.1-Kanäle?

Die meisten DVD-Video-Discs enthalten Dolby-Digital-Tonspuren. Jedoch muß es nicht so sein. Einige Discs, besonders solche, die nur Ton enthalten, haben PCM-Spuren. Es ist möglich, aber selten, für eine 625/50- (PAL) Disc, daß sie MPEG-Audio enthält. Discs mit DTS-Ton müssen außerdem einen Dolbly-Digital-Audiotrack enthalten (in einigen seltenen Fällen haben sie eine PCM-Track). Siehe 1.32 für mehr über DTS.

Gehen Sie nicht davon aus, daß die "Doly Digital"-Bezeichnung eine Garantie für 5.1 Kanäle ist. Eine Dolby-Digital-Tonspur kann mono, dual mono, stereo, Dolby Surround stereo etc. sein. Zum Beispiel Blazing Saddles und Caddyshack haben monophone Tonspuren, also hat die Dolby-Digital-Tonspur auf diesen DVDs nur einen Kanal. Einige DVD-Verpackungen haben kleine Beschriftungen oder Symbole unter dem "Dolby Digital"-Logo, die die Kanalkonfiguration angeben. in einigen Fällen gibt es mehr als eine Dolby-Digital-Version von einer Tonspur: eine 5.1-Kanalspur und eine, die speziell für stereo Dolby Surround neu abgemischt wurde. Es ist absolut normal, daß Ihr Player "Dolby Digital" anzeigt, wenn der Receiver "Dolby Surround" anzeigt. Das bedeutet, die Disc enthält ein Zweikanal-Dolby-Surround-Signal, das im Dolby-Digital-Format kodiert ist.

Siehe 3.6 für weitere Details.

[1.24] Können DVDs "Laserzerfall" haben?

Vor den DVDs gab es Laserdiscs (siehe 2.6), welche gelegentlich von etwas beeinflußt wurden, was man gemeinhin Laserzerfall nennt: der Verfall der Aluminiumschicht aufgrund von Oxidation oder anderen chemischen Veränderungen. Das ist üblicherweise eine Folge von unzureichend reinem Metall für die Reflexionsschicht bei der Replikation, aber kann noch verschlimmert werden, wenn mechanische Scherbeanspruchung durch Biegen, Verziehen oder thermische Zyklen einwirkt (die Größe der Laserdiscs macht sie flexibel, so daß die Bewegung entlang der Bindung zwischen den Schichten die Versiegelung brechen kann - das wird "Delamination" / "Aufblättern" genannt). Eine Verschlechterung der Datenschicht kann von chemischen Verunreinigungsstoffen, Gasen in dem Kleber oder Luftfeuchtigkeit, die das Plastiksubstrat angreift, verursacht werden.

Wie Laserdiscs bestehen DVDs aus zwei aneinandergeklebten Platten, aber DVDs sind härter und benutzen neue Klebstoffe. DVDs sind aus Polycarbonat geformt, welches etwa zehnmal weniger Luftfeuchtigkeit absorbiert als das leicht hygroskopische Acryl (PMMA), das für Laserdiscs benutzt wird.

DVDs können auch Delaminationsprobleme haben, teilweise weil in einigen Fällen die Player die Discs zu fest am Innenloch halten. Delamination selbst kann Probleme verursachen (weil die Datenschicht nicht mehr länger in der richtigen Entfernung von der Oberfläche ist) und kann auch zu Oxidation führen. Delamination kann sich in Form von konzentrischen Ringen oder als "Fleck" um das Loch bemerkbar machen.

Bisher hatten DVDs wenige "DVD-Zerfall"-Probleme. Es gibt Berichte über ein paar Discs, deren Zustand schlechter wird, wahrscheinlich wegen der Delamination, des kontaminierten Klebers, der chemischen Reaktionen oder Oxidation der Reflexionsschicht (siehe mindspring.com/~yerington/ und www.andraste.org/discfault/discfault.htm). Die wahrscheinlichste Erklärung für den DVD-Verfall ist, daß während der Anfangsjahre der DVD (97-00) der Discverarbeitungsprozeß und die Materialien nicht so gut waren, wie sie hätten sein sollen. Viele Verbesserungen wurden seitdem gemacht, somit wurde das klitzekleine Problem noch kleiner.

Gelegentlich gibt es auch Berichte über "Trübheit" oder "Milchigkeit" in DVDs, welche durch schlechte Replikation verursacht werden können. Ein Beispiel ist, wenn das geschmolzene Plastik zu schnell abkühlt oder nicht unter genügend hohem Druck steht, um alle Formen in der Gußform auszufüllen (siehe archivierter Artikel von TapeDisc Business  für weiteres). Minimale Trübheit stört die Wiedergabe nicht und scheint sich nicht verschlechternd auszuwirken. Wenn Sie es mit Ihren bloßen Augen sehen können, ist es vermutlich keine Oxidation oder anderer Zerfall.

Die Folge des Verfalls ist, daß die Disc perfekt spielt, wenn sie neu war, aber später Probleme hat wie Überspringen, Einfrieren oder Bildzusammenbruch. Wenn eine Disc schlechter zu werden scheint, vergewissern Sie sich, daß sie nicht schmutzig, zerkratzt oder verbogen ist (siehe 1.39). Versuchen Sie sie zu reinigen und spielen Sie sie in anderen Playern ab. Wenn die Disc weiterhin Probleme aufweist, kann sie zerfallen sein. Wenn dem so ist, gibt es nichts, was sie tun könnten, um sie zu reparieren, also sollten Sie versuchen, einen Ersatz vom Verkäufer zu bekommen.

[1.25] Welche Titel sind nur Pan & Scan? Warum?

Einige Titel sind nur in Pan & Scan, weil kein Letterbox- oder anamorpher Transfer vom Film gemacht wurde. (Siehe 3.5 für weitere Infos zu Pan & Scan und anamorphen Formaten.) Weil Transfers 50.000 - 100.000$ kosten, mögen manche Studios denken, ein erneuter Transfer wäre nicht gerechtfertigt. In einigen Fällen ist der Originalfilm oder sind die Rechte dafür nicht mehr länger für einen Transfer verfügbar. Im Falle alter Filme - sie wurden bildschirmfüllend im 1,37- "Akademie"-Seitenverhältnis gedreht, so daß keine Widescreen-Version erstellt werden kann. Video, das mit TV-Kameras gedreht wird, wie Musikkonzerte, ist bereits im 4:3-Format.

Es gibt eine Liste von Pan & Scan-Titeln in der Film Vault bei DVD Review und in der Internet Movie Database (welche auch Discs mit gleichermaßen Widescreen- und Pan & Scan-Versionen enthält).

[1.26] Wie bekomme ich die Untertitel auf meinem Pioneer-Player weg?

Mit der Fernbedienung, drücken Sie "Subtitle", dann entweder "Clear" oder "0" (Null). Sie müssen die Menüs nicht benutzen.

[1.27] Warum friert die Wiedergabe manchmal für eine Sekunde ein?

Einige Filme, besonders solche, die über zwei Stunden lang oder mit einer hohen Datenrate kodiert sind, sind über zwei Schichten auf einer Seite der Disc verteilt. Wenn der Player zur zweiten Schicht wechselt, können Bild und Ton für den Moment einfrieren, in dem der Laser neu fokussiert wird und seine Stelle findet. Die Länge dieser Pause ist von Player und Disc abhängig. Die Hersteller suchen sich meist einen Punkt aus, an dem die Pause weniger auffällt. Diese Pause stellt keinen Defekt an der Disc dar. Siehe 1.18 für weitere Information.

Es gibt eine Liste von Schichtwechselpunkten in dem Film Vault bei DVD Review. Bitte senden Sie neue Zeiten an info@dvdreview.com.

[1.28] Auf der Disc steht "Dolby Digital". Warum bekomme ich nur 2-Kanal-Surroundklang?

Einige Discs (viele von Columbia TriStar) haben 2-Kanal-Dolby-Surround-Ton (oder nur stereo) auf Spur 1 und 5.1-Kanalton auf Spur 2. Einige Studios kreieren separate Tonabmischungen, die für Dolby Surround oder stereo optimiert sind, und sie meinen, daß die Standardspur der Mehrheit der genutzten Systeme entsprechen soll. Wenn Sie nicht die 5.1-Kanalspur auswählen (mit dem "Audio"-Knopf auf Ihrer Fernbedienung oder im Bildschirmmenü), wird der Player die voreingestellte 2-Kanalspur abspielen. (Einige Player haben eine Funktion, die automatisch den ersten 5.1-Track auswählt).

"Dolby Digital" heißt nicht zwingend 5.1 Kanäle. Siehe 1.23 und 3.6.

[1.29] Warum funktioniert die A-B-Wiederholfunktion auf einigen Discs nicht?

Fast alle Funktionen der DVD wie Suche, Pause und Scan können von der Disc deaktiviert werden, was den Player davon abhalten kann, zum Anfang des Segments zurückzusuchen. Wenn der Player die Zeitsuche zur Wiederholung benutzt, hat eine Disc mit nichtsequentieller Titelorganisierung nicht die Zeitcodeinformation, die der Player zur Suche braucht. In vielen Fällen wissen die Urheber nicht mal, daß sie die Benutzung der Widerholfunktion verhindert haben.

[1.30] Was ist der Unterschied zwischen erster, zweiter und dritter DVD-Generation?

Es gibt keine sinnvolle Antwort auf diese Frage, weil man eine andere Erwiderung von jedem erhält, den man fragt. Die Bezeichnungen "2. Generation" und "3. Generation" usw. bezieht sich gleichermaßen auf DVD-Video-Player und DVD-ROM-Laufwerke. Für gewöhnlich bedeuten sie einfach neuere Versionen der DVD-Wiedergabegeräte. Die Begriffe wurden (noch) nicht für DVD-Produkte genutzt, die aufnehmen können, videospielfähig sind etc.

Bezug nehmend auf einige Leute kam die zweite Generation der DVD-Player Herbst 1997 heraus und die dritte Generation der Player sind die, die Anfang 1998 herauskamen. Andere meinen, die zweite Generation der DVD werden die HD-Player sein (siehe 2.12), die nicht vor 2003 oder so herauskommen. Viele widersprüchliche Variationen zwischen diesen beiden Extremen treten auf, inklusive der Ansicht, daß DTS-kompatible Player oder Divx-Player oder Progressiv-Scan-Player oder 10-bit-Videoplayer oder Player, die The Matrix spielen können, die zweite, dritte oder vierte Generation bilden.

Die Sache ist bei den Rechnern etwas klarer, dort meint die zweite Generation (DVD II) die 2x DVD-ROM-Laufwerke, die CD-Rs lesen können und die dritte Generation (DVD III) sind meist 5x (oder manchmal 2x, 4,8x oder 6x) DVD-ROM-Laufwerke, einige davon können DVD-RAMs lesen und einige, die das RPC2-Format besitzen. Einige nennen RPC2-Laufwerke oder 10x-Laufwerke die vierte Generation. Siehe Abschnitt 4.2 für weitere Geschwindigkeitsinformationen. Siehe Abschnitt 1.10 für eine Erklärung zu RPC2.

[1.31] Was ist eine Hybrid-DVD?

Wollen Sie wirklich eine Antwort darauf? Ok, Sie haben danach gefragt...

  1. Eine Disc, die gleichwohl auf DVD-Video-Playern und DVD-ROM-PCs läuft. (Genauer gesagt eine Enhanced-DVD)
  2. Eine DVD-ROM-Disc, die auf Windows- und Mac-OS-Rechnern läuft. (Genauer gesagt eine Cross-Platform-DVD.)
  3. Eine DVD-ROM- oder DVD-Video-Disc, die auch Web-Inhalt für den Zugang ins Internet enthält. (Genauer gesagt eine WebDVD oder Enhanced-DVD.)
  4. Eine Disc, die DVD-Video- und DVD-Audio-Inhalt oder SACD-Inhalt enthält. (Genauer gesagt eine Universal- oder AV-DVD. Der DVD-Audio-Standard erlaubt das. Der SACD-Standard erlaubt offiziell kein Video, also ist es unklar, was ein SACD-Player mit einer hybriden SACD+DVD-Video-Disc machen würde.) Andere Variationen dieses Hybrids wären DVD-Audio- und SACD-Inhalt oder eine Disc mit allen drei Formaten.
  5. Eine Disc mit zwei Schichten - eine, die in DVD-Playern und eine, die in CD-Playern gelesen werden kann. (Genauer gesagt eine Legacy- oder CD-kompatible Disc.) Es gibt mindestens drei Variationen dieses Hybriden, obwohl meist nicht kommerziell erwerbbar:
    1. Ein 0,9- bis 1,2-mm-CD-Substrat verklebt auf die Rückseite eines 0,6-mm-DVD-Substrats. Eine Seite kann von CD-Playern gelesen werden, die andere von DVD-Playern. Die daraus resultierende Disc ist 0,6 mm dicker als eine Standard-CD oder -DVD, was auf Playern mit geringer Toleranz zu Problemen führen kann, außerdem auch auf Portables. Sonopress, die erste Firma, die diesen Typ ankündigte, nennt es DVDPlus. Umgangssprachlich ist sie als "fat disc / fette Scheibe" bekannt. Es gibt eine Variation, bei der ein 8-cm-Datenbereich in das 12-cm-Substrat eingelassen ist, so daß ein Label auf den äußeren Ring gedruckt werden kann.
    2. Ein 0,6-mm-CD-Substrat geklebt auf ein semitransparentes 0,6-mm-DVD-Substrat. Beide Schichten werden von derselben Seite gelesen, was vom CD-Player verlangt, daß er durch die halbtransparente DVD-Schicht liest, welches wiederum Probleme mit einigen CD-Playern verursacht. Der Trick besteht darin, daß die halbdurchsichtige Schicht für 780-nm-CD-Laser "unsichtbar" gemacht wird. Das ist das Format, das bei Hybrid-SACDs gebraucht wird.
    3. Ein 0,6-mm-CD-Substrat mit einer speziellen Brechungsummantelung, die eine 1,2-mm-Fokustiefe erzeugt, geklebt auf die Rückseite eines 0,6-mm-DVD-Substrats. Eine Seite kann von CD-Playern gelesen werden, die andere von DVD-Playern.
    4. Ein 0,6-mm-DVD-Substrat geklebt auf ein CD+DVD-Hybridsubstrat (#2 in diesem Teilabschnitt). Diese Disc wäre von SACD- und CD-Playern auf der einen Seite lesbar und von Standard-DVD-Playern auf der anderen (weil die meisten Standard-DVD-Player von einer Hybrid-Disc mit nur einer semitransparenten Schicht verwirrt werden).
  6. Eine Disc mit zwei Schichten oder zwei Sektionen, eine enthält gepreßte Daten (DVD-ROM) und eine wiederbeschreibbare (DVD-RAM oder andere) Medien für die Aufnahme. (Genauer gesagt eine DVD-PROMMixed-Media- oder Rewritable Sandwich-Disc.)
  7. Eine Disc mit zwei Schichten auf einer Seite und einer auf der anderen. (Genauer gesagt eine DVD-14.)
  8. Eine Disc mit eingebettetem Speicherchip für die Speicherung von angepaßten Benutzerdaten oder Zugangscodes. (Genauer gesagt eine chipped DVD.)
  9. Eine Disc, die eine fremdsprachige synchronisierte Tonspur und außerdem eine Untertitelspur in dieser Sprache hat.

Habe ich was vergessen?

[1.32] Was hat es mit DTS und DVD auf sich?

Digital Theater Systems Digital Surround ist ein Tonkodierformat ähnlich Dolby Digital. Es benötigt einen Dekoder, entweder im Player oder in einem externen Receiver. Siehe 3.6.2 für technische Details. Einige Leute behaupten, daß wegen des geringeren Kompressionlevels DTS besser klinge als Dolby Digital. Andere behaupten, es gäbe bedeutenden hörbaren Unterschied, besonders bei der typischen Datenrate von 768 kbps, welche 60% höher ist als bei Dolby Digital. Wegen vieler Abweichungen bei der Produktion, der Abmischung, beim Dekodieren und Vergleichspegel ist es fast unmöglich, die beiden Formate genau zu vergleichen (DTS verursacht üblicherweise eine höhere Lautstärke, was es in flüchtigen Vergleichen besser klingen läßt).

DTS machte ursprünglich die Kodierung innerbetrieblich, aber Oktober 1999 wurden DTS-Kodierer käuflich erwerbbar. DTS-Titel werden oft als spezielle Artikel angesehen, die für Audioenthusiasten gedacht sind, deshalb sind einige DTS-Titel auch als Nur-Dolby-Digital-Version erhältlich.

DTS ist ein optionales Format auf der DVD. Im Gegensatz zu unwissenden Behauptungen hatte die DVD-Spezifikation einen ID-Code für DTS seit 1996 (bevor die Spezifikation überhaupt fertig war). Weil DTS langsam bei der Veröffentlichung der Kodierer und Testdiscs war, ignorierten Player, die vor Mitte 1998 (und viele danach) hergestellt wurden, die DTS-Spuren. Einige wenige Demodiscs wurden 1997 hergestellt, die die DTS-Daten in einen PCM-Track eingebettet hatten (dieselbe Technik, die bei CDs und Laserdiscs genutzt wird) und das waren die einzigen DTS-DVD-Discs, die auf allen Playern funktionieren. Neue DTS-kompatible Player gab es Mitte 1998, aber Kinoversion-DTS-Discs, die die DTS-Audiostream-ID benutzten, erschienen nicht vor dem 7. Januar 1999 (sie sollten nach Plan eigentlich Weihnachten 1997 erscheinen). Mulan, eine Direkt-zu-Video-Animation (nicht der Disneyfilm) mit DTS-Tonspur erschien November 1998. DTS-kompatible Player tragen ein offizielles "DTS Digital Out"-Logo.

Dolby-Digital- oder PCM-Ton wird auf einer 525/60 (NTSC) Discs benötigt und, weil PCM und DTS zusammen üblicherweise nicht genug Platz für qualitative Videokodierung eines Spielfilms lassen, hat im Grunde jede Disc mit DTS-Tonspur eine Dolby-Digital-Tonspur. Das bedeuted, daß alle DTS-Discs in allen DVD-Playern funktionieren, aber ein DTS-kompatibler Player und ein DTS-Dekoder werden für die Wiedergabe des DTS-Tracks benötigt. DTS-Audio-CDs funktionieren auf allen DVD-Playern, weil die DTS-Daten in Standard-PCM-Tracks gekapselt sind, die unberührt an den digitalen Tonausgang gesandt werden. DTS-Discs enthalten oft eine Dolby-Digital-2.0-Tonspur im Dolby-Surround-Format anstelle einer Dolby-Digital-5.1-Tonspur.

[1.33] Warum ist das Bild schwarz-weiß oder getönt?

Sie haben eventuell einen Ihrer Komponentenausgänge (meist in den Farben Rot, Grün, Blau) von Ihrem DVD-Player mit dem Composite-Eingang Ihres Fernsehers verbunden. Verbinden Sie gelb mit gelb. Siehe Abschnitt 3.2 für Anschlußdetails. Außerdem sollten Sie, wenn Sie per Komponentenvideo übertragen, die drei Kabel überprüfen, um sicher zu gehen, daß nicht etwa eines von ihnen abgetrennt wurde oder einen Kurzschluß hat und, daß sie in der rechten Reihenfolge verbunden sind.

Wenn Sie in einem Land mit PAL leben (die meisten Länder außerhalb der USA, Kanadas und Japans), spielen Sie vielleicht eine NTSC-Disc in einem PAL-Player ab, aber Ihr PAL-Fernseher kann das Signal nicht verarbeiten. Wenn Ihr Player einen Schalter oder eine Bildschirmmenüeinstellung hat, bei der man das Ausgabeformat für NTSC-Discs einstellen kann, sollte es das Problem lösen, wenn man auf PAL (60 Hz) stellt. Siehe Abschnitt 1.19 für weitere Informationen.

[1.34] Warum sind beide Seiten in Vollbild/Fullscreen, wenn doch eine Seite Breitbild/Widescreen sein sollte?

Viele DVDs sind auf der einen Seite mit Widescreen (16:9) und Standard (4:3) auf der anderen gekennzeichnet. Wenn Sie denken, beide Seiten seien dieselbe, sehen Sie wahrscheinlich unkomprimiertes 16:9 auf der Widescreen-Seite. Es mag wie Vollbild-4:3 aussehen, aber wenn Sie genauer hinsehen, werden Sie bemerken, dass das Bild horizontal gestaucht ist. Das Problem besteht darin, dass Ihr Player für einen Widescreenfernseher eingestellt wurde. Siehe 1.22 für Details.

[1.35] Warum sind Ton und Bild asynchron?

Es hat zahlreiche Berichte von "Lippensynchronitäts"problemen gegeben, wobei der Ton dem Bild etwas hinterherhinkt oder vorauseilt. Die Wahrnehmung von Synchronitätsproblemen ist sehr subjektiv; einige Leute werden davon belästigt und andere können es nicht wahrnehmen. Probleme wurden für eine Vielzahl von Playern berichtet (besonders die Pioneer 414- und 717- Modelle, vielleicht alle Pioneer Modelle, einige Sony-Modelle incl. der 500er-Serie und der PS2, einige Toshiba-Modelle incl. des 3109 und einige PC-Dekoderkarten). Einige Discs sind außerdem problematischer (besonders Bube, Dame, König, grAs; Lost In Space; TRON; Ein Zwilling kommt selten allein und Austin Powers).

Die Ursache eines Synchronitätsproblems ist eine komplexe Zusammenwirkung vierer Faktoren

  1. Falsche Synchronisation beim Bild/Ton-Kodieren oder DVD-Video-Formatieren.
  2. Schlechte Synchronisation bei der Filmproduktion oder -verarbeitung (besonders beim Nachsynchronisieren oder Durchschleifen).
  3. Große Synchronitätstoleranzen des Players.
  4. Verzögerung im externen Dekoder/Receiver.

Faktor 1 oder 2 muß üblicherweise vorhanden sein, damit Faktor 3 oder 4 bemerkbar werden. Einige Discs mit ernsthaften Synchronitätsproblemen wurden nach einem erneuten Kodieren, um das Problem zu beheben, neu herausgebracht. In einigen Fällen kann das Synchronitätsproblem gelöst werden, indem man die Wiedergabe stoppt und dann neu startet oder, indem man den Player ausschaltet, ein paar Sekunden wartet und ihn dann wieder einschaltet.

Ein guter Weg, den Player zu testen ist, sich gleichzeitig den analogen und digitalen Ausgang anzuhören (spielen Sie den digitalen Ausgang über ihre Stereoanlage und das analoge Signal über Ihren Fernseher ab). Wenn der Ton widerhallt oder hohl klingt, verzögert der Player das Signal und ist deshalb der Hauptgrund des Synchronitätsproblems.

Leider gibt es keine einfache Antwort und keine einfache Reparaturmöglichkeit. Mehr Beschwerden von Kunden sollten die Hersteller motivieren, das Problem ernster zu nehmen und es bei zukünftigen Playern oder durch Firmwareupgrades zu korrigieren. Pioneer gab ursprünglich bekant, daß man bei der Veränderung der audiovisuellen Synchronisation ihrer Player "um die Softwarequalität zu kompensieren bei der Bildleistung Zugeständnisse machen muß." Seither hat Pioneer das Problem auf den neuen Playern gelöst. Wenn Sie ein älteres Modell haben, schauen Sie bei Pioneer vorbei, um nach Upgrades zu sehen.

Für viel mehr Details siehe Michael D.s Pioneer Audio Sync-Seite.

[1.36] Warum wechselt das Bild zwischen hell und dunkel?

Sie sehen die Auswirkungen des Macrovision-Kopierschutzes (siehe 1.11), wahrscheinlich weil Sie Ihren DVD-Player über Ihren VCR oder Ihre VCR/TV-Kombination laufen lassen (siehe 3.2.1).

[1.37] Wie findet man "Easter eggs/ Ostereier" und andere versteckte Funktionen?

Einige DVD-Filme enthalten versteckte Funktionen, meistens "Easter eggs" genannt. Das sind Extraszenen oder Videoclips, die von den Entwicklern auf der Disc versteckt wurden. Zum Beispiel "Dark City" enthält Szenen von "Lost in Space" und "Twin Peaks" vergraben in den Biographieseiten von William Hurt und Keifer Sutherland. Es gibt außerdem ein amüsantes "Shell Beach"-Spiel verflochten zwischen den Menüs. Auf "Mallrats", eventuell andeutend, daß DVD schon zu postmodern geworden ist, als es ihr gut tut, gibt es einen versteckten Clip vom Regisseur, der sagt, man solle aufhören, nach Easter eggs zu suchen und besser etwas nützliches tun.

Es macht mehr Spaß, selbst nach versteckten Funktionen zu suchen, aber wenn Sie etwas Hilfe benötigen, hier gibt es die beste Liste: DVD Review.

[1.38] Wie werde ich die schwarzen Balken oben und unten los?

Die schwarzen Balken sind ein Teil des Letterbox-Prozesses (siehe 3.5) und in vielen Fällen kann man sie nicht loswerden, selbst wenn man einen Breitbildfernseher hat. Wenn Sie die Anzeigeoption Ihres Players auf "Pan & Scan" setzen (manchmal "Vollbild / Fullscreen" oder "4:3" genannt) anstelle von "Letterbox" setzen, wird das nicht viel bringen, weil fast kein DVD-Film veröffentlicht wurde, der diese Funktion aktiviert hat. Wenn Sie den Player auf 16:9-Widescreenausgang stellen, macht das die Balken kleiner, jedoch wird ein großes, gestrecktes Bild auf einem Standardfernseher entstehen.

In einigen Fällen sind Vollbild- und Letterboxversionen des Films auf derselben Disc, mit einer Vielfalt an Möglichkeiten, die bildschirmfüllende Version zu bekommen (meisten funktioniert nur einer, also mögen Sie vielleicht alle drei ausprobieren müssen):

  1. Probieren Sie die Rückseite der Disc aus (wenn Sie doppelseitig ist)
  2. Schauen Sie nach einer Fullscreen-Auswahl im Hauptmenü
  3. Benutzen Sie die "Aspect"-Taste Ihrer Fernbedienung

DVD wurde entworfen, um Filme so gut wie möglich auf Fernsehern aussehen zu lassen. Weil die meisten Filme breiter als die Standard-Fernseher sind, bewahrt Letterboxing das Format der Kinopräsentation. (Niemand scheint sich zu beschweren, daß im Kino das obere und untere Ende abgeschnitten wird.) DVD ist auf die Fernsehgeräte der Zukunft vorbereitet, welche widescreen sind. Deswegen und aus anderen Gründen sind viele Filme auf DVD nur im Widescreen-Format verfügbar.

Etwa zwei Drittel der Widescreenfilme werden im 1,85- (flat) Seitenverhältnis oder weniger gedreht. In diesem Fall ist die wirkliche Größe des Bildes auf Ihrem Fernseher für die eine Letterboxversion und eine Vollbild-Version dieselbe, es sei denn, die Pan & Scan-Technik wird zur Vergrößerung des Bildes genutzt (was Teile des Bildes abschneidet). In anderen Worten - das Bild hat dieselbe Größe mit zusätzlichen Bereichen oben und unten in der Vollbild-Version. In weiteren anderen Worten: Letterboxing überdeckt die Teile des Bildes, die auch im Kino verdeckt waren, oder es erlaubt dem ganzen Widescreenbild, für Filme, die breiter als 1,85 sind, sichtbar zu sein, in dem Fall ist das geletterboxte Bild kleiner und hat weniger Details als eine Pan & Scan-Version hätte.

Wenn Sie einen Breitbildfernseher haben, vergewissern Sie sich, daß er auf 16:9-Breitbildausgang gestellt ist. Die meisten Breitbildfilme füllen den Schirm aus, aber einige Filme sind in einem Bildverhältnis von etwa 2,4 gedreht. Diese Filme sind meist letterboxed, um in das 1,78-Bildverhältnis Ihres Fernsehers zu passen, deshalb können Sie nichts gegen die schwarzen Balken unternehmen. Seien Sie einfach froh, daß sie schmaler sind als sie es auf einem Standardfernseher wären.

Wenn keine Vollbild-Version des Films auf der Disc ist, ist eine Lösung, einen DVD-Player mit Zoom-Funktion zu benutzen, um das Bild genügend zu vergrößern, um bildschirmfüllend zu sein. Dies wird die Seiten des Bildes abschneiden, aber in vielen Fällen ist es ein ähnlicher Effekt wie beim Pan-and-scan-Prozeß. Denken Sie einfach, es ist ein "selbstgemachtes Pan and scan."

Für eine detaillierte Erklärung, warum die meisten Filmliebhaber Letterboxing präferieren, siehe Letterbox/Widescreen Advocacy Page. Für eine Erklärung zu anamorphem Widescreen und Links zu weiteren Informationen und Beispielen auf anderen Websites siehe 3.5.

Die beste Lösung dieses ganzen Durcheinanders könnte ein FlikFX Digital Recomposition System, "dem größten Fortschritt in der Unterhaltung in 57 Jahren", sein.

[1.39] Wie sollte ich DVDs reinigen und pflegen?

Weil DVDs von einem Laser gelesen werden, sind sie unempfindlich gegen Fingerabdrücke, Staub, Flecken und Kratzer (siehe 1.15 für weitere Informationen). Jedoch können Oberflächenverschmutzung und Kratzer Datenfehler verursachen. Auf einem Videoplayer variieren Datenfehler von kleineren Videoartefakten bis hin Einzelbildüberspringung oder kompletter Unabspielbarkeit. Also ist es eine gute Idee, die Discs zu pflegen. Generell sollte man sie so behandeln wie CDs.

Ihr Player kann nicht von einer zerkratzten oder verschmutzten Disc beschädigt werden, sofern keine Tropfen schlechter Substanz von ihr auf die Linse tropfen. Es ist trotzdem das beste, Ihre Discs sauberzuhalten, was außerdem das Innenleben Ihres Players sauberhält. Versuchen Sie nicht, eine angebrochene Disc abzuspielen, sie könnte zertrümmern und Ihren Player beschädigen. Es macht nichts, wenn Sie die Disc im Player lassen, auch wenn sie pausiert ist oder noch rotiert; die Discs aber unbeaufsichtigt tagelang weiterlaufen zu lassen könnte keine so gute Idee sein.

Im allgemeinen gibt es keinen Grund, die Linse Ihres Players zu reinigen, weil die Luft, die von der rotierenden Disc bewegt wird, sie sauber hält. Wenn Sie jedoch eine Säuberungsdisc in Ihrem CD-Player nutzen, möchten Sie dasselbe vielleicht für Ihren DVD-Player. Es ist ratsam, eine spezielle Reinigungsdisc für DVD-Player zu benutzen, weil es geringfügige Unterschiede in der Linsenpositionierung zwischen DVD- und CD-Spielern gibt.

Eine regelmäßige Ausrichtung des Lesekopfs ist nicht nötig. Manchmal kann der Laser aus der Ausrichtung rutschen, besonders nachdem der Player grob behandelt wurde, aber das ist nicht der Gegenstand regulärer Pflege.

Pflege und Zuführung von DVDs

Nur an der Mitte oder ganz außen berühren. Nicht die glänzende Oberfläche mit Ihren vom Popcorn fettigen Fingern anfassen.

Bei Nichtbenutzung in einer Schutzhülle aufbewahren. Die Disc bei der Herausnahme aus der Hülle nicht biegen und vorsichtig sein, daß Sie die Disc nicht zerkratzen, wenn Sie sie wieder in die Hülle zurück oder in die Playerschublade einlegen.

Vergewissern Sie sich ob des korrekten Sitzes der Disc in der Playerschublade, bevor Sie sie schließen.

Halten Sie die Disc von Radiatoren, Heizkörpern, heißen Equipmentoberflächen, direkter Sonneneinstrahlung (nahe einem Fenster oder im Auto bei warmen Wetter), Haustieren, Kleinkindern und anderen destruktiven Kräften fern. Die DVD-Spezifikation empfiehlt, daß die Disc bei einer Temperatur zwischen -20 und 50 °C (-4 und 122 °F) mit weniger als 15 °C (27 °F) Abweichung pro Stunde, bei einer relativen Feuchtigkeit von 5 bis 90 Prozent gelagert wird. Künstliches Licht und indirektes Sonnenlicht haben keine Wirkung auf replizierte (also gepreßte) Discs, weil sie aus Polycarbonaten, Polymerklebstoffen und Metall (üblicherweise Aluminium oder Gold) bestehen, nichts davon ist gravierend von der Aussetzung mit Sonnenlicht betroffen. Aussetzung in helles Sonnenlicht kann beschreibbare DVDs, insbesondere nur einmal beschreibbare DVDs (DVD-R and DVD+R) beeinflussen, die lichtempfindliche Farbstoffe benutzen. Magnetische Felder haben keinen Einfluß auf DVDs, also ist es in Ordnung, sie auf Ihren Lautsprechern liegen zu lassen.

Den Außenring einer DVD mit einem grünen Marker (oder jede andere Farbe) zu färben verursacht keinen Unterschied bei der Bild- oder Tonqualität. Die Daten werden auf der Grundlage der Pit- (Vertiefung) Interferenz bei einem Viertel der Laserwellenlänge gelesen, einer Distanz von weniger als 165 Nanometern. Ein bißchen Farbstoff, der im Durchschnitt 3 Millionen mal weiter weg ist, wird überhaupt nichts beeinflussen.

NIST hat einen 1-page guide und einen 50-page guide zur Discpflege vorbereitet.

DVDs reinigen und reparieren

Wenn Sie Probleme beim Abspielen einer Disc bemerken, können Sie sie eventuell durch einfaches Reinigen beseitigen.

Wenn Sie nach dem Reinigen immer noch Probleme mit der Disc haben, können Sie versuchen, einen oder mehrere Kratzer zu reparieren. Manchmal verursachen sogar haarfeine Kratzer Fehler, wenn sie einen ganzen Fehlerkorrekturblock / error correction (ECC) block überdecken. Untersuchen Sie die Disc, um Kratzer zu finden, behalten Sie im Gedächtnis, daß der Laser von unten mit dem Lesen beginnt. Es gibt im wesentlichen zwei Methoden, Kratzer zu reparieren: 1.) füllen oder ummanteln Sie den Kratzer mit einem optischen Material 2.) polieren Sie den Kratzer herunter. Es gibt viele kommerzielle Produkte, die entweder eines oder beides davon beherrschen, oder vielleicht möchten Sie das selbst mit Poliermittel oder Zahnpasta erledigen. Der Trick dabei ist, den Kratzer wegzupolieren, ohne daß neue dabei entstehen. Viele kleine Politurkratzer können unter Umständen mehr Schaden anrichten als ein großer Kratzer. Genauso wie beim Reinigen nur in radiale Richtung polieren.

Bibliotheken, Verleihgeschäfte und andere, die viele Discs reinigen müssen, möchten vielleicht in eine kommerzielle Poliermaschine investieren, die Discs nach fehlerhafter Handhabung bis zum tadellosen Zustand wiederherstellen können. Behalten Sie im Gedächtnis, daß die Datenschicht einer DVD nur halb so tief ist wie die einer CD, also kann eine DVD nur etwa halbmal sooft wieder aufpoliert werden.

[1.40] Was ist ein progressiver DVD-Player?

Ein Progressiv-scan-DVD-Player konvertiert das interlaced (480i oder 576i) Video von der DVD in das progressive (480p oder 576p) Format für die Verbindung zu einer Progressive-scan-Anzeige (31,5 kHz oder höher). Progressive Player funktionieren mit allen DVD-Titeln, aber bei Filmquellen liefern sie das beste Bild. Das Resultat ist eine signifikante Erhöhung der wahrgenommenen vertikalen Auflösung für ein detailliertes und filmartigeres Bild. Weil Computer Progressive-scan-Monitore verwenden, sind DVD-PCs nach der Definition Progressive-scan-Player, obwohl die Qualität ein ganzes Stück variiert (siehe 4.1 und 2.12).

Es gibt eine große Verwirrung, ob DVD-Video nun progressiv oder interlaced ist. Hier ist die einzige wahre Antwort: Progressives Quellvideo (wie beim Film) wird für gewöhnlich auf der DVD als interlaced Feldpaare kodiert, die von einem progressiven Player reinterleaved werden können, um das ursprüngliche progressive Video wiederherzustellen. Siehe 3.8 für weitere Erklärungen zu interlaced und progressivem Scannen.

Sie müssen eine Progressive-scan-Anzeige benutzen, wenn Sie die alle Vorteile eines Progressive-scan-Players nutzen zu können. Aber alle progressiven Player haben auch interlaced Ausgänge, so daß man sie mit einem standardisierten Fernsehapparat nutzen kann, bevor man auf einen progressiven Fernseher umsteigt. (Sie müssen vielleicht auf der Rückseite Ihres Gerätes auf "interlaced" umschalten.)

Toshiba entwickelte den ersten Progressive-scan-Player (SD5109, 800$) Mitte 1998, aber veröffentlichte ihn wegen der Kopierschutzsorgen bis Herbst nicht. Panasonic veröffentlichte Herbst 1999 auch einen Progressive-scan-Player (DVD-H1000, 3.000$). Viele Hersteller haben progressive Modelle seit dieser Zeit zu progressiv billigeren Preisen auf den Markt gebracht (Wortwitz beabsichtigt). Es ist außerdem möglich, einem externen Zeilenmultipizierer / line multiplier zu kaufen, um den Ausgang eines Standard-DVD-Players in progressives Scanning zu konvertieren.

Interlaced-DVD-Video in progressives Video zu konvertieren betrifft weit mehr als nur die Einzelbilder des Films zusammenzusetzen. Es gibt im Grunde drei Arten, um interlaced zu progressive zu konvertieren:
1- Reinterleaving (auch "Weave" genannt). Wenn das Originalvideo von einer progressiven Quelle kommt, wie bei Film, können die beiden Bilder wieder in ein einzelnes Bild zusammengeführt werden.
2- Zeilenverdoppelung / Line doubling (auch "Bob" genannt). Wenn die Originalvideoquelle interlaced ist, würde einfaches Kombinieren von zwei Feldern Bewegungsartefakte (auch "Kammartefakte" genannt, Anm. d. Übers.) verursachen (der Effekt erinnert an einen Reißverschluß), also wird jede Zeile eines einzelnen Feldes zweimal wiederholt, um ein Einzelbild zu schaffen. Bessere Zeilenverdoppler benutzen Interpolation / Zwischenwertberechnung, um neue Zeilen aus den oberen und unteren Zeilen zu produzieren. Der Terminus "Zeilenverdoppler" ist vage, weil billige Zeilenverdoppler nur Bob benutzen, während teuere Zeilenverdoppler (jene, die digitale Signalprozessoren enthalten,) auch Weave können.
3- Feld-adaptives Deinterlacing, welches die einzelnen Pixel über drei oder mehr Felder untersucht und selektiv Bob oder Weave auf die passenden Bildregionen anwendet. Chips, die das tun, pflegten über 10.000$ und mehr zu kosten, aber nun erscheint diese Funktion auch in Verbraucher-DVD-Playern.
4- Und es gibt auch noch eine vierte Art, genannt "bewegungs-adaptives" Deinterlacing, welches die MPEG-2-Bewegungsvektoren untersucht oder eine enorme Bildverarbeitung durchführt, um sich bewegende Objekte zu identifizieren, um selektiv Weave oder Bob auf Regionen des Bildes anzuwenden, je nachdem, welche Methode angemessen ist. Die meisten Systeme, die das gut können, kosten 50.000$ und mehr (abgesehen vom coolen aber nicht mehr existenten Chip Mpact2).

Es gibt drei übliche Arten von Deinterlacingsystemen:
1- Integrierte. Diese ist meist die beste, wobei der Deinterlacer in den MPEG-2-Dekoder integriert ist, so daß er die MPEG-2-Hinweisflags lesen und das kodierte Video analysieren kann, um zu bestimmen, wann Bob oder Weave genutzt wird. Die meisten DVD-Rechner nutzen diese Methode.
2- Intern. Das digitale Video vom MPEG-2-Dekoder wird in einen separaten Deinterlacingchip geleitet. Der Nachteil ist, daß die MPEG-2-Hinweise und die Bewegungsvektoren nicht weiter zur Verfügung stehen, um dem Deinterlacer bei der Bestimmung des Originalformats und -rhythmus behilflich zu sein. (Einige interne Chips empfangen die Hinweisflags "repeat_first_field" und "top_field_first" vom Dekoder, aber nicht den "progressive_scan"-Hinweis.)
3- Extern. Analoges Video vom DVD-Player wird zu einem separaten Deinterlacer (Zeilenmultiplizierer) oder zu einem Display mit eingebautem Deinterlacer übergeben. In diesem Fall ist die Videoqualität kaum von der Konvertierung vom Analogen zurück ins Digitale und oft nochmals zurück ins Analoge vermindert. Jedoch für hochwertige Projektionssysteme liefert ein separater Zeilenmulitplizierer (welcher das Video skaliert und für eine Vielzahl von Scanfrequenzen interpoliert) eventuell die besten Ergebnisse.

Die meisten progressiven DVD-Player benutzen einen internen Deinterlacing-Chip, für gewöhnlich von Genesis/Faroudja. Einige nutzen MPEG-Dekoder mit integriertem Deinterlacing. Einige, wie Toshibas "Super Digital Progressive"-Player und Panasonics Progressive-scan-Player fügen ein 4:4:4-Farbsättigungsoversampling hinzu, wodurch eine leichte Qualitätszunahme im Vergleich zum eigentlichen 4:2:0-Format der DVD erreicht wird. Erweiternde interne Deinterlacer wie der Cinematrix und MSB Progressive Plus sind benutzbar, um bestehende Player in Player mit progressive-scan Ausgang umzuwandeln. Faroudja, Silicon Image (DVDO) und Videon (Omega) Zeilenmultiplizierer sind Beispiele für externe Deinterlacer.

Ein progressiver DVD-Player muß entscheiden, ob das Video zeilenverdoppelt (Bob-Methode) oder reinterleaved (Weave-Verfahren) werden soll. Wenn man ein Video aus einer Filmquelle reinterleaved, muß der NTSC-DVD-Player außerdem mit den unterschiedlichen Bildraten beim Film (24 Hz) und Fernseher (30 Hz) fertigwerden. Weil der 2-3-Pulldown-Trick nicht benutzt werden kann, um die Film-Einzelbilder über Videofelder auszudehnen, gibt es schlimmere Bewegungsartefakte als bei dem interleaved Video. Wie auch immer, die Steigerung des zerlegbaren Details macht das mehr als wett. Fortgeschrittenere progressive Player wie der Princeton PVD-5000 und DVD-Rechner können das Problem umgehen, indem sie das Video bei Vielfachen von 24 Hz, wie z.B. 72 Hz, 96 Hz usw. darstellen

Ein progressiver Player kann außerdem mit Problemen klarkommen, wie wenn das Video keinen klaren Rhythmus hat (wenn es bearbeitet wurde, nachdem es in interlaced Video umgewandelt wurde, wenn schlechte Felder während des Kodierens entfernt wurden, wenn das Video geschwindigkeitsverschoben ist, um zur der Tonspur zu passen etc.). Ein anderes Problem ist, daß viele DVDs mit inkorrekten MPEG-2-Flags kodiert sind, so daß der Reinterleaver es bemerkt und mit diesem pathologischen Fall klarkommen muß. Unter Umständen ist es praktisch unmöglich, festzustellen, ob eine Sequenz in 30 Bilder/s interlaced Video oder 30 Bilder/s progressivem Video ist. Zum Beispiel die Dokumentation Apollo 13 ist interlaced-Video-kodiert, als wäre sie progressiv. Andere Beispiele von irreführendem Kodieren sind Titanic, Austin Powers, Fargo, More Tales of the City, der Galaxy Quest-Filmtrailer und der The Big Lebowski-Making-of-Kurzfilm.

Ein Problem ist, daß viele Fernseher mit progressivem Eingang keine Seitenverhältnisänderung erlauben - sie setzen voraus, jeder Progressive-scan-Input wäre anamorph. Wenn ein nicht anamorphes Bild (4:3) an diese Fernseher gesandt wird, deformieren sie es durch Streckung! Bevor Sie sich einen DTV kaufen, vergewissern Sie sich, daß er Seitenverhältnisänderung für progressiven Eingang unterstützt. Oder besorgen Sie sich einen Player mit einer Seitenverhältnisregelungs-Option, die das 4:3-Video in ein 16:9-Rechteck "windowboxt", indem er es horizontal staucht und an den Seiten schwarze Balken hinzufügt. Wegen des hinzugefügten Skalierungsschritts wird die Bildqualität vermindert, aber zumindest umgeht es das Problem.

Wie die ersten DVD-Rechner, welche eine dürftige Arbeit beim Progressive-scan-Darstellen von DVDs lieferten, war die erste Generation der progressiven Verbraucherplayer auch etwas enttäuschend. Aber, wenn sich die Technik verbessert und die DVD-Produzenten sich des Schrittes, den sie gehen müssen, um eine gute Darstellung von progressiven Inhalten zu garantieren, bewußt werden und, wenn immer mehr progressive Bildschirme in heimischer Umgebung stehen werden, wird sich das Erlebnis unzweifelhaft verbessern, weil die Heimkinos den echten Kinos ähnlicher werden.

Für weiteres über progressives Video und DVD, siehe part 5 und player ratings in der exzellenten DVD Benchmark-Serie von Home Theater und High Fidelity.

[1.41] Warum funktioniert Disc X nicht in Player Y?

Die DVD-Spezifikation ist komplex und auslegungsfähig. DVD-Video-Titel-Erstellung ist auch sehr komplex. Wie bei jeder neuen Technologie gibt es Kompatibilitätsprobleme. Der DVD-Video-Standard hat sich seit der Fertigstellung 1996 nicht grundlegend geändert, aber viele Player unterstützen ihn nicht richtig. Die Discs sind komplexer geworden, als die Erstellungstools besser wurden, deshalb entblößen neue Discs oft Technikfehler der Player. Einige Discs verhalten sich seltsam oder lassen sich in einigen Playern erst gar nicht abspielen. In einigen Fällen können die Hersteller das Problem mit einem Upgrade des Players lösen (siehe 1.47). In anderen Fällen müssen die Discproduzenten die Titel neu erstellen, um ein Erstellungsproblem zu beheben oder einen Playerdefekt zu umgehen. Probleme können auch wegen einer defekten Disc oder eines defekten Players auftreten.

Wenn Sie ein Problem beim Abspielen einer Disc haben, probieren Sie folgendes:

  1. Überprüfen Sie die untenstehende Liste, um zu sehen, ob das Problem schon berichtet wurde. Überprüfen Sie auch die Liste der Problemdiscs in DVD Reviews Film Vault und InterActuals technische Supportseite. Versuchen Sie eine Newsgroupssuche unter Google.
  2. Versuchen Sie, die Disc noch einige Male abzuspielen. Wenn Sie nicht jedesmal exakt dasselbe Problem haben, haben Sie es wahrscheinlich mit einer defekten oder beschädigten Disc zu tun. Vergewissern Sie sich, daß die Disc nicht verschmutzt oder zerkratzt ist (siehe 1.39).
  3. Versuchen Sie die Disc in verschiedenen Playern. (Besuchen Sie einen Freund oder einen Laden in der Nähe, der Player verkauft.) Wenn die Disc in mehreren Playern fehlerfrei funktioniert, liegt die Schuld wahrscheinlich bei Ihrem Player. Kontaktieren Sie den Hersteller Ihres Players wegen eines Firmwareupgrades. Oder falls Sie den Player erst neulich erworben haben, möchten Sie ihn vielleicht gegen ein anderes Modell tauschen.
  4. Versuchen Sie es mit einer anderen Kopie der Disc. Wenn das Problem nicht wieder auftritt, deutet dies darauf hin, daß Ihre erste Kopie wahrscheinlich beschädigt oder defekt war. Wenn mehr als eine Kopie mit mehr als einem Player Probleme hat, könnte es eine falsch erstellte Disc sein. Kontaktieren Sie den Vertreiber oder das Studio wegen einer ausgebesserten Disc.
  5. Wenn es eine beschreibbare Disc ist (R/RW), könnte Ihr Player nicht in der Lage sein, diese zu lesen (siehe 4.3.1).

Wegen anderer DVD- und Heimkinoprobleme versuchen Sie es mit Doc DVD oder DVD Digests Tech Support Zone. Wenn Sie einen Samsung 709 haben, besuchen sie die Samsung 709 FAQ. Für Problembehebung für DVD auf Rechnern siehe 4.6. Die Dell Inspiron 7000 DVD Movie List hat Inspiron-spezifische Probleme.

Unten stehend sind von den Lesern dieser FAQ berichtete Probleme. Der Autor hat diese Behauptungen nicht verifiziert und trägt keine Verantwortung für ihre Richtigkeit. Bitte berichten Sie andere bestätigte Probleme. 

TitelPlayerProblemLösung
verschiedene Polygram-Titelfrühe Modelle von Toshiba und Magnavoxlädt nicht oder friert einUpgrade von den Toshiba-Servicecentern erhältlich
verschiedene Titel von Central Park Media (Anime)ähnliche Probleme wie bei "Matrix"
jeder Titel mit allen Regionenviele JVC-Modelleweist Disc zurück
RCE-Titel (siehe 1.10)Fisher DVDS-1000, Sanyo Model DVD5100Weltkarte und "spielt nur auf nicht modifizierten Playern"-Nachrichtkontaktieren Sie den technischen Sanyo/Fisher-Support wegen einer Fehlerumgehung
The Abyss - Abgrund des Todes, SEfrühe Toshiba-ModelleDisc 2 lädt nicht oder friert einUpgrade von Toshiba-Servicecentern erhältlich
viele billige Player wiederholt SzenenPlayer beherrscht nahtlose Verzweigungen nicht korrekt, holen Sie sich ein Upgrade vom Hersteller
Apex AD-600ASzenen werden doppelt abgespieltsehen Sie bei Apex nach einem Upgrade
AI - Künstliche Intelligenz (PAL Region 2)Wharfdale 750spielt nicht 
Akira SEPioneer DV-37, DV-737, DV-525friert an verschiedenen Stellen einschnelles Vorspulen, um die Problemstellen zu überspringen
Aliens 20th Anniversary EditionPioneer DV-S737Bild verschlechtert sich nach dem Schichtwechsel 
American Beauty (Awards Edition)Toshiba SD-3108, Philips DVD805lädt nichtUpgrade vom Herstellerservicecenter (Toshiba Firmware 3.30 oder neuer)
American PiePhilips 940friert beim Schichtwechsel ein (1:17:09) 
An jedem verdammten SonntagPioneer Elite DVL90lädt nichtUpgrade vom Pioneer-Servicecenter
Arlington Roadsiehe "Eiskalte Engel"
ArmageddonPanasonic A115-U and A120-Ulädt nichtStecker vom Player abziehen, während die Disc eingelegt ist, wieder einstecken, anschalten
Avenger TV-Serie (A&E)Toshiba SD-3108verschließt den PlayerUpgrade von Toshiba-Servicecentern erhältlich
Philips 930, 935lädt nichtsehen Sie bei Philips nach Firmwareupgrade
Zurück in die Zukunft Trilogie (Region 4)verschiedene Player"Anekdoten"-Untertitel funktionieren nicht recht 
Bats - Fliegende TeufelApex AD 600Alädt nichtschauen Sie bei Apex nach einem Upgrade
Big Trouble in Little China Special EditionPanasonic SC-DK3lädt nichtStecker vom Player abziehen, während die Disc eingelegt ist, wieder einstecken, anschalten
The Blair Witch Projecteinige Toshiba-Playerspielt nicht richtigUpgrade von Toshiba-Servicecentern erhältlich
Bruce Springsteen: Live in Barcelona verschiedene PlayerMenü funktioniert nicht oder die Tourdokumentation läßt sich nicht abspielenrufen Sie Sony Pictures unter der Nummer 800-255-7514 wegen einer neuen Version der Disc an
Cheers, Season 2Apex AD-3201kein Ton 
Eiskalte Engeleinige JVC- und Yamaha-PlayerFehler in der ersten Auflage, bringt die Altersfreigabekontrolle durcheinander, führt dazu, daß andere Discs nicht abgespielt werden könnensetzen Sie den Player zurück oder holen Sie sich die korrigierte Version der Disc oder setzen Sie den Altersfreigabegelandescode mit dem Paßwort "8888" auf "AD"
Deep Blue Seaähnliche Probleme wie bei "Matrix"
Dinosaurviele Player (JVC-XV501BK, Philips DVD781 CH, Pioneer DV-737/ DV-37/ DV-09/ DVL-919/ DV-525/ DVL-90/ KV-301C, Sony 7700, Panasonic A300, Toshiba SD-3109, RCA 5220, Denon DVD 2500, Magnavox DVD502AT Toshiba 2109/3109, JVC XV-D2000/XV-D701 Oritron DVD600/DVD100, Sylvania DVL100A und andere)lädt nicht, wirft Disc aus, friert ein, überspringt, langsame Menüs, keine Pause/Vorspulen/Zurückspulen, Ton setzt ausErstellungsproblem - kontaktieren Sie Disney wegen eines Ersatzes (auch: siehe Disneys "The Kid" unten)
Disney's The Kidviele Player (Apex 600AD, Philips 711, Pioneer DV-737, RCA und andere)überspringt, wirft Disc aus, friert ein, blaue Zeilen auf dem SchirmErstellungsprobleme - kontaktieren Sie Disney wegen eines Ersatzes; (Lösung auf Philips' Playern: Disc in die Schublade legen, nicht schließen, "1" auf der Fernbedienung drücken, um zum Kapitel 1 zu gelangen)
Dragon's Lair Toshiba SD-2109/3109 (vor Mitte 1999) verschiedeneUpgrade von Toshiba-Servicecentern erhältlich
meist Samsung, Aiwaverschiedenesehen Sie bei Samsung (800-726-7864) oder Aiwa nach Firmwareupgrades
Enigma-2002Toshiba SD-4700spielt nicht 
Verlockende FalleJVC, Sony 850friert einsehen Sie unter JVC nach einem Firmwareupgrade
Sigma Hollywood Plussiehe "The World Is Not Enough"
Everything, Everything (Underworld)Toshiba SD3108 und SD3109lädt nichtUpgrade von Toshiba-Servicecentern erhältlich
EvolutionViele Rechner-DVD-Softwareplayerspielt nichtkontaktieren Sie das Studio wegen einer neuen Version der Disc
Findet NemoPioneer DV-563ASmitunter verpixelt (besonders in der Sea-Turtle-Sequenz) 
Galaxy Questdie meisten Samsung-Playerfriert im Kapitel sieben einFirmwareupgrade bei Samsung (800-726-7864)
Durchgeknallt - Girl, InterruptedApex AD-600A, Shinco 2120, Smart DVDMP3000 underespringt in den Funktionsmodus, Film spielt nicht"Resume" auf der Fernbedienung drücken; Upgrade für Smart erhältlich
GladiatorToshiba SD3108/SD3109, Wharfedale DVD 750 anderelädt nichtkontaktieren Sie das Studio wegen einer neuen Version der Disc
Der Pate Kollektion, Bonus-Disceinige Playerverschiedene Problemeupgraden Sie Ihren Player oder holen Sie sich eine neue Disc von Paramount (Ersatzdisc umgeht die Playerfehler)
Good Will Hunting - Der gute Will HuntingApex AD-3201spielt den Audiokommentar nicht ab
Die Killerhandsiehe "Eiskalte Engel"
In der Hitze der NachtPioneer Elite DVL-90spielt nicht
Undercover: In Too Deep Toshiba SD-5109spielt den Dolby-Digital-Ton nicht ab, außer PCM (Musikvideo) wurde vorher abgespielt 
Independence DayToshiba SD3108 and SD3109lädt nichtUpgrade von Toshiba-Servicecentern erhältlich
Philips DVD805 and DVD855lädt nichtUpgrade von Philips
viele Billigplayer wiederholt SzenenPlayer beherrscht nahtlose Verzweigungen nicht korrekt, holen Sie sich ein Upgrade vom Hersteller
Insomnia - SchlaflosToshiba SD1700stottert und friert ein 
The Last BroadcastGE 1105Plädt nicht 
Der letzte Mohikanersiehe "Die Welt ist nicht genug"
Der Herr der Ringe: Die zwei Türme, Extended Edition Aiwa XD-DV370Discs 3 und 4 spielen nichtsehen Sie bei Aiwa nach
Lord Peter Wimsey: The Nine TaylorsYamaha DVD-C900disc 2 lädt nicht oder friert ein im Menü 
Lost In SpaceSharpfriert ein 
Creative DXR3fiert ein, Ton asynchronsehen Sie nach upgedateten Treibern
James Bond 007 - Der Mann mit dem goldenen Colteinige Player der ersten Generation, viele Software-Playerverstümmeltes Bild nach dem Schichtwechselkönnte ein Discerstellungsfehler sein
The Matrixverschiedene Playerverschiedene ProblemeDetails unter technischer Support von InterActual
(für GE 1105-P, Seriennummer beginnend mit 940 oder niedriger, holen Sie sich ein Upgrade von GE; siehe Samsung 709 FAQ)
Mission Impossible IIToshiba SD-3108lädt nichtholen Sie sich ein Upgrade vom Herstellerservicecenter
Mission to MarsToshiba SD-3108lädt nichtholen Sie sich ein Upgrade vom Herstellerservicecenter
Monster AGverschiedene Playerverschließt sich fast am Ende des Filmsscheint ein Playermagel zu sein - Playerupgrade; Disney könnte die Disc mit einer Umgehung neu erstellen
Die MumiePhilips 930, 935lädt nicht 
Die Mumie kehrt zurückZenith DVD 2200Video im Bonusmaterial links oder rechts schief
Der PatriotApex AD 600Aspielt nichtsuchen Sie bei Apex nach Upgrades ("Resume" drücken könnte funktionieren)
JVC XV-511BKlädt nichtsuchen Sie bei JVC nach Upgrades
The Perfect StormToshiba SD-3108lädt nichtholen Sie sich ein Upgrade vom Herstellerservicecenter
Planet der AffenToshiba SD-2109PIP-Funktion aktiviert sich, wenn die beiden Affengeneräle kämpfen. 
Die Braut des Prinzen Special EditionToshiba SD-3109friert während der ersten Schwertkampfszene ein
Soldat James Ryanalle PlayerStörung (Schmiere, Flecken) in der Standszene, Ende Kap. 4Das sind absichtliche Kameraeffekte im Film. Geben Sie die Disc nicht zurück.
Scary MovieCreative Encore 12x, GE 1105Pstürzt mit einer FBI-Warnung abversuchen Sie, die FBI-Warnung zu überspringen; suchen Sie nach Bugfixes von Creative
Die Simpsons; Die komplette zweite StaffelYamaha DVD-C900einige speziellen Funktionen auf Disc 4 verursachen einen Playerabsturz 
The Sixth SenseSigma Hollywood PlusMMSYSTEM275-Fehlerwarten Sie auf das Softwareupdate von Sigma
Sleepy Holloweinige Toshiba-Playerspielt nicht richtigUpgrade von Toshiba-Servicecentern erhältlich
Snow WhiteWindows 2000 und Windows XPFilm spielt nichtfix von Microsoft erhältlich
Space Ace siehe Dragon's Lair
Stargate SEMagnavox 400ATfriert beim Regisseurkommentar ein 
Stuart Littlesiehe "Girl Interrupted"
The Three KingsLG DVD-2310PExtras spielen nicht 
Thomas the Tank Enginesiehe "Girl Interrupted"
James Bond 007 - Der Morgen stirbt nieSharp 600U
Bush DVD2000
verschließt Player
lädt nicht
 
Universal SoldierWharfedale 750Bildpause nach Kapitel 30könnte ein Problem mit der Disc sein
Wild Wild WestSamsung DVD 709; Philips 930, 935; GE 1105P lädt nichtSuche bei Samsung (800-726-7864), Philips oder GE nach Firmwareupgrade
James Bond 007 - Die Welt ist nicht genugSigma Hollywood PlusMMSYSTEM275-FehlerWarten Sie auf ein Softwareupdate von Sigma. Könnte mit einer falschen Region zusammenhängen.
James Bond 007 - Die Welt ist nicht genug (Region 2)Philips 750stottert und friert einwahrscheinlich Playerfehler; spielt Region-1-Version
e-m@il für Dichverschiedene Playerverschiedene ProblemeDetails: technischer InterActual-Support

[1.42] Wie funktionieren Kindersicherungs- und Multi-Altersfreigabe-Funktionen?

DVD enthält eine Kindersicherungskontrollfunktion für Eltern, um die Wiedergabe zu blockieren und mehrere Versionen eines Filmes auf einer Disc zu unterstützen. Player (incl. Softwareplayer auf PCs) können mit dem Bildschirmmenü auf ein bestimmtes Freigabelevel eingestellt werden. Wenn eine Disc mit einer höheren Altersfreigabe als dieses Level in den Player gelegt wird, wird sie nicht abgespielt. In einigen Fällen haben verschiedene Programme auf der Disc unterschiedliche Altersfreigaben. Die Leveleinstellung kann mit einem Paßwort geschützt werden.

Außerdem kann eine Disc so konzipiert sein, daß sie, abhängig vom Altersfreigabelevel im Player, eine andere Version des Films abspielt. Die nahtlose Verzweigungsfunktion der DVD nutzend, werden anstößige Szenen automatisch übersprungen oder bei der Wiedergabe ersetzt. Das macht es nötig, daß die Disc sorgfältig mit alternativen Szenen und Verzweigungspunkten erstellt wurde, die keine Unterbrechung oder Diskontinuitäten bei der Tonspur erzeugen. Es gibt keinen standardmäßigen Weg, um Discs mit multipler Altersfreigabe zu erkennen.

Unglücklicherweise wurden sehr wenige Multi-Altersfreigabe-Discs produziert. Hollywoodstudios sind nicht davon überzeugt, daß es eine genügend große Nachfrage gibt, um die zusätzliche Arbeit zu rechtfertigen (Extrafilmmaterial drehen, Extraton aufnehmen, neue Sequenzen bearbeiten, Verzweigungspunkte erstellen, Tonspur bei den Sprüngen synchronisieren, neue Versionen für die MPAA-Bewertung übermitteln, Umgang mit Playern, die die Verzweigung nicht richtig implementiert haben, Videoverkaufsketten, die keine Discs mit unbewertetem Inhalt führen wollen u.v.m.). Wenn diese Funktion für Sie wichtig ist, lassen Sie es die Studios wissen. Eine Liste von Studioadressen ist unter DVD File, verfügbar und es gibt eine Studio- und Herstellerrückmeldungszone bei Home Theater Forum. Vielleicht möchten Sie auch die Viewer Freedom--Seite besuchen.

Multi-Altersfreigabediscs sind Kalifornia, Crash, Damage, Embrace of the Vampire, Poison Ivy, Species II. In den meisten Fällen beinhalten diese Discs "ungeschnittene" oder unbewertete Versionen, die intensiver sind als die originale Kinoveröffentlichung. Discs, die Multi-Plot-Verzweigung (nicht immer nahtlos) für einen Director's Cut oder eine Spezialeditionversion nutzen, sind Dark Star, Stargate SE, The Abyss, Independence Day und Terminator 2 SE (2000er Veröffentlichung). Weitere "Mehrweg"-Filme unter Brilliant Digital.

Eine andere Option ist es, einen Softwareplayer auf dem Rechner zu benutzen, die eine Playliste lesen kann, auf der steht, welche Szenen übersprungen werden sollen oder, wo der Ton stummgeschaltet werden soll. Playlisten können für die Tausenden DVD-Filme kreiert werden, die ohne Alterskontrollfunktionen erstellt worden sind. ClearPlay scheint das erfolgreichste Produkt diese Typs zu sein. Ein Shareware-Cine-bit-DVD-Player hat das auch gemacht, aber er wurde offensichtlich wegen rechtlichen Drohungen von Nissim, die entschlossen sein zu scheinen, den ganzen Markt zu ersticken, den sie angeblich unterstützen, zurückgezogen. Eine kanadische Firma, Select Viewing, veröffentlicht Software für persönlich angepaßte DVD-Widergabe auf den Windows-PCs. Ein paar ähnliche Produkte sind in Entwicklung.

Noch eine andere Option ist TVGuardian, ein Gerät, das zwischen Fernseher und DVD-Player angebracht wird, um Flüche und vulgäre Sprache herauszufiltern. Die Kiste liest den Closed-Caption-Text und stellt den Ton automatisch stumm und bietet Ersatzworte für anstößige Wörter an. (Nehmen Sie zur Kenntnis, daß die aktuelle Version dieser Geräte nicht mit digitalen Audioausgängen und nicht mit DVDs ohne NTSC Closed Captioning funktioniert.)

[1.43] Welche Discs enthalten mehrere Kamerawinkel?

Es gibt einen Euphemismus in der DVD-Industrie, bei dem mit "Multi-angle-Titel" Erwachsenentitel bezeichnet werden. Einmal abgesehen von tausenden XXX-bewerteten Discs gibt es nicht viele Mainstream-DVDs, die multiple Kamerawinkel haben, weil es Extraarbeit bedeutet und die Spielzeit limitiert (ein Segment mit zwei Winkeln benötigt zweimal soviel Platz auf der Disc).

Short Cinema Journal vol. 1 war einer der ersten, der Kamerawinkel in der animierten "Big Story" genutzt hat, welcher auch in auf der ersten Version der "DVD Demystified" enthalten ist sample Disc. Ultimate DVD (Gold oder Platinum) ist eine andere Musterdisc mit Beispielen von Winkeln. King Crimson: Deja Vroom hat exzellente Winkel, die es erlauben, daß der Fokus auf einen der Musiker gestzt wird. Andere Multi-angle-Musicdiscs sind Dave Matthews Band: Listener Supported, Metallica Cunning Stunts, Sarah McLachlan Mirrorball. Einige Filme wie Detroit Rock City (KISS video), Ghostbusters SE, Mallrats, Suicide Kings, Terminator 2 SE, und Tomorrow Never Dies SE benutzen mehrere Winkel im Bonusmaterial. Einige Discs, insbesondere von Buena Vista, benutzen die Winkelfunktion für die Anzeige der Credits in der ausgewählten Sprache (üblicherweise mit einem nicht veränderbaren Winkelschlüssel).

Sie können eine unvollständige Liste von Multi-angle-Discs durch einen erweiterte Suche bei DVD File oder anderen Seiten mit durchsuchbaren Datenbanken erhalten (siehe 1.6).

[1.44] Ist es ok, Etiketten und Magnetstreifen auf der DVD anzubringen?

Labels und Klebestreifen sind gefährlich, weil sie die Disc in Unwucht bringen und Fehler verursachen können oder sogar Player beschädigen, insbesondere wenn sie sich abpellen, während sich die Disc dreht. Druckempfindliche Klebstoffe lösen sich mit der Zeit auf, also ist es möglich, daß Labels nach ein paar Jahren lose werden. Bibliotheken und DVD-Verleihstellen wollen die Discs oft etikettieren oder Magnetstreifen zur Sicherheit aufbringen, aber es ist das beste, nichts davon zu nutzen. Wenn Sie es müssen, benutzen Sie ein ringförmiges "Donut"-Etikett, das um die Mitte der Disc geht. Solange das kreisförmige Etikett nicht den Player stört, indem es das Loch überklebt, sollte das in Ordnung sein. Wenn Sie einen nicht kreisförmigen Aufkleber nutzen müssen, placieren Sie ihn so nah wie möglich in der Mitte, um die Dysbalance zu minimieren. Einen zweiten Sticker geradewegs vom Zentrum weg würde auch helfen. Mit einem Marker in dem durchsichtigen (nicht reflektiven) Bereich zu schreiben ist besser als einen Aufkleber zu nutzen, obwohl es nicht viel Platz zum Schreiben gibt. Schreiben Sie nur in den Bereich innerhalb eines 44-mm-Durchmessers. Irgendwo sonst auf die Disc zu schreiben ist riskant, weil die Tinte eventuell die Schutzschicht zerfressen und die Datenschicht darunter beschädigen könnte.

In den meisten Fällen ist eine Hülle, die nur mit Spezialwerkzeug an der Kasse oder am Ausgangstresen geöffnet werden kann, eine bessere Alternative für die Sicherheit. Barcodes, Aufkleber und Sicherheitsstreifen können auf der Hülle angebracht werden, ohne die Discs (oder Player) damit zu gefährden. Das ist insbesondere gut für die doppelseitigen Discs, die keinen Platz für Aufkleber haben.

Es gibt Etiketten in der vollen Größe, die für beschreibbare CDs und DVDs bestimmt sind, aber sie sind dafür bekannt, Fehler zu erzeugen. Weil DVD-ROM-Laufwerke schneller und schneller werden, kann die Destabilisierung der Disc durch ein Label Datenfehler verursachen. Eine bessere (aber teurere) Lösung ist ein Tintenstrahl-Disc-Drucker (IMT, Odixion, Primera, Rimage, Trace Affex) mit bedruckbaren Discs. Einige Laufwerke haben die HP LightScribe-Funktion, mit der man, wenn man Software hat, die LightScribe unterstützt, und man spezielle LightScribe-Discs mit einer photosensitiven Labelseite benutzt, nach dem Aufnehmen auf die Disc selbige umdrehen kann, sie zurück ins Laufwerk legt, um ein Label einzu"ätzen".

Wenn Sie "Donut"-Klebeetiketten verwenden, ist es das beste, sich ein Gerät zu beschaffen, daß einem bei der Zentrierung des Labels auf der Disc hilft. Worldlabel.com hat kostenlose Vorlagen für den Druck von CD- und DVD-Klebeetiketten.

[1.45] Was ist der Unterschied zwischen Closed Captions und Untertiteln?

Closed Captions / verborgene Bildunterschriften (CC) sind ein standardisiertes Verfahren der Textkodierung in ein NTSC-Fernsehsignal. Der Text kann von einem Fernseher mit einem eingebauten oder separaten Dekoder dargestellt werden. Alle Fernseher, die größter als 13 Zoll sind und seit 1993 in den USA verkauft werden, haben Dekoder für Closed Captions. Closed Captions können auf DVD, Videokassette, in Fernsehübertragungen, Kabelfernsehen etc. enthalten sein.

Obwohl die Termini Caption / Bildunterschrift und Untertitel ähnliche Definitionen haben, bezieht sich Captions auf Bildschirmtext, speziell für hörgeschädigte Zuschauer, wobei Untertitel einfach nur Umschriften oder Übersetzungen des Dialogs sind. Captions werden üblicherweise unter der sprechenden Person positioniert und sie enthalten Beschreibungen über die Geräusche (z. B. Schüsse oder eine schließende Tür) und Musik. Closed Captions sind nicht sichtbar, bis der Zuschauer sie aktiviert. Open Captions sind immer sichtbar, wie z. B. Untertitel auf fremdsprachigen Videokassetten.

Closed Captions auf DVDs werden von einem speziellen Datenkanal des MPEG-2-Videostrom beinhaltet und automatisch zum Fernseher gesandt. Sie können sie nicht im Player an- oder ausschalten. Untertitel andererseits sind DVD-Unterbilder, welche bildschirmfüllend graphisch überlagert werden (siehe 3.4 für technische Details). Eine der 32 Untertitelspuren kann eingeschaltet werden, um den Text oder die Graphiken über dem Video anzuzeigen. Unterbilder können auch zum Erstellen von Captions genutzt werden. Um zwischen NTSC Closed Captions und Untertiteln zu differenzieren, werden Captions, die als Unterbilder erstellt werden, meist "Captions für Hörgeschädigte" genannt.

Wenn das alles zu konfus ist, folgen Sie einfach diesem Ratschlag um Closed Captions zu sehen, drücken Sie die "CC"-Taste ihrer Fernsehfernbedienung. Um Untertitel oder Captions für Hörgeschädigte zu sehen, nutzen Sie den "Subtitle"-Knopf auf Ihrer DVD-Fernbedienung oder das Bildschirmmenü der Disc. Schalten Sie nicht beides gleichzeitig ein, sonst werden sie beide übereinander angezeigt. Behalten Sie im Gedächtnis, daß nicht alle DVDs Closed Capitions oder Untertitel haben. Außerdem reproduzieren einige DVD-Player die Closed Captions nicht.

Siehe DVD Files A Guide to DVD Subtitles and Captioning, Gary Robsons Caption FAQ und Joe Clarks DVD Accessibility für mehr über Closed Captions. Nehmen Sie zur Kenntnis, daß DVD den PAL-Teletext, dem weit verbesserten europäischen Äquivalent zu Closed Captions, nicht unterstützt.

[1.46] Was bedeuten die "D"-Codes auf Region-2-DVDs?

Einige Nicht-US-Discs von Warner, MGM und Disney sind mit einer Distributionszonennummer versehen. "D1" weist eine Veröffentlichung nur im Vereinigten Königreich aus. Diese haben nur englische Tonspuren mit BBFC-Zensierung. "D2" und "D3" weisen europäische DVDs aus, die im VK und Irland nicht verkauft werden. Sie enthalten oft ungeschnittene oder weniger geschnittene Versionen der Filme. "D4" kennzeichnet DVDs, die in der ganzen europäischen Zone (Region 2) und in Australien/Neuseeland (Region 4) verteilt werden.

[1.47] Was ist Firmware und warum sollte ich sie upgraden?

DVD-Player sind einfache Rechner. Jeder hat ein Softwareprogramm, welches regelt, wie die Disc abgespielt wird. Weil die Software auf einem Chip gespeichert wird, wird sie Firmware ("firm" bedeutet ""fest"; Anm. d. Übers.) genannt. Einige Player haben Mängel in ihrer Programmierung, die Probleme beim Abspielen einiger DVDs verursachen. Um die Mängel zu beheben oder in einigen Fällen die Erstellungsfehler einiger populärer Discs zu umgehen, muß der Player mit einem Ersatzfimwarechip aufgerüstet werden. Das muß üblicherweise in einem Firmenservicecenter gemacht werden, obwohl einige Player einfach aufgerüstet werden können, indem man eine CD einlegt. Siehe 1.41 für mehr zu Kompatibilitätsproblemen.

[1.48] Gibt es Discs, die mir dabei helfen, mein Audio-/Video-System zu testen, optimieren und vorzuführen?

Ein paar Discs sind speziell für das Testen und Optimieren der Bild- und Tonwidergabe entworfen. Einige führen auch die Spezialfunktionen der DVD vor:

Hier sind einige Filme, die besonders gut für die Demonstration der Bild- und Tonqualität geeignet sind:

Films on Disc hat eine Liste von ISF DVD citations - Beispiele von den Besten des Handwerks.

[1.49] Was bedeuten "Sensormatic" und "Checkpoint"?

Sensormatic und Checkpoint sind zwei Verkaufsstellensicherheitssysteme. Der Name beziehen sich auf die kleinen Metalletiketten, die in die DVD-Verpackung eingelegt werden, um den Alarm auszulösen, wenn man durch die Sensoren am Ladeneingang geht, ohne die Etiketten an der Kasse deaktiviert zu haben. Die Etiketten werden in den Preßwerken in die Verpackungen gelegt, so daß das nicht im Geschäft gemacht werden muß. Das nennt man source tagging / Quellmarkierung.

[1.50] Was sind Superbit, Infinifilm und andere Variationen der DVD?

Es gibt einen einzigen DVD-Video-Standard. Jedoch gibt es innerhalb des DVD-Videoformats einen großen Spielraum bei der Art der Discherstellung. Unterschiedliche Studios kamen auf die Idee, ihre besondere Implementation von erweiterten Funktionen mit einem Markenzeichen zu versehen. Es ist nichts besonders an irgendeiner einzelnen Variation, außer daß ein Studio viel Zeit und Mühe in die korrekte Funktionalität und die Werbung steckt. Diese Arten von fortgeschrittenen DVDs sollten in den meisten Playern funktionieren, aber sie könnten mehr Playerfehler enthüllen als Standarddiscs (siehe 1.41).

Superbit DVDs von Columbia TriStar, benutzt eine höhere Datenrate für das Video zur Qualitätsverbesserung. Zusätzliche Sprachspuren und andere Extras werden von der Disc weggelassen, um mehr Platz für die Videodaten und DTS-Tonspur zu schaffen. In den meisten Fällen ist der Unterschied mäßig, aber es verbessert das Erlebnis auf hochwertiger Ausrüstung und Progressive-scan-Bildschirmen. Siehe superbitdvd.com für Marketing-Flaum.

Infinifilm DVDs von New Line, lassen Sie den Film mit Pop-ups sehen, die Sie zum Bonusmaterial lenken, wie ein Interview, Material von hinter den Kulissen oder historische Informationen. Siehe infinifilm.com für weitere Hyperbeln.

[1.51] Ich weiß das Kindersicherungspaßwort meines Players nicht. Was soll ich tun?

Die meisten DVD-Player erlauben es, Discs über einer bestimmten Altersfreigabe zu sperren (siehe 1.42). Das Bewertungslevel ist paßwortgeschützt, so daß Kinder (oder Ehegatten/gattinnen) es nicht ändern können. Wenn Sie das Paßwort nicht wissen, werden Sie einige Discs nicht spielen können. Sie können das Paßwort vielleicht löschen, indem Sie den Player zurücksetzen (siehe Benutzerhandbuch) oder ihn für ein paar Tage von der Steckdose abziehen. In einigen Fällen können Sie Standardpaßwörter benutzen (0000, 9999 oder 3308). Anderenfalls müssen Sie das Kundencenter des Herstellers anrufen und sehen, ob man Ihnen helfen kann. Vergewissern Sie sich, daß Sie mit einer tiefen Stimme sprechen, nicht daß man denkt, Sie wären ein Kind, was sich in das Gerät der Eltern hacken will.

[1.52] Kann mein DVD-Player einen Virus bekommen?

Es ist fast unmöglich, daß Ihr Player mit einem Virus in der Art von Computerviren infiziert wird. DVD-Player haben einfache Computer in sich, die die Befehle von der Disc ausführen, die sie abspielen, aber der Speicher wird zurückgesetzt, wenn sie "Stop" drücken oder die Disc auswerfen lassen. Die Firmware in einigen DVD-Playern kann upgegradet werden, indem man eine spezielle Disc einlegt (siehe 1.47), also ist es theoretisch möglich, daß jemand eine Disc herstellt, die die Firmware des Players beschädigt, aber das ist sehr unwahrscheinlich und würde nur einen Effekt auf einige Modelle haben.

[1.53] Schaden Röntgenstrahlen DVDs?

Nein. Röntgenapparate wie die für die Flughafensicherheit haben keinen Einfluß auf im Laden gekaufte DVDs oder auf DVDs, die Sie aufgezeichnet haben (R-, RW- oder RAM-Format).

[1.54] Warum taucht manchmal eine kleine Kamera auf dem Bildschirm auf?

Ihr Player zeigt Ihnen so, daß mehrere Sichtwinkel oder mehrere Bildansichten auf der Disc sind. Sie können die "Angle"-Taste auf der Fernbedienung zum Umschalten der Ansichten verwenden. Bei einigen Playern müssen Sie die "Info"- oder "Display"-Taste drücken, um ein Bildschirmmenü aufzurufen und dort die Ansichten zu ändern (siehe Handbuch für Details).


[2] Beziehung der DVD zu anderen Produkten und Technologien

[2.1] Wird DVD Videorekorder ersetzen?

Irgendwann. Die DVD-Player-Verkäufe übertrafen 2001 die der VCRs. DVD-Rekorder (siehe 1.14) werden den Tod der VCRs beschleunigen, wenn die Preisdifferenz einmal niedrig genug ist. DVDs haben viele Vorteile gegenüber Kassetten, wie z. B. kein Rückspulen, schneller Zugang zu jedem Teil der Aufnahme und im Grunde niedrigere Technologiekosten für die Hardware und die Discproduktion. Einige Hochrechnungen zeigen, daß die DVD-Rekorderverkäufe 2005 die Videorekorder überflügeln. 2010 ist VHS vielleicht so tot wie die Schallplatte es im Jahre 2000 war.

[2.2] Wird DVD CD ersetzen?

CD-ROMs und beschreibbare CDs werden wahrscheinlich niemals verschwinden, weil sie billiger sind und anstelle von DVDs verwandt werden können, wenn die zusätzliche Kapazität nicht gebraucht wird. Zusätzlich werden CD-Audiodiscs wahrscheinlich niemals von DVD-Video- oder DVD-Audiodiscs ersetzt werden, weil CDs billig und einfach herzustellen sind. Wie auch immer, DVD-ROM-Laufwerke und DVD-Brenner werden schließlich CD-ROM-Laufwerke und CD-RW-Laufwerke in Rechnern ersetzten. Die meisten Hersteller planen, die CD-Laufwerkproduktion zu Gunsten der DVD-Laufwerke einzustellen, wenn sie einmal günstig genug sind. Da DVD-ROM-Laufwerke CD-ROMs lesen und weil DVD-Brenner CD-Rs und CD-RWs beschreiben können, gibt es einen kompatiblen Weg für den Übergang.

[2.3] Können CD-R-Brenner DVDs erstellen?

Nein. DVD benutzt eine kleinere Laser-Wellenlänge, um kleinere Pits (Vertiefungen) in Spuren zu machen, die enger aneinanderliegen. Der DVD-Laser muß außerdem genauer und auf eine andere Ebene fokussiert werden. De facto kann eine CD-R, die von einem CD-R-Brenner erstellt wurde, eventuell nicht von einem DVD-ROM-Laufwerk gelesen werden (siehe 2.4.3). Es ist unwahrscheinlich, daß es "Upgrades" geben wird, um ein CD-R-Laufwerk in ein DVD-R-Laufwerk umzuwandeln, weil es mehr kosten würde als ein neues DVD-R-Laufwerk.

[2.4] Ist CD kompatibel mit DVD?

Das sind eigentlich viele Fragen mit vielen Antworten, mehr dazu in den folgenden Abschnitten.
[Beachten Sie die Differenzierung zwischen DVD (allgemein) und DVD-ROM (Rechnerdaten).]

[2.4.1] Ist CD-Audio (CD-DA) kompatibel mit DVD?

Ja. Alle DVD-Player und -Laufwerke werden Audio-CDs (Red Book) lesen können. Das ist eigentlich nicht von der DVD-Spezifikation gefordert, aber bis jetzt haben alle Hersteller ihre DVD-Hardware CD-fähig gemacht.

Auf der anderen Seite kann man keine DVDs in einem CD-Player abspielen. (Die Pits (Vertiefungen) sind kleiner, die Spuren sind dichter beisammen, die Datenschicht hat einen anderen Abstand von der Oberfläche, die Modulation ist unterschiedlich, die Fehlerkorrektur ist neu etc.) Außerdem kann man keine CD-Audiodaten auf eine DVD machen und sie dann in einem DVD-Player abspielen. (Red-Book-Audioframes sind anders als DVD-Datensektoren.)

[2.4.2] Ist CD-ROM kompatibel mit DVD-ROM?

Ja. Alle DVD-ROM-Laufwerke lesen CD-ROMs (Yellow Book). Software auf einer CD-ROM wird auf einem DVD-ROM-System laufen.

Jedoch sind DVD-ROMs nicht von CD-ROM-Laufwerken lesbar.

[2.4.3] Ist CD-R kompatibel mit DVD?

Manchmal. Das Problem ist, daß die meisten CD-Rs (Orange Book Teil II) für die DVD-Laserwellenlänge "unsichtbar" sind, weil der Dye, der für die Herstellung der CD-R genutzt wurde, den Strahl nicht reflektiert. Einige DVD-ROM-Laufwerke der ersten Generation und viele DVD-Player können keine CD-Rs lesen. Die Zubereitung des Farbstoffs, die verschiedene CD-R-Hersteller benutzen, beeinflußt ebenfalls die Lesbarkeit. Das heißt, CD-Rs einiger Marken haben eine bessere Reflektivität bei DVD-Laserwellenlänge, aber nicht einmal diese arbeiten verläßlich in allen Playern.

Die übliche Lösung dieses Problems ist es, zwei Laser mit verschiedenen Wellenlängen zu benutzen: einer für das Lesen von DVDs und der andere fürs Lesen von CDs und CD-Rs. Abweichungen von diesem Thema sind Sonys "dual discrete optical pickup / dual getrennte optische Leseköpfe" mit umstellbaren Lesekopfbaugruppen mit verschiedenen optischen Systemen, Lasern mit zwei Wellenlängen (anfänglich für Sonys Playstation 2 entworfen), Samsungs "annular masked objective lens / ringförmig maskierte Objektivlinse" mit einem gemeinsamen optischen Weg, Toshibas ähnlichem gemeinsamen optischen Weg durch Benutzung einer Objektivlinse mit einem Überzug, der nur für 650-nm-Licht transparent ist, Hitachis umstellbare Objektivlinsenbaugruppe und Matsushitas holographischen Dual-Fokus-Linse. Das MultiRead-Logo garantiert Kompatibilität mit CD-R und CD-RW-Medien, aber leider nutzen es nur wenige Hersteller.

Fazit: Wenn Sie einen DVD-Player wollen, der CD-Rs liest, schauen Sie nach einer "dual laser"-, "twin laser"- oder "dual optics"-Funktion.

Der Versuch, CD-R-"Type II"-Medien zu entwerfen, die gleichzeitig zur CD- und DVD-Wellenlänge kompatibel sind, wurde aufgegeben.

DVD-ROM-Laufwerke können keine CD-Rs oder andere Medien beschreiben, aber einige Combo-DVD-ROM/CD-RW-Laufwerke können CD-R und CD-RW beschreiben. Die meisten neueren DVD-Brenner können außerdem CD-R oder CD-RW aufnehmen (siehe 4.3).

CD-R-Brenner können DVDs jedweder Art nicht lesen oder beschreiben.

[2.4.4] Ist CD-RW kompatibel mit DVD?

Üblicherweise. CD-Rewritables (Orange Book Part III) haben eine geringere Reflektivitätsdifferenz, die neue automatic-gain-control / automatische Verstärkungsregelungs (AGC / AVR)-Schaltkreise in den CD-ROM-Laufwerken und CD-Playern notwendig macht. Die meisten bestehenden CD-ROM-Laufwerke und CD-Player können keine CD-RWs lesen. Der OSTA-MultiReadstandard widmet sich diesem Problem und einige DVD-Hersteller haben seine Unterstützung angekündigt. Die optischen Schaltungen können üblicherweise sogar in der ersten Generation der DVD-ROM-Laufwerke und der DVD-Player CD-RWs lesen, weil RWs nicht das "Unsichtbarkeits"problem der CD-Rs (siehe 2.4.3).

Die meisten neueren DVD-Brenner (siehe 4.3) können auch CD-Rs und CD-RWs beschreiben.

CR-RW-Brenner können keine DVD egal welcher Art lesen oder beschreiben.

[2.4.5] Ist Video-CD kompatibel mit DVD?

Manchmal. Es wird von der DVD-Spezifiktation nicht verlangt, aber es ist trivial, den Video-CD- (White Book) Standard zu unterstützen, weil jeder MPEG-2-Dekoder auch MPEG-1 von einer Video-CD dekodieren kann. Ungefähr zwei Drittel der DVD-Player können Video-CDs abspielen. Die meisten Panasonic-, RCA-, Samsung- und Sony-Modelle spielen Video CDs ab. Japanische Pioneer-Modelle spielen Video-CDs, aber amerikanische Modelle älter als der DVL-909 nicht. Toshiba-Player älter als die Modelle 2100, 3107 und 3108 spielen keine Video-CDs.

VCD-Auflösung liegt bei 352x288 für PAL und 352x240 für NTSC. Die Art, wie die meisten DVD-Player und Video-CD-Player mit dem Unterschied klarkommen, ist, einfach die Extra-Zeilen abzuschneiden oder leere Zeilen hinzuzufügen. Beim Abspielen von PAL-VCDs schneiden Panasonic- und RCA-NTSC-Player offensichtlich 48 Zeilen (17%) von unten ab. Sony-NTSC-Player skalieren alle 288, damit es paßt.

Weil PAL-VCDs für Wiedergabe 25 fps bei 24-fps-Filmen verwenden, gibt es üblicherweise eine 4%ige Beschleunigung. Die Spielzeit ist kürzer und der Ton ist höher, es sei denn, er wurde digital bearbeitet, bevor er kodiert wurde, um die Tonhöhe herunterzuregeln. Das passiert auch bei PAL-DVDs (siehe 1.19).

Alle DVD-ROM-Rechner können Video-CDs abspielen (mit der richtigen Software).

Standard-VCD-Player können keine DVDs abspielen.

Hinweis: Viele asiatische VCDs enthalten zwei Tonspuren, eine auf dem linken und eine auf dem rechten Kanal. Die zwei Kanäle werden auf einem Stereo-System zu Stimmenwirrwar zusammengemischt, sofern man nicht die Balance neu einstellt oder einen Eingangskanal abtrennt.

Für weiteres über Video-CD, siehe Glenn Sanders' Video CD FAQ, bei CDPage oder Russil Wvongs Video CD FAQ.

[2.4.6] Ist Super-Video-CD kompatibel mit DVD?

Meist nicht. Super Video CD (SVCD) ist eine Verbesserung zur Video-CD, die von einem von der chinesischen Regierung gestützten Komitee von Herstellern und Forschern entwickelt wurde, teilweise, um den DVD-Tantiemen zu entgehen und Druck zu erzeugen, um die DVD-Disc- und -Playerpreise in China zu senken. Die endgültige SVCD-Spezifikation wurde im September 1998 veröffentlicht und setzte sich gegenüber C-Cubes China Video CD (CVD) und HQ-VCD (von den Entwicklern der ursprünglichen Video-CD) durch. Im Bezug auf Video- und Audioqualität liegt die SVCD zwischen Video-CD und DVD, sie benutzt ein 2x-CD-Laufwerk, um das 2,2-Mbps-VBR-MPEG-2-Video zu unterstützen (480x480 bei NTSC oder 480x576 PAL-Auflösung) und 2-Kanal-MPEG-2-Layer-II-Audio (MP2). Wie bei der DVD können Untertitel das Bild überlagern. Es ist - technisch gesehen - einfach, einen DVD-Video-Player mit SVCD kompatibel zu machen, aber es wird meist nur auf asiatischen Modellen gemacht. Der Philips DVD170-Player kann (mit einer Spezialdisc) auggerüstet werden, um SVCDs abzuspielen.

SVCD-Player können keine DVDs abspielen, weil die Player auf CD-Laufwerken basieren.

Siehe Jukka Ahos Super Video CD Overview und Super Video CD FAQ für mehr Infos.

[2.4.7] Ist Picture-CD oder Photo-CD kompatibel mit DVD?

Manchmal. Weil Picture-CDs und Photo-CDs üblicherweise auf CD-R-Medien sind, leiden sie unter dem CD-R-Problem (siehe 2.4.3). Davon abgesehen, einige DVD-Player können Picture-CDs abspielen. Nur einige können Photo-CDs abspielen.

Die meisten DVD-ROM-Laufwerke lesen Picture-CDs oder Photo-CDs (wenn sie CD-Rs lesen), weil es trivial ist, XA und Orange-Book-Multisession-Standards zu unterstützen. Photo-CDs benötigen besondere Unterstützung von einer Applikation oder dem Betriebssystem.

Photos können mit der DVD-Video-Diavorführungsfunktion auf beschreibbare DVDs gebracht werden, was auf allen DVD-Playern funktioniert. Siehe 5.8.

[2.4.8] Ist CD-i kompatibel mit DVD?

Grundsätzlich nicht. DVD-Player spielen keine CD-is (Green Book). Philips hatte einst angekündigt, daß sie einen DVD-Player veröffentlichen würden, der CD-i unterstützt, aber er erschien nie. Einige dachten, Philips würde ein "DVD-i"-Format kreieren, um zu versuchen, der CD-i noch etwas Leben einzuhauchen (und ein bißchen mehr von den investierten Milliarden oder so wiederzubekommen). Ein DVD-ROM-PC mit einer CD-i-Karte sollte in der Lage sein, CD-i-Discs abzuspielen.

Es gibt auch "CD-i-Filme", die das "CD-i Digital Video"-Format nutzen, das der Vorgänger der Video-CD war. Frühe CD-i-DV-Discs lassen sich nicht in DVD- oder VCD-Playern abspielen, aber neuere CD-i-Filme, die das Standard-Video-CD-Format benutzen, lassen sich auf jedem Player abspielen, der VCDs abspielt (siehe 2.4.5).

Siehe Jorg Kennis' CD-i FAQ für weitere Infos zu CD-i.

[2.4.9] Ist Enhanced-CD kompatibel zu DVD?

Ja. DVD-Player spielen Music von Enhanced-Music-CDs ab (Blue Book, CD Plus, CD Extra) und DVD-ROM-Laufwerke spielen Musik und lesen Daten von Enhanced-CDs. Ältere ECD-Formate wie Mixed Mode und Track Zero (pregap, versteckter Track) sollten auch kompatibel sein, aber es gibt ein Problem mit Microsoft- und anderen CD/DVD-ROM-Treibern, die den Track Null überspringen.

[2.4.10] Ist CD+G kompatibel mit DVD?

Nur einige Player wie der Pioneer DVL-9 und Pioneer-Karaoke-DVD-Modelle DV-K800 und DVK-1000 unterstützen CD+Gs. Die meisten DVD-Player unterstützen dieses größtenteils obsolete Format nicht. Alle DVD-ROM-Laufwerke können die CD+G-Information lesen, aber man braucht spezielle Software, um einen Nutzen daraus ziehen zu können.

[2.4.11] Ist CDV kompatibel mit DVD?

Irgendwie schon. CDV, manchmal "Video Single" genannt, ist eigentlich eine seltsame Kombination aus CD und Laserdisc. Ein Teil der Disc enthält 20 Minuten Digital-Audio, abspielbar auf jedem CD- oder DVD-Player. Der andere Teil enthält 5 Minuten Analogvideo mit Digitalton im Laserdiscformat, abspielbar nur auf einem CDV-kompatiblen Laserdiscplayer. Pioneers kombinierte DVD/Laserdisc-Player sind die einzigen DVD-Player, die CDVs abspielen können.

Standard Laserdisc-/CDV-Player können keine DVDs abspielen. (Siehe 2.5 für weitere LD-Infos.)

[2.4.12] Ist MP3 kompatibel mit DVD?

Nicht offiziell. MP3 ist das MPEG Layer 3 Audiokompressionsformat. (MP3 ist nicht MPEG-3, welches es gar nicht gibt.) Die DVD-Video-Spezifikationen erlauben nur Layer 2 für MPEG-Audio (MP2). Aber MP3-Dateien von DVD können auf jedem Computer mit einem DVD-ROM-Laufwerk abgespielt werden und auf vielen DVD-Playern (insbesondere die in Asien hergestellten) laufen MP3-CDs. Jedoch können die meisten DVD-Player keine MP3-DVDs abspielen, weil sie kurzsichtig konstruiert wurden, nur auf CDs nach MP3-Dateien zu suchen. Schauen Sie sich die Playerliste bei DVDRHelp.com für Player, die MP3-CDs oder MP3-DVDs abspielen können, an.

[2.4.13] Ist HDCD kompatibel mit DVD?

Ja. Pacific Microsonics HDCD (high-definition compatible digital / hochauflösend kompatibel digital) ist ein Kodierungsprozeß, der Audio-CDs verbessert, so daß sie in Standard-CD- und DVD-Playern spielen (und angeblich besser klingen als normale CDs) und die Präzision um noch 4 Bit erhöhen (20 Bit statt 16), wenn sie auf CD- und DVD-Playern abgespielt werden, die mit HDCD-Dekodern ausgerüstet sind.

[2.5] Ist Laserdisc kompatibel mit DVD?

Nein. Standard-DVD-Player werden keine Laserdiscs abspielen und Sie können keine DVD auf Standard-Laserdisc-Playern abspielen. (Laserdisc benutzt analoges Video, DVD digitales; es sind sehr verschiedene Formate.)

Pioneer stellt Combo-Player her, die Laserdiscs und DVDs abspielt (und außerdem CDVs und Audio-CDs).

[2.6] Wird DVD Laserdisc ersetzen?

Als diese Frage 1996 erstmals in diese FAQ kam bevor DVD verfügbar war, überlegten viele, ob DVD Laserdisc ersetzen würde, das 12zöllige (30,5 cm) optische Discformat gibt es seit 1978. Einige vertraten die Ansicht, DVD würde ein Fehlschlag werden und ihre Anhänger würden zur Laserdisc zurückkriechen. Nachdem DVD veröffentlicht wurde, war schnell klar, daß sie die Laserdisc schnell in Vergessenheit bringen würde. Pioneer Entertainment, der Langzeitverfechter der Laserdisc, stellte Juni 1999 die Laserdiscproduktion in den USA ein. Das war schneller als sogar Pioneer für möglich gehalten hatte (September 1998 sagte Pioneers Präsident Kaneo Ito, daß die Firma erwartet, daß Laserdiscprodukte noch anderthalb bis zwei Jahre auf dem Markt sind), obwohl Pioneer bis 2001 weiterhin kleine Mengen in Japan veröffentlichte.

Die Laserdisc besetzt immer noch Nischen in der Ausbildung, Training und Videoinstallationen, aber sie verschwindet auch dort langsam. Bestehende Laserdisc-Player und -Discs werden noch eine Weile vorhanden sein, obgleich keine neuen Discs produziert werden. Es gab etwa 18.000 Laserdisctitel in den USA und insgesamt mehr als 35.000 Titel weltweit, die auf über 7 Millionen Playern abgespielt werden konnten. (Siehe Julien Wilks Laserdisc Database für die umfassendste Liste an Titeln.) Es brauchte einige Jahre, bis die DVD dieses Level erreicht hatte und es gibt immer noch einige Titel auf Laserdisc aber nicht auf DVD. Der Vorteil davon ist, daß Laserdiscs jetzt zu Spottpreisen erworben werden können.

[2.7] Wie ist DVD im Vergleich zur Laserdisc?

Für weitere Laserdiscinfos siehe Leopolds FAQ bei <www.cs.tut.fi/~leopold/Ld/FAQ/index.html> und Bob Niland's FAQs und Überblick bei <www.access-one.com/rjn/laser/Laserdisc.html> (Überblick vom "Widescreen Review"-Magazin nachgedruckt).

[2.8] Kann ich meinen Laserdisc-Player modifizieren oder upgraden, um DVDs spielen zu können?

Nein. DVD-Schaltschemen sind völlig anders, der Lesekopflaser hat eine andere Wellenlänge, die Spurkontrolle ist präziser etc. Keine Hardwareupgrades wurden angekündigt und auf jeden Fall wären sie teurer als ein neuer DVD-Player, den man zu dem Laserdisc-Player stellt.

[2.9] Unterstützt DVD HDTV (DTV)? Wird HDTV DVD obsolet machen?

Kurze Antworten: Teilweise. Nein.

Erst ein paar schnelle Definitionen: HDTV (high-definition TV / hochauflösendes Fernsehen) umfaßt gleichermaßen analoge and digitale Fernseher, die ein Widescreen-16:9-Seitenverhältnis und ungefähr 5mal so hohe Auflösung von Standardfernsehern haben (vertikal doppelt, horizontal doppelt, breitere Ansicht). DTV (digital TV / digitales Fernsehen) betrifft generell digitale Sendungen und speziell den US-amerikanischen ATSC-Standard. Der ATSC-Standard enthält standard-definition / Standardauflösungs (SD) und high-definition / hochauflösende (HD) digitale Formate. Die Bezeichnung H/DTV wird oft gebraucht, um speziell auf hochauflösendes digitales Fernsehen hinzuweisen.

Dezember 1996 genehmigte die FCC den US-amerikanischen DTV-Standard. HDTVs wurden Ende 1998 verfügbar, aber sie sind immer noch teuer und werden für viele Jahre nicht weit verbreitet sein. DVDs sind nicht HD, aber sie sehen auf HDTVs ausgezeichnet aus. Über 80 Prozent der 2 Millionen DTV-Geräte, die 2002 in den USA verkauft wurden, haben keine Tuner, was darauf hinweist, daß die Benutzer sie fürs DVD-Anschauen benutzen.

DVD-Video unterstützt HDTV nicht direkt. Keine digitalen HDTV-Standards waren fertig, als die DVD entwickelt worden war. Um mit bestehenden Fernsehern kompatibel zu sein, wurde die MPEG-2-Videoauflösung und Bildrate der DVD eng an die NTSC- und PAL/SECAM-Videoformate gebunden (siehe 1.19). DVD benutzt dasselbe 16:9-Seitenverhältnis von HDTV und das Dolby-Digital-Tonformat von US-DTV.

HDTV in den USA ist Teil des ATSC-DTV-Formats. Die Auflösung und die Bildrate von DTV in den USA ist meistens den ATSC-Empfehlungen für SD (640x480 und 704x480 bei 24p, 30p, 60p, 60i) und HD (1280x720 bei 24p, 30p und 60p; 1920x1080 bei 24p, 30p und 60i) entsprechend. ("24p" bedeutet 24 progressive Bilder/Sekunde, "60i" bedeutet 60 interlaced Felder/Sekunde [30 Bilder/s].) Die aktuelle DVD-Video-Spezifikation deckt alle von SD außer 60p ab. Es wird von zukünftigen Playern erwartet, daß sie digitale Videosignale von bestehenden Discs in SDTV-Formaten ausgeben. Die HD-Formate haben eine 2,7- und 6-mal so hohe Auflösung wie DVD und die 60p-Version hat die doppelte Bildrate. ITU-R arbeitet auf BT.709-HDTV-Standards von 1125/60 (1920x1035/30) (wie SMPTE 240M, ähnlich Japans analogem MUSE HDTV) und 1250/50 (1920x1152/25), was vielleicht in Europa genutzt wird. Letzteres hat die 5,3-fache Auflösung wie DVDs 720x576/25-Format. Die maximale HD-Datenrate ist üblicherweise 19,4 Mbps, fast das Doppelte der maximalen DVD-Video-Datenrate. In anderen Worten: DVD-Video unterstützt momentan keinen HDTV-Videoinhalt.

HDTV wird die DVD nicht obsolet machen. Jene, die den Kauf eines DVD-Players wegen HDTV verschieben, müssen lange warten. Es wird Jahre dauern, bevor ein kleiner Teil der Haushalte HDTV-Geräte hat. Die CEA erwartet, daß 2003 10 Prozent der US-Haushalte HDTV haben, 20 Prozent bis 2005 und 30 Prozent bis 2006.

HDTV-Geräte enthalten analoge Videoverbindungen (Composite, S-Video und Component), die mit allen DVD-Playern und anderen bestehenden Geräten wie VCRs funktionieren. Bestehende DVD-Player und -Discs werden perfekt auf HDTV-Geräten funktionierten und eine sehr viel bessere Bildqualität erzeugen als andere voraufgenommene Verbrauchervideoformate, besonders wenn man einen Progressive-scan-Player nutzt. Weil der billigste Weg zum HDTV-Empfang HDTV-Konverter für bestehende TV-Geräte sein werden, werden HDTV-Sendungen für die meisten Zuschauer nicht besser aussehen als DVD.

HDTV-Anzeigen unterstützen digitale Verbindungen wie HDMI (DVI) und IEEE 1394/FireWire, obwohl die Standardisierung noch nicht ganz fertig ist. Digitale Verbindungen für Ton und Bild bieten die bestmögliche Reproduktion der DVD, besonders im Widescreen-Modus. Das DVD Forum vervollständigte 2002 die Spezifikationen für die Unterstützung von 1394 und HDMI und Player mit digitalen DVI/HDMI-Ausgängen erschienen 2003. Wenn das DVD stream recording / (Daten)Stromaufnahme (SR)-Format fertig ist, könnten DVD-SR-Player als "Beförderungsmittel", die jede Art A/V-Daten ausgeben (sogar Formate, die erst nach der Fertigung des Players entwickelt wurden) für verschiedene Arten von externen Displays oder Konvertern, nutzbar sein.

Die interessante Sache, die viele nicht begreifen, ist, daß DTV früher, schneller und billiger auf PCs passiert ist. Ein Jahr bevor Verbraucher-DTV-Geräte herauskamen, konnte man einen DVD-Rechner mit einem 34-Zoll-VGA-Monitor kaufen und herrliche Progressive-scan-Filme für unter 3.000$ bekommen. Die Qualität eines guten DVD-PCs, der mit einem Data-Grade-Videoprojektor verbunden ist, kann ein 30.000$-Zeilenverdopplersystem schlagen. (Siehe BroadbandMagic, Digital Connection und Sleekline für Produktbeispiele. Videoprojektoren sind verfügbar von Barco, Dwin, Electrohome, Faroudja, InFocus, Projectavision, Runco, Sharp, Sony, Vidikron und anderen.)

Irgendwann wird das DVD-Video-Format zu einem HD-DVD-Format upgegradet. Siehe 2.12, 3.13 und 6.5.

[2.10] Was ist Divx?

Es gibt zwei Divxe. Das Original war eine Pay-per-view-Version (bezahlen pro Ansicht) der DVD. Der spätere Anwärter auf den Namen (genannt "DivX"), ist ein Videokodierungsformat.

Das ursprüngliche Divx

Je nachdem, wen man fragt, war Divx (Digital Video Express, erst bekannt als "ZoomTV") entweder ein heimtückisches teuflisches System für habgierige Studios, um zu kontrollieren, was Sie in Ihrem Wohnzimmer sehen oder ein innovatives Verfahren des DVD-Verleihs, bei dem billige Discs angeboten werden, die man fast überall bekam und fürs spätere Anschauen behalten konnte.

Entwickelt von Circuit City und einer Hollywood-Gerichtsfirma, wurde Divx von Disney (Buena Vista), Twentieth Century Fox, Paramount, Universal, MGM und DreamWorks SKG unterstützt, von denen alle außerdem Discs im "offenen DVD-"Format veröffentlichten, weil das Divx-Abkommen nicht exklusiv war. Harman/Kardon, JVC, Kenwood, Matsushita (Panasonic), Pioneer, Thomson (RCA/Proscan/GE) und Zenith kündigten Divx-Player an, trotzdem kamen einige nie auf den Markt. (Divx-Modelle sind Panasonic X410, Proscan PS8680Z, RCA RC5230Z und RC5231Z und Zenith DVX2100.) Den Studios und die Hardwaremacher, die Divx unterstützten, wurden Anreize in Form von garantierten Lizenzierungszahlungen im Ganzen über 110 Millionen $ gegeben. Divx-Discs wurden von Nimbus, Panasonic und Pioneer hergestellt. Circuit City verlor über 114 Millionen $ (nach Steuerabschreibungen) mit Divx.

Divx war eine Pay-per-viewing-period-Variation der DVD. Divx-Discs wurden für 4,50 $ verkauft. Einmal in einen Divx-Player eingelegt, spielte die Disc normal (dem Betrachter wird erlaubt zu pausieren, zurückzuspulen und sogar eine andere Disc einzulegen, bevor die erste fertig geschaut wurde) für die nächsten 48 Stunden, danach mußte der "Besitzer" 3,25$ bezahlen, um sie für weitere 48 Stunde zu entsperren. Ein Divx-DVD-Player, welcher ungefähr 100$ mehr als ein normaler Player kostet, mußte mit der Telefonleitung verbunden sein, so daß er eine 800-Nummer für etwa 20 Sekunden einmal im Monat während der Nacht anruft (oder nach dem Abspielen von 10 Discs oder so), um die Rechnungsinformationen zu übermitteln. Die meisten Divx-Discs konnten zu DivxSilver konvertiert werden, indem man eine zusätzliche Gebühr bezahlte (meist 20$), um uneingeschränktes Abspielen auf einem einzelnen Konto zu gewähren (bis zum Dezember 1998 waren 85% der Divx-Discs konvertierbar). DivxGold-Discs mit unbegrenzter Wiedergabe wurden angekündigt, aber niemals produziert. Divx-Player können auch reguläre DVD-Discs abspielen, aber Divx-Discs lassen sich nicht in einem Standardplayer abspielen. Divx-Discs mit Seriennummern versehen (mit einem Barcode in der Burst Cutting Area) und zusätzlich zum normalen DVD-Kopierschutz (siehe 1.11) verwenden sie Wasserzeichen im Video, veränderte Kanalmodulation und dreifache DES-Verschlüsselung (zwei 56-Bit-Schlüssel) für die serielle Kommunikation. Divx-Technologie funktionierte nie auf PCs, was unzweifelhaft zu ihrem Untergang beitrug. Wegen der DES-Verschlüsselung könnte Divx eventuell nicht außerhalb der USA erlaubt gewesen sein.

Divx wurde ursprünglich für Sommer 1998 angekündigt. Limitierte Tests begannen am 8. Juni 1998 in San Francisco, Kalifornien und Richmond, Virginia. Der einzige verfügbare Player war von der Firma Zenith (welche zu der Zeit im Konkurs war) und aus den angekündigten 150 Filmen wurden 14. Die limitierte landesweite Einführung (mit einem Zenith-Playermodell und 150 Filmen in 190 Läden) begann am 25. September 1998. Gegen Ende 1998 waren etwa 87.000 Divx-Player (von vier verfügbaren Modellen) und 535.000 Divx-Discs verkauft (von etwa 300 verfügbaren Titeln). Die Firma zählte offenbar die fünf Discs, die die Beigabe zu jedem Player waren, mit, was heißt, 100.000 zusätzliche Discs wurden verkauft. Bis März 1999 gab es 420 Divx-Titel (verglichen mit 3.500 offenen DVD-Titeln). Alles in allem verkauften sich Divx-Player gut und Titel wurden mit beeindruckender Geschwindigkeit produziert.

Am 16. Juni 1999, kurz nach den ursprünglichen Produkttests, zog Circuit City seine Unterstützung zurück und Divx kündigte die Stillegung an. Divx störte oder verzögerte den DVD-Markt nicht, genau wie viele Leute es vorhergesagt haben (inklusive ich). De facto half es vermutlich, indem es die Internetverleihgeschäfte stimulierte, für bessere Dienstleistungen und Preise zu sorgen, Hersteller ermutigte, mehr freie Discs bei Playerverkäufen zu offerieren und Studios motivierte, Verleihprogramme zu entwerfen.

Als sie stillgelegt wurde, bot die Firma 100$-Rabattcoupons für alle Besitzer von Divx-Playern an. Das machte die Player zu einem guten Geschäft, weil Sie offene DVDs genausogut abspielen wie billige Player, die mehr kosten. Am 7. Juli 2001 wählten sich Divx-Player in den zentralen Rechnungscomputer, der sie aus dem Dienst zog. (Divx-Player, die nicht an die Telefonleitung angeschlossen waren, haben ihre Abspielerlaubnis verloren.) Divx-Discs sind nicht mehr länger in Playern abspielbar.

Für weitere Informationen siehe Divx Owner's Association.

Vorteile von Divx:

Nachteile von Divx:

Das neue DivX

März 2000 tauchte eine DVD-Verteilungstechnologie auf, die "DivX;-)" genannt wurde. (Ja, das Smilie war ursprünglich Teil des Namens, der eine Karikatur des originalen Divx-Formats war. Die Täter sollten für diesen dummen Witz, der unbeschreibliche Verwirrung gestiftet hat, gestreckt und gevierteilt werden.) DivX war ursprünglich ein simpler Hack von Microsofts MPEG-4-Videocodec, kombiniert mit MP3-Ton, was es möglich macht, daß entschlüsseltes Video von der DVD für den Download umkodiert werden und im Windows Media Player abgespielt werden kann. Durch Arbeit an DivX entwickelte sich durch das Project Mayo eine Version, die ursprünglich "DivX Deux" genannt wurde, in eine Open-Source-Initiative, bekannt als "OpenDivX", basierend auf dem MPEG-4-Standard. Aus alledem entstand DivXNetworks, eine Firma, die DivX auf der Grundlage von proprietären Implementationen von MPEG-4 in ein umfassendes Videokodierungs- und Übertragungssystem umgewandelt hat. Eine Variation, genannt "3ivx" hat auch den Sprung von OpenSource zum Kommerz gemacht. XviD scheint die verbleibende Alternative zu sein, die immer noch OpenSource ist.

Einige DVD-Player können Dateien, die mit DivX kodiert wurden, abspielen. Siehe <www.divx.com/hardware>.

[2.11] Wie kann ich von DVD auf Videokassette aufnehmen?

Warum um alles in der Welt wollen Sie das wundervolle digitale Bild der DVD verschlechtern, indem Sie es auf analoges Tape kopieren? Besonders, weil Sie die interaktiven Menüs verlieren und all die anderen schönen Funktionen.

Wenn Sie wirklich auf VHS kopieren wollen, verbinden Sie die Audio-/Video-Ausgänge des DVD-Players mit den A/V-Eingängen Ihres VCRs, dann nehmen Sie Disc auf Tape auf. Sie werden bemerken, daß meistens das resultierende Tape verstümmelt und unanschaubar ist. Das ist wegen der Macrovision-Funktion, die dafür entworfen wurde, Sie davon abzuhalten, das zu tun. Siehe 1.11.

[2.12] Wird High-Definition-DVD oder 720p-DVD heutige Player und Discs obsolet machen?

Für eine lange Zeit nicht. HD DVD wird gerade erst erhältlich. HD steht gleichermaßen für "high density / hohe Dichte" (mehr Daten auf der Disc) und "high definition / hochauflösend" (höherqualitatives Bild). Die ersten kommerziellen Blu-ray-HD-DVD-Rekorder erschienen April 2003 in Japan, über sieben Jahre nach der dortigen Einführung der DVD. Die Rekorder sind nur für Aufnahmen daheim ausgelegt (nicht zum Abspielen voraufgenommener HD-Filme) und arbeiten nur mit Japans digitalen HD-Sendesystemen.

Neue DVD-Formate werden die ursprüngliche DVD allmählich ersetzen, aber neue Player werden alte DVDs abspielen und sie oft noch besser aussehen lassen (mit Progressive-scan-Video und Bildbearbeitung). Wie auch immer, neue HD DVDs werden nicht in alten Playern abspielbar sein (es sei denn, es sind spezielle Hybriddiscs im HD- und SD-Format). Ihre Standard-DVD-Sammlung wird viele Jahre abspielbar sein und die Titel werden nur in dem Sinne "obsolet", daß Sie sie eventuell durch neue hochauflösende Versionen ersetzen wollen. Ziehen Sie in Erwägung, daß US-HDTV für 1989 erwartet wurde, es aber nicht vor 1996 fertig wurde und nicht vor 1998 erschien. Hat es Ihren aktuellen Fernseher obsolet gemacht?

Siehe 3.13 für mehr Details über HD DVD und 6.5 für weiteres zur Zukunft der DVD.

Ironischerweise unterstützten Rechner HDTV vor den Settop-Playern, weil 2x-DVD-ROM-Laufwerke gepaart mit einer passenden Wiedergabe- und Anzeigehardware die benötigte 19-Mbps-Datenrate für HDTV erreichten. Das führte zu verschiedenen "720p DVD"-Projekten, die das bestehende DVD-Format benutzen, um Video in Auflösungen von 1280x720 oder 1920x1080 bei 24 progressiven Bildern pro Sekunde zu speichern. Es ist möglich, daß 720p-DVDs mit bestehenden Playern kompatibel gemacht werden können (welche nur die 480-Zeilen-Daten erkennen und abspielen würden).

Hinweis: Der Terminus HDVD wurde mit "high-density volumetric display / sehr dichte volumetrische Anzeige" belegt.

Einige haben darauf spekuliert, daß ein "doppelköpfiger" Player, der beide Seiten der Disc gleichzeitig lesen kann, die Datenrate verdoppeln könnte oder für einen Erweiterungsstrom für Anwendungen wie HDTV sorgt. Das ist im Moment unmöglich, weil die Spurspiralen in entgegengesetzte Richtung verlaufen (wenn nicht alle vier Schichten genutzt werden). Die DVD-Spezifikation müßte geändert werden, um umgekehrte Spiralen auf der Schicht 0 zu erlauben. Sogar dann benötigte man, wollte man beide Seiten synchron halten, besonders bei MPEG-2s variabler Bitrate, voneinander unabhängige Leseköpfe, präziseres Spur- und Pit-Placieren und einen größeren ausgeklügelteren Spurpuffer. Eine andere Option wäre, zwei Köpfe zu nutzen, um beide Schichten einer Seite simultan auszulesen. Das ist technisch machbar, hat aber gegenüber verdoppelter Lesegeschwindigkeit einer Schicht, was einfacher und billiger ist, keinen Vorteil.

Siehe 2.9 für weitere Information über HDTV und DVD.

[2.13] Welchen Effekt wird FMD auf DVD haben?

Einen sehr geringen, wie seit dem Start dieser FAQ vorhergesagt. Constellation 3D ging Mitte 2002 das Geld aus. Die verschiedenen Berichte über die fluorescent multilayer disc / fluoreszierende mehrschichtige Disc (FMD), die den frühen Tod der DVD beschert, waren sehr übertrieben und gründeten nicht in der Wirklichkeit.

Bei der Fluoreszenzmehrschichttechnologie, die in Karten oder Discs genutzt werden kann, zielt ein Laser auf die fluoreszierende Farbschicht, die dann Licht emittiert. Weil sie nicht von reflektiertem Laserlicht abhängt, ist es möglich, viele Datenschichten zu erstellen (C3D hatte einen Prototyp mit 50 Schichten in ihrem Labor). Sie kann denselben 650-nm-Laser wie DVD nutzen, also könnten FMD-Laufwerke dazu gebracht werden, DVDs zu lesen. Für Juni 2000 kündigte C3D ein Programm an, daß FMDs mit 25 GB pro Seite auf DVD-Laufwerken mit "geringen und kostengünstigen Modifikationen" lesen läßt. C3D sagte später, die Player würden Mitte 2001 verfügbar sein. FMD war eine coole Technologie, aber sie war neu, mit keiner Spurkontrolle, entwickelt von einer kleinen Firma. DVD basiert auf Dekaden von optischer Speichertechnikentwicklung von Dutzenden Firmen. Die monumentale Aufgabe der Änderung der gesamten Produktionsinfrastruktur bis hin zu einem neuen Format war zu viel für C3D, sogar mit mehreren zehn Millionen Dollar und einigen Partnern.

[2.14] Wie beeinflußt MPEG-4 DVD?

MPEG-4 ist ein Videokodierungsstandard, entworfen hauptsächlich für Streamingvideo bei niedrigen Bitraten, obwohl es tatsächlich bei DVD- und HDTV-Datenraten effizienter ist als MPEG-2. MPEG-4 unterstützt mit den Medienobjekten erweitertes Multimedia, aber die meisten Implementationen unterstützen nur einfaches Video (Einfaches visuelles Profil). Es gibt außerdem MPEG-4 Part 10, auch bekannt als "H.264" (und außerdem bekannt als "JVT" oder "AVC"), was ein noch besserer Videokodierungsstandard ist.

DVD benutzt MPEG-2-Videokodierung (siehe 3.4 für Details). Standard-DVD-Player erkennen das MPEG-4-Video-Format nicht. MPEG-4-Dateien können auf DVD-ROMs für den Gebrauch auf Rechnern gesichert werden. Zum Beispiel DivX benutzt MPEG-4 (siehe 4.8).

Es ist möglich, daß MPEG-4 oder H.264 für eine zukünftige, hochauflösende Version der DVD genutzt wird. Jedenfalls wird sie wahrscheinlich nicht vor frühestens 2005 erscheinen.

Für mehr über MPEG, siehe Tristans MPEG.org-Seite und der MPEG home page.

[2.15] Was ist WebDVD oder Enhanced DVD?

WebDVD ist das einfache, aber mächtige Konzept der Verbindung von DVD-Inhalt mit Internettechnologie. Sie verwendet das Beste der DVD (schneller Zugriff zu hochqualitativem Video, Ton und Bild) mit dem Besten des Internets (Interaktivität, dynamische Aktualisierungen und Kommunikation). Im allgemeinen bezieht sich WebDVD auf die Verbesserung der DVD mit HTML-Seiten, Links und Skripting oder die Verbesserung einer Website mit dem Inhalt eines lokalen DVD-Laufwerks. WebDVD ist kein Warenzeichenbegriff von AOL-Warner, Microsoft oder irgendeiner anderen Firma. Abweichungen von dem WebDVD-Konzept sind unter den Namen "iDVD", "eDVD", "Connected DVD" und so weiter bekannt. Es ist keine neue Idee, das wurde bei CD-ROMs schon jahrelang gemacht- aber die Unterschiede bei DVD sind die Qualität des Tons und Bildes sind letzten Endes besser als Fernsehen und, daß die Discs auf preisgünstigen Settopplayern abgespielt werden können.

Fast alle WebDVD-Implementationen sind aktuell für PCs, aber einige neuere DVD-Player haben WebDVD-Funktionen. Eine Arbeitsgruppe des DVD Forums erstellt ein standardisiertes WebDVD-Format für Set-Top-DVD-Player, der als "Enhanced DVD" bekannt werden wird.

Die meisten professionellen Erstellungssysteme (siehe 5.4) enthalten rudimentäre Werkzeuge für die Ergänzung von HTML-Verbesserungen für die DVD. Für prächtigere WebDVD-Entwickelung gibt es eine Vielzahl an Tools; siehe 4.9.

Für mehr über WebDVD, siehe Phil DeLancies EMedia-Artikel. Gute Beispiele für WebDVD-Seiten sind Mars: The Red Planet, Stargaze und DVD Demystified. Die Autoren dieser Seiten (Ralph LaBarge und Jim Taylor) unterstützen Sie dabei, ihren Code als Startpunkt für Ihre eigene WebDVD-Kreationen zu nutzen. Sie können eine Kopie der WebDVD Demystified-Disc von DVD.Learn erhalten.

[2.16] Was ist ein Nuon-Player?

Nuon war ein spezieller "Media-Prozessor"-Chip, entworfen von VM Labs, der für das Abspielen von DVDs und Videospielen stark genug war. Der Chip war ursprünglich für Videospielkonsolen gedacht, aber mußte auf den DVD-Zug aufspringen als der Markt austrocknete und der DVD-Markt explodierte. Einige Geräte von Samsung, Thomson (RCA) und Toshiba wurden mit der Nuon-Technologie gebaut. Die zusätzliche Rechenleistung in einem Nuon-Player ermöglichte spezielle Funktionen wie graphische Überlagerung, Digitalzoom und Echtzeitvorschaubilder. Einige DVD-Filme wurden mit zusätzlichem Inhalt speziell für die Nuon-Plattform entworfen. Anfang 2002 gab es vier Nuon-optimierte DVD-Filme: The Adventures of Buckaroo Banzai (Special Edition), Bedazzled, Dr. Doolittle 2 und Planet of the Apes.

Im Dezember 2001 ging VM Labs in den Konkurs und im März 2002 wurde die Konkursmasse von Genesis Microchip aufgekauft. Eine neue Abteilung, Nuon Semiconductor, wurde gebildet, um die Nuon-Chips unter dem Aries-Namen zu verkaufen. Am 24. Juli 2002 entließ Genesis die gesamte Nuon-Abteilung. Requiescat in pace.

[2.17] Welchen Effekt wird D-VHS auf DVD haben?

D-VHS (das "D" steht für "Daten" oder "digital"), der digitale Nachfolger der VHS-Kassette, wurde zuerst für 1995 angekündigt, aber erschien außerhalb Japans nicht vor 1998. Zu dieser Zeit konnten D-VHS-Decks nur vorkodierte Bitströme wie von einem digitalen Satellitenreceiver aufnehmen. 2001 wurde das D-Theater-Format veröffentlicht, das die MPEG-Kompression und den Kopierschutz standardisierte, 2002 den Weg für die Veröffentlichung von voraufgenommenen Filmen auf D-VHS-Tapes ebnete. D-Theater wurde das erste Format für lebensfähige kommerzielle Verbreitung von hochauflösenden Filmen. Die Qualität ist mit einer Auflösung von 1280x720p (2,7-fach NTSC-DVD, 2,2-fach PAL-DVD) oder 1920x1080i (ungefähr 4-fach NTSC-DVD, 3,5-fach PAL-DVD) exzellent. Aber die Konsumenten bevorzugen klar Discs gegenüber Kassetten, also wird D-VHS nie mehr als ein Nischenprodukt werden. Seit HD DVD 2003 zu erscheinen begann (siehe 3.13), entschieden sich die Konsumenten im Gegensatz zu den frühen Anpassern an und Anhängern von HD, auf die nächste Generation der DVD für voraufgenommene Filme und Daheim-Aufnahme von HD-Programmen zu warten.


[3] DVD - Technische Details

[3.1] Was sind die Ausgänge eines DVD-Players?

DVD-Player haben für gewöhnlich zwei oder drei Arten von Videoausgängen (Composite, S-Video und Component) und drei oder vier Arten Audioausgänge (analoges Stereo, digitales PCM-Stereo, Dolby Digital und DTS). Weitere Details unten und in 3.2.

Videoausgänge

Die meisten DVD-Player haben folgende Videoausgangsanschlüsse, die NTSC-, PAL- oder SECAM-Signale übertragen können.

Einige Player haben vielleicht zusätzliche Videoverbindungen:

Die meisten DVD-Player mit Component-Videoausgängen benutzen YUV (Y'PbPr), welches inkompatibel mit RGB-Ausstattung ist. Europäische Player mit Component-Videoausgängen unterstützen meist RGBS- (rot/grün/blau/sync) Signale auf dem SCART-Anschluß. Man munkelt, YUV-nach-RGB-Umwandler sind für 200$-300$ verfügbar, aber sie scheinen schwer ausfindig machbar zu sein. Einen 700$-Konverter gibt es von avscience und ein 900$-Konverter, den CVC 100, ist von Extron erhältlich. Konverter gibt es auch von Altinex, Kramer, Monster Cable und anderen. Für progressive-scan brauchen Sie einen Konverter, der 31,5-kHz-Signals verarbeitet. Konverter von S-Video sind auch eine Option (von Markertek).

Hinweis: Der korrekte Terminus für analogen Farbdifferenzausgang ist "Y'Pb'Pr'", nicht "Y'Cb'Cr'" (was digital ist, nicht analog). Um die Dinge zu vereinfachen, wird in dieser FAQ manchmal der Begriff "YUV" im allgemeinem Sinn benutzt, um auf die analogen Farbdifferenzsignale hinzuweisen.

Es gibt besondere Player von Firmen wie Function Communications, Theta Digital und Vigatec mit SDI- (serial digital interface / serieller digitaler Schnittstelle) Ausgang, aber sie lassen sich nur mit hochwertiger oder Produktionsausrüstung verbinden.

Audioausgänge

Die meisten DVD-Player haben die folgenden Audioausgangsanschlüsse.

Einige Player haben vielleicht zusätzliche Audioanschlüsse:

Einige Player und Receiver unterstützen nur S/PDIF oder nur Toslink. Wenn Ihr Player und Receiver nicht zusammenpassen, brauchen Sie einen Konverter wie den Audio Authority 977 Midiman C02, COP 1 oder POF.

Einige Player können 96/24-PCM-Ton ausgeben, indem sie eine nicht standardisierte Variation von IEC-958 nutzen, die auf 6,144 Mbps anstelle vom normalen Limit 3,1 MHz läuft.

Hinweis: Die CSS-Lizenz erlaubt keinen digitalen PCM-Ausgang von CSS-geschütztem Material bei 96 kHz. Die Player müssen auf 48 kHz heruntersampeln.

[3.2] Wie schließe ich einen DVD-Player an?

Es hängt von Ihrem Audio-/Videosystem und Ihrem DVD-Player ab. Die meisten DVD-Player haben 2 oder 3 Anschlussmöglichkeiten für Video und 3 für Audio. Wählen Sie das Ausgangsformat mit der besten Qualität (wird unten gezeigt), das von Ihrem Video- und Audiosystemen unterstützt wird. Siehe 3.1 für Ausgangsanschlußdetails.

Auf vielen Fernsehern werden Sie den Fernseher auf den AUX-Eingang umschalten müssen (Line Input). Sie müssen Ihn vielleicht auf Kanal 0 stellen, um das zu erreichen.

Wenn Sie mehrere Geräte (DVD-Player, VCR, Kabel-/Satellitbox, WebTV usw.) an einen einzigen Fernseher anschließen wollen, brauchen Sie eines der folgenden Dinge:

Videoanschluß (wählen Sie einen aus der Liste aus)

Warnung: Wenn Sie Ihren DVD-Player mit einem VCR und dann mit Ihrem Fernseher (oder einer TV/VCR-Kombination) verbinden, werden Sie wahrscheinlich Probleme mit Discs haben, die den Macrovisionschutz des Players aktiviert. Siehe 3.2.1.

Warnung: Einige Videoprojektoren erkennen das 4,43-NTSC-Signal von NTSC-Discs in PAL-Playern nicht (siehe 1.19). Sie sehen die 60Hz-Abtastfrequenz und wechseln zu NSTC, obwohl der Farbdifferenzträger im PAL-Format ist.

Hinweis: Die meisten Player unterstützen die Widescreen-Signalisierung, die einem Widescreendisplay sagt, wie das Seitenverhältnis ist, so daß es sich selbst anpaßt. Ein Standard (ITU-R BT.1119, zumeist in Europa genutzt) enthält Informationen in einer Videoscanlinie. Ein anderer Standard für Y/C-Anschlüsse, fügt ein 5V Gleichstromsignal zu der Chroma-Zeile hinzu, um ein Widescreensignal zu kennzeichnen. Leider verwerfen einige Umschalter und Verstärker diese Gleichstromkomponente anstatt sie an den Fernseher weiterzugeben.

Für mehr Informationen über die Konvertierung zwischen den Formaten, siehe Notes on Video Conversion von Sci.Electronics.Repair FAQ.

Audioanschluß (wählen Sie einen aus der Liste aus)

Hinweis: Alle DVD-Player haben einen eingebauten 2-Kanal-Dolby-Digital- (AC-3) Dekoder. Einige können auch MPEG-Ton oder DTS-Ton dekodieren. Der Dekoder übersetzt Mehrkanalton in Zweikanal-PCM-Ton. Dieser geht über den digitalen Ausgang und ist außerdem für die Standardtonausgabe ins Analoge konvertiert. Einige Player haben einen eingebauten Mehrkanal-Dolby-Digital-Dekoder, aber er ist nur sinnvoll, wenn Sie ein Audiosystem mit Mehrkanalanalogeingängen haben. Siehe 3.6.3 für weitere Erklärungen.

[3.2.1] Werde ich Probleme haben, meinen Videorekorder zwischen meinem Fernseher und DVD-Player zu verbinden?

Es ist keine gute Idee, das Video von Ihrem DVD-Player durch den VCR zu schicken. Die meisten Filme nutzen einen Macrovision-Schutz (siehe 1.11), der VCRs betrifft und Probleme wie wiederholtes Verdunkeln und Aufhellen des Bildes verursacht. Wenn Ihr Fernseher keinen direkten Videoeingang hat, brauchen Sie vielleicht einen separaten RF-Konverter (siehe 3.2). Oder noch besser - kaufen Sie sich einen neuen Fernseher mit direkten Videoeingängen.

Sie können außerdem Probleme mit TV/VCR-Combos haben, weil viele von ihnen den Videoeingang über die VCR-Schaltkreise leiten. Die beste Lösung ist es, sich ein Gerät zu besorgen, das Macrovision entfernt (siehe 1.11). 

[3.2.2] Warum ist Bild oder Ton schlecht?

Die Nummer Eins unter den Gründen von schlechtem Video ist ein schlecht eingestellter Fernseher. Die hohe Wiedergabetreue von DVD-Video verlangt viel von dem Bildschirm. Regeln Sie Schärfe und Helligkeit herunter. Siehe 1.3 für weitere Informationen. Für technische Details der Fernsehkalibrierung, siehe Anthony Haukaps FAQ: How To Adjust a TV.

Wenn Sie einen Summton oder rauschendes Bild haben, wird das wahrscheinlich von einer Interferenz oder einem Erdungskreis verursacht. Probieren Sie andere Kabelsätze aus. Versuchen Sie es mit einem kürzeren Kabel. (Lange Kabel können das Signal verschlechtern.) Vergewissern Sie sich der guten Abschirmung Ihrer Kabel. Versuchen Sie, alle Geräte außer jene, die Sie zu testen beabsichtigen, auszuschalten. Versuchen Sie, die Geräte weiter auseinander zu stellen. Versuchen Sie, eine andere Schaltung einzustecken. Vergewissern Sie sich, daß alle Geräte in dieselbe Steckdose gesteckt sind. Wenn alles andere fehlschlägt, erden Sie Ihre Strumpfhalter und wickeln Sie Ihr gesamtes Haus in Stanniolfolie ein. Für mehr über Erdungskreise, siehe <www.hut.fi/Misc/Electronics/docs/groundloop/>. Mehr Informationen für Reparaturtechniker ist unter Shophelper verfügbar.

Bild- oder Tonprobleme können auch von fehlerhaften Playern oder schlechten Discs verursacht werden (siehe 1.41.) Wenn das Bild einfriert oder abbricht, könnte das von Kratzern auf der Disc kommen (siehe 1.39). Es ist normal für DVDs, wenn das Bild in der Mitte des Films für den Bruchteil einer Sekunde einfriert - das ist eine Schichtpause (siehe 1.27).

[3.3] Was sind die Größen und Kapazitäten der DVD?

Es gibt viele Variationen zum Thema DVD. Discs kommen in zwei physikalischen Größen: 12 cm (4,7 Zoll) und 8 cm (3,1 Zoll), beide 1,2 mm dick, zusammengesetzt aus zwei 0,6mm-Substraten, die zusammengeklebt sind. Das sind dieselben Baugrößen wie bei der CD. Eine DVD kann einseitig oder doppelseitig sein. Jede Seite kann eine oder zwei Datenschichten haben. Die Menge an Video, die eine Disc faßt, hängt davon ab, von wieviel Audio es begleitet wird und wie sehr Bild und Ton komprimiert sind. Die oft zitierte Zahl von 133 Minuten ist fraglich: eine DVD mit nur einer Audiospur kann mit Leichtigkeit über 160 Minuten enthalten und eine einzelne Schicht kann eigentlich bis zu 9 Stunden Video und Audio enthalten, wenn sie auf VHS-Qualität komprimiert sind.

Bei der rohen Durchschnittsrate von 5 Mbps (4 Mbps für Video und 1 Mbps für zwei oder drei Tonspuren) kann eine einschichtige DVD etwas über zwei Stunden enthalten. Eine Doppelschicht- (Dual-Layer) Disc kann einen 2-Stunden-Film bei einem Durchschnitt von 9,5 Mbps enthalten (nahe dem 10,08-Mbps-Limit).

Eine DVD-Video-Disc, die zum größten Teil Ton enthält, kann 13 Stunden Spielzeit haben (24 h bei zwei Schichten), wenn sie 48/16-PCM benutzt (etwas besser als CD-Qualität). Sie kann für Ton 160 h Abspielzeit haben (oder enorme 295 h bei zwei Schichten), wenn sie Dolby-Digital-Kompression bei 64 für monophonen Ton benutzt, was perfekt für Audiobooks ist.

Kapazitäten der DVD:

Zum Vergleich: eine CD-ROM faßt etwa 650 Megabyte, das sind 0,64 Gigabyte oder 0,68 Milliarde Byte. In der Liste unten bedeutet "SS/DS" "single-sided/double-sided / einseitig/doppelseitig", "SL/DL/ML" "single-layer/dual-layer/mixed-layer / einschichtig/doppelschichtig/gemischtschichtig" ("mixed/gemischt" heißt eine Schicht auf einer Seite und auf der anderen zwei Schichten), "Gig" "Gigabyte" (2^30), "BB" "billions of bytes / Milliarden Byte" (10^9). Siehe Hinweis über Giga versus Milliarde im Abschnitt 7.2

DVD-5 (12 cm, SS/SL)4,37 Gig (4,70 BB) an Daten, über 2h an Video
DVD-9 (12 cm, SS/DL)7,95 Gig (8,54 BB), etwa 4h
DVD-10 (12 cm, DS/SL)8,74 Gig (9,40 BB), etwa 4,5h
DVD-14 (12 cm, DS/ML)12,32 Gig (13,24 BB), etwa 6,5h
DVD-18 (12 cm, DS/DL)15,90 Gig (17,08 BB), über 8h
DVD-1 (8 cm, SS/SL)1,36 Gig (1,46 BB), etwa eine halbe Stunde
DVD-2 (8 cm, SS/DL)2,47 Gig (2,66 BB), etwa 1,3h
DVD-3 (8 cm, DS/SL)2,72 Gig (2,92 BB), etwa 1,4h
DVD-4 (8 cm, DS/DL)4,95 Gig (5.32 BB), etwa 2,5h
DVD-R 1.0 (12 cm, SS/SL)3,68 Gig (3,95 BB)
DVD-R 2.0 (12 cm, SS/SL)4,37 Gig (4,70 BB)
DVD-R 2.0 (12 cm, DS/SL)8,75 Gig (9,40 BB)
DVD-RW 2.0 (12 cm, SS/SL)4,37 Gig (4,70 BB)
DVD-RW 2.0 (12 cm, DS/SL)8,75 Gig (9,40 BB)
DVD+R 2.0 (12 cm, SS/SL)4,37 Gig (4,70 BB)
DVD+R 2.0 (12 cm, DS/SL)8,75 Gig (9,40 BB)
DVD+RW 2.0 (12 cm, SS/SL)4,37 Gig (4,70 BB)
DVD+RW 2.0 (12 cm, DS/SL)8,75 Gig (9,40 BB)
DVD-RAM 1.0 (12 cm, SS/SL)2,40 Gig (2,58 BB)
DVD-RAM 1.0 (12 cm, DS/SL) 4,80 Gig (5,16 BB)
DVD-RAM 2.0 (12 cm, SS/SL)4,37 Gig (4,70 BB)*
DVD-RAM 2.0 (12 cm, DS/SL)8,75 Gig (9,40 BB)*
DVD-RAM 2.0 (8 cm, SS/SL)1,36 Gig (1,46 BB)*
DVD-RAM 2.0 (8 cm, DS/SL)2,47 Gig (2,65 BB)*
CD-ROM (12 cm, SS/SL, 74 Minuten)0,635 Gig (0,682 BB)
CD-ROM (12 cm, SS/SL, 80 Minuten)0,687 Gig (0,737 BB)
CD-ROM (8 cm, SS/SL)0,180 Gig (0,194 BB)
DDCD-ROM (12 cm, SS/SL)1,270 Gig (1,364 BB)
DDCD-ROM (8 cm, SS/SL)0,360 Gig (0,387 BB)

* Formatierte DVD-RAM-Discs haben etwas weniger als die genannte Kapazität. Zum Beispiel paßt der Inhalt einer komplett vollen DVD-R nicht ganz auf eine DVD-RAM.

Tipp: Es braucht ungefähr 2 Gigabyte, um eine Stunde durchschnittlichen Films zu speichern.

Die Erhöhung in der Kapazität im Vergleich zur CD-ROM gibt es wegen: 1.) kleineren Pit-Längen (~2,08x), 2.) engeren Spuren (~2,16x), 3.) etwas größerer Datenspeicherbereich (~1,02x), 4.) effizientere Kanalbitmodulation (~1,06x), 5.) effizientere Fehlerkorrektur (~1,32x), 6.) weniger Sektoren-Overhead (~1,06x). Die gesamte Erhöhung für eine einzelne Schicht liegt bei etwa dem 7-fachen einer Standard-CD-ROM. Es gibt eine geringfügig andere Erklärung bei <www.mpeg.org/MPEG/DVD/General/Gain.html>.

Die Kapazität einer Doppelschicht-Disc ist minimal weniger als die doppelte einer einzelnen Schicht. Der Laser muß "durch" die äußere Schicht in die innere Schicht lesen (eine Distanz von 20 bis 70 Mikrometer). Um Überschneidungen (crosstalk) zwischen den Schichten zu reduzieren, wird die Pit-Länge von 0,4µm auf 0,44µm erhöht. Um das zu kompensieren ist die Referenzscangeschwindigkeit etwas höher, 3,84 m/s, im Gegensatz zu 3,49 m/s für einschichtige Discs. Längere Pits, weiter entfernt voneinander, sind einfacher korrekt zu lesen und weniger anfälliger für Jitter. Die erhöhte Länge bedeutet weniger Pits pro Umdrehung, was zu reduzierter Kapazität pro Schicht führt.

Hinweis: Ältere Versionen von Windows, die FAT16 anstelle von UDF, FAT32 oder NTFS zum Lesen einer DVD benutzen, könnten ein Problem mit der 4-Gigabyte-Datenträgergrößenlimitierung haben. FAT16 hat außerdem ein 2-Gigabyte-Dateigrößenlimit, während FAT32 ein 4-Gigabyte-Dateigrößenlimit hat. (NTFS hat ein 2-TeraByte-Limit, also sind wir hier für eine Weile auf der sicheren Seite.)

Siehe 4.3 für Details über beschreibbare DVD. Mehr Infos über die Disc-Spezifikationen und die Herstellung kann unter Disctronics, Cinram, Technicolor und anderen Discreplikatorenseiten gefunden werden. 

[3.3.1] Wann wurden doppelseitige Doppelschicht- (Dual-Layer-) Discs (DVD-18) verfügbar?

Diese extragroßen Discs werden für Daten aber üblicherweise nicht für Filme benutzt. Der erste kommerzielle DVD-18-Titel, The Stand, wurde im Oktober 1999 auf den Markt gebracht. Eine DVD-18 erfordert eine komplett andere Art der zwei Schichten. Eine einseitige, Doppelschicht-Disc (DVD-9) wird hergestellt, indem man die Datenschicht auf jedem Substrat erstellt und die Hälfen mit transparentem Kleber zusammenklebt, so daß der Lesestrahl beide Schichten von einer Seite lesen kann. Aber wenn man vier Schichten herausbekommen möchte, muß jedes Substrat zwei Schichten fassen. Das macht das Pressen einer zweiten Datenschicht auf die Oberseite der anderen vonnöten, ein sehr viel komplizierteres Verfahren. Nur ein paar Pressen können DVD-18s herstellen und der geringe Ertrag (Anzahl der nutzbaren Discs in einem Stoß) macht es schwieriger und teurer als die Herstellung einer DVD-9s.

(Meine Vorhersage in dieser FAQ war im Dezember 1998, daß wir keine kommerziellen DVD-18-Discs bis Herbst 1999 sehen würden, ungeachtet vieler Gerüchte, daß sie früher erscheinen würden.)

[3.3.2] Was ist eine MiniDVD?

Der Begriff "miniDVD" bezieht sich verwirrenderweise auf 8-cm-DVDs und auf CDs mit DVD-Video-Inhalt darauf, passender bezeichnet als "cDVDs". 8-cm-DVDs sind in der DVD-Spezifikation definiert und lassen sich auf fast allen DVD-Playern und -Laufwerken abspielen, aber sie funktionieren mit den meisten Systemen nicht, die DVDs durch einen Schlitz aufnehmen (slot-loading), wie in Autos üblich. cDVDs lassen sich auf den meisten DVD-PCs abspielen, aber nur auf sehr wenigen DVD-Playern (siehe 5.7 für Details).

[3.4] Was sind die Videodetails?

DVD-Video ist eine Anwendung von DVD-ROM auf der Basis der Spezifikation, das vom DVD Forum kreiert wurde (siehe 6.1). DVD-Video ist außerdem eine Anwendung von MPEG-1, MPEG-2, Dolby Digital, DTS und anderen Formaten. Das bedeutet, das DVD-Video-Format definiert Untergruppen dieser Standards und Formate, die in der Praxis angewandt werden, um Discs herzustellen, die für DVD-Video-Player gedacht sind. DVD-ROM jede gewünschte digitale Information enthalten, aber DVD-Video ist auf Datentypen für die Reproduktion auf dem Fernseher beschränkt.

Eine Disc hat eine Spur (einen Strom) von MPEG-2 in constant bit rate / konstanter Bitrate (CBR) oder variable bit rate / variabler Bitrate (VBR) komprimiertem Digitalvideo. Eine restringierte Version des MPEG-2 Main Profile beim Main Level (MP@ML) wird benutzt. SP@ML wird auch unterstützt. MPEG-1-CBR- und VBR-Video ist auch erlaubt. 525/60- (NTSC, 29,97 interlaced Bilder/s) und 625/50- (PAL/SECAM, 25 interlaced Bilder/s) Videoanzeigesysteme werden insbesondere unterstützt. Kodierte Bildraten von 24 fps progressiv vom Film, 25 fps interlaced vom PAL-Video und 29,97 fps interlaced vom NTSC-Video sind typisch. MPEG-2-progressive-sequence ist nicht erlaubt, aber interlaced Sequenzen können progressives Bild und progressive Makroblöcke enthalten. Im Falle von 24-fps-Quellen bettet der Kodierer MPEG-2-repeat_first_field-Hinweisflags in den Videostrom ein, um den Dekoder entweder einen 2-3-Pulldown bei 60Hz-NTSC-Displays (eigentlich 59,94Hz) oder 2-2-Pulldown (mit der daraus resultierenden 4%-igen Beschleunigung) für 50Hz PAL-/SECAM-Bildschirme machen zu lassen. In anderen Worten: der Player "weiß" nicht, wie die kodierte Rate ist, er folgt nur den Instruktionen des MPEG-2-Dekoders, um die voreingestellte Bildrate von 25 oder 29,97 fps zu produzieren. Das ist einer der Hauptgründe, warum zwei Arten Discs existieren, eine für NTSC und eine für PAL. Siehe 1.19.)

Weil die Filmtransfers für PAL und NTSC für gewöhnlich dieselbe Kodierbildrate (24 fps) benutzen, aber die Auflösung bei PAL größer ist, braucht die PAL-Version mehr Platz auf der Disc. Die Rohzunahme vor dem Kodieren beträgt 20% (480 auf 576), aber das Endergebnis liegt näher an 15%, je nach der Kodierereffizienz. Das bewirkt eine Vergrößerung von 600 bis 700 Megabyte auf PAL-Discs verglichen mit NTSC-Discs.

Es ist interessant, darauf hinzuweisen, daß sogar interlaced Quellvideo von einem guten Kodierer als progressiv strukturiertes MPEG-Bild mit interlaced feldkodierten Makroblöcken, die nur für Bewegung genutzt werden, gerendert werden kann. Die meisten Filmquellen sind mit 24 Bildern pro Sekunde kodiert (der inverse Film-Videosignal-Transfer während der Kodierung entfernt die duplizierten 2-3-Pulldown-Felder von der Videokassettenquelle und die verbleibenden Feldpaare, obwohl sie technisch in interlaced Form vorliegen, können von einem progressiven Player re-interleaved werden). Die meisten Videoquellen sind bei 25 oder 30 interlaced Bildern pro Sekunde kodiert. Das kann auf einer einzigen Disc unterschiedlich sein, wie, wenn auf ein Logo mit einer interlaced Quelle ein Film mit progressiver Quelle folgt.

Siehe 3.8 für eine Erklärung von progressivem und interlaced Scanning. Siehe 1.40 für Progressive-scan-Player. Siehe MPEG-Seite <www.mpeg.org> für weitere Informationen über MPEG-2-Video.

Die Bilddimensionen sind maximal 720x480 (für 525/60 NTSC-Bildschirme) oder 720x576 (für 625/50 PAL/SECAM-Bildschirme). Die Bilder werden vor dem Kodieren von 4:2:2 ITU-R BT.601 auf 4:2:0 heruntergesampelt, was eine durchschnittliche Zuweisung von 12 Bit/Pixel im Y'CbCr-Format ergibt. (Die Farbtiefe ist 24 Bit, weil Farbsamples über 4 Pixel geteilt werden.) DVD-Pixel sind nicht quadratisch (siehe 3.5). Die unkomprimierte Quelle hat 124,416 bei Videoquellen (720x480x12x30 oder 720x576x12x25) oder 99,533 oder 119,439 Mbps bei Filmquellen (720x480x12x24 oder 720x576x12x24). In analogen Begriffen gibt es etwa 500 Linien Horizontalauflösung, aber sie kann bis auf 540 anwachsen (siehe 3.4.1). Der typische Luma-Frequenzgang erreicht die volle Amplitude zwischen 5,0 und 5,5 MHz. Das ist unter der normalen 6,75MHz-Frequenz des MPEG-2-Digitalsignals (in anderen Worten, die meisten ziehen beim Reproduzieren der vollen Qualität einer DVD den Kürzeren). Der Chroma-Frequenzgang ist halb so groß wie bei Luma.

Zulässige Bildauflösungen sind:
MPEG-2, 525/60 (NTSC): 720x480, 704x480, 352x480, 352x240
MPEG-2, 625/50 (PAL): 720x576, 704x576, 352x576, 352x288
MPEG-1, 525/60 (NTSC): 352x240
MPEG-1, 625/50 (PAL): 352x288

Verschiedene Player benutzen eine andere Anzahl an Bits bei der Konvertierung des Videos von digital in analog, die Player mit der besten Qualität benutzen 10 oder 12 Bit. Das hat nichts mit dem MPEG-Dekodierprozeß zu tun, weil jedes originale Component-Signal auf 8 Bit pro Sample beschränkt ist. Mehr Bits im Player gewähren mehr "Kopffreiheit" und mehr Signallevel während der Digital-nach-analog-Konvertierung, was dabei helfen kann, ein besseres Bild zu erzeugen.

Die maximale Videobitrate ist 9,8 Mbps. Die "durchschnittliche" Bitrate ist etwa 4 Mbps, hängt aber von der Länge, Qualität, Tonspuranzahl etc. ab. Das ist eine 31:1-Reduktion von der unkomprimierten 124-Mbps-Videoquelle (oder eine 25:1-Reduktion von einer 100-Mbps-Filmquelle. Die unbearbeiteten Kanaldaten werden mit konstanten 26,16 Mbps von der Disc gelesen. Nach der 8/16-Demodulation ist sie auf 13,08 Mbps geschrumpft. Nach der Fehlerkorrektur geht der Nutzdatenstrom mit konstanten 11,08 Mbps in den Spurpuffer. Der Spurpuffer sendet die Systemstromdaten mit einer variablen Rate von bis zu 10,08 Mbps aus. Nach dem Systemoverhead ist die Maximalrate der kombinierten Elementarströme (Ton + Bild + Unterbild) 10,08. Die MPEG-1-Videorate ist auf 1,856 Mbps limitiert, mit einer typischen Rate von 1,15 Mbps.

Standbilder (als MPEG-I-Einzelbilder kodiert) werden unterstützt und können für eine bestimmte oder unbestimmte Zeitspanne dargestellt werden. Das wird für Menüs oder Diavorführungen genutzt. Standbilder können von Musik begleitet werden.

Eine Disc kann bis zu 32 Unterbildspuren haben, die über das Video gelegt werden und für Untertitel, Erklärungen für Hörgeschädigte, Erklärungen für Kinder, Karaoke, Menüs, einfache Animation etc. genutzt werden können. Das sind bildschirmfüllende, laufzeitkodierte Bitmaps mit zwei Bit pro Pixel, mit vier Farbwerten und vier Transparentwerten. Für jede Gruppe Unterbilder sind vier Farben von der 16-Farben-Palette (von der YCbCr-Skala) und vier Kontrastwerte aus 16 Levels von transparent bis opak ausgewählt. Weil einer der vier Werte üblicherweise 100% Transparenz ist (um das Video durchscheinen zu lassen), sind nur drei Kombinationen von Farben und Transparenzen übrig, was die Überlagerungsgraphiken ziemlich plump macht. Von Unterbildern angezeigte Kommandosequenzen können für die Schaffung von Effekten wie Scrollen, Bewegung, Farbe/Hervorheben und Blenden genutzt werden. Die maximale Unterbilddatenrate ist 3,36 Mbps, mit einer maximalen Einzelbildgröße von 53220 Byte.

Zusätzlich zu Untertiteln in Unterbildströmen unterstützt DVD auch NTSC Closed Captions. Closed-Caption-Text wird im Videostrom als MPEG-2-Nutzdaten (in den Paket-Headern) gespeichert und wird vom Player als eine Zeile-21 analoge Signalform in dem Videosignal regeneriert, das dann von einem Closed-Caption-Dekoder im Fernseher dekodiert werden muß. Obwohl die DVD-Video-Spezifikation nur NTSC erwähnt, gibt es keinen technischen Grund, warum PAL/SECAM-DVD-Player nicht dazu gebracht werden könnten, den Closed-Caption-Text im World-System-Teletext- (WST) Format auszugeben; der einzige Kniff ist es, mit den unterschiedlichen Bildraten klarzukommen. Unglückseliger Hinweis: Das DVD-Closed-Caption-MPEG-2-Speicherformat ist etwas anders als das ATSC-Format. Siehe 1.45 für mehr über Closed Captions.

[3.4.1] Was bedeutet "lines of resolution / Auflösungslinien"?

Jeder wird von dem Terminus "lines of horizontal resolution / Linien der Horizontalauflösung", auch bekannt als "LoHR" oder "TVL", verwirrt. Es ist ein Relikt vom Analogvideo, es wird kaum verstanden und widersprüchlich gemessen und von den Herstellern angegeben, aber wir sind es los, wenn alles Video digital ist und wir die Auflösung einfach in Pixeln angeben können.

Technisch bezieht sich die horizontale Auflösung auf sichtbar zerlegbare senkrechte Linien pro Bildhöhe. In anderen Worten, es wird gemessen, indem man die Anzahl der vertikalen schwarzen und weißen Linien zählt, die auf einem Bereich, der so breit ist wie die Bildhöhe, unterschieden werden können. Das Konzept ist es, die Messung unabhängig von dem Seitenverhältnis zu machen. "Linien der Horizontalauflösung" bezieht sich auf Fernsehbildschirme und Signalformate wie jenes, das von einem DVD-Player erzeugt wird, gleichermaßen. Die meisten Fernseher haben absurd hohe Zahlen bei den Angaben ihrer Horizontalauflösung.

Weil DVD 720 Horizontalpixel hat (sowohl auf NTSC- als auch PAL-Discs), kann die Horizontalauflösung berechnet werden, indem man 720 durch 1,33 teilt (von dem 4:3-Seitenverhältnis), um dann 540 Linien zu erhalten. Auf einem 1,78- (16:9) Bildschirm hat man 405 Linien. In der Praxis haben die meisten Player wegen des Filterns und der billigen DA-Konvertern etwa 500 Linien anstelle 540. VHS hat etwa 230 Linien (172 bei Widescreen), übertragenes Fernsehen hat etwa 330 (248 bei Widescreen) und Laserdisc hat etwa 425 (318 bei Widescreen).

Verwechseln Sie nicht die horizontale Zeilenauflösung (Auflösung entlang der X-Achse) mit den Scan-Zeilen (Auflösung entlang der Y-Achse). DVD erzeugt exakt 480 Scanzeilen Aktivbild bei NTSC und 576 bei PAL. Der NTSC-Standard hat insgesamt 525 Scanzeilen, aber nur 480 bis 483 oder so sind sichtbar. (Die zusätzlichen Zeilen enthalten Gleichlaufimpulse und andere Informationen wie Closed Captions, die in die Zeile 21 hineinkodiert sind). PAL hat insgesamt 625 Scanzeilen, aber nur etwa 576 bis 580 sind sichtbar. Weil alle Videoformate (DVD, VHS, LD, Fernsehen usw.) dieselbe Anzahl an Scanzeilen haben, ist es die horizontale Auflösung, die den großen Unterschied bei der Qualität macht.

Für weitere Information, siehe Allan Jaynes TV and Video Resolution Explained.

[3.5] Was ist Widescreen/Breitbild? Wie funktionieren die Seitenverhältnisse (Aspektraten)?

Video kann auf DVD im 4:3-Format (Standard-TV-Form) oder in 16:9 (Widescreen) gespeichert sein. Das Verhältnis Breite-zu-Höhe von Standardfernsehern ist 4 zu 3; in anderen Worten ist es 1,33-mal breiter als hoch. Neue Breitbildfernseher, besonders jene, die für HDTV konstruiert sind, haben ein Verhältnis von 16 zu 9; das ist 1,78-mal breiter als hoch.

DVD ist speziell dafür konstruiert, Breitbildbildschirme zu unterstützen. Widescreen-16:9-Video, wie von einer 16:9-Videokamera, kann auf der Disc in anamorpher Form gespeichert sein, d.h., das Bild ist horizontal gestaucht, um auf das Standard-4:3-Rechteck zu passen, und wird während der Wiedergabe entzerrt.

Die Sache wird schon komplizierter, wenn Film zu Video transferiert wird, weil die meisten Filme heutzutage ein Seitenverhältnis von 1,66, 1,85 ("flat") oder 2,40 ("scope") haben. Weil die nicht in die 1,33 oder 1,78-Fernseherformen passen, werden zwei Arbeitsschritte eingesetzt, um die verschiedenen Filmformate auf den Fernseher einzupassen:

Letterbox (oft mit "LBX" abgekürzt) bedeutet, das Video wird im Kinoseitenverhältnis präsentiert, das breiter ist als Standard- oder Breitbildfernsehen. Schwarze Balken, genannt (engl.) mattes, werden benutzt, um die Lücken oben und unten auszufüllen. Ein 1,85-Film, der für 1,33-Display geletterboxt wurde, hat dünnere Balken als ein 2,4-Film, der auf 1,33 geletterboxt ist (28% der Anzeigehöhe versus 44%), obwohl ersterer fast dieselbe Dicke hat wie ein auf 1,78 geletterboxter 2,4-Film (26% der Bildschirmhöhe). Die Balken beim Letterboxen eines 1,85-Films für ein 1,78-Display sind so dünn (2%), daß von dem Overscan der meisten Breitbildfernseher versteckt werden. Einige Filme, besonders animierte Spiel- und europäische Filme, haben ein Seitenverhältnis von 1,66, was für ein 1,33-Display geletterboxt oder für eine 1,78-Anzeige sideboxed (windowboxed) werden können.

Pan & Scan meint, daß das dünnere Fernseh-"Fenster" verschoben und auf das größere Filmbild vergrößert wird, wobei die Seiten abgeschnitten werden. Jedoch haben die meisten heutigen Filme soft matte, d.h., ein volles 1,33-Verhältnis-Filmbild wird benutzt. (Der Kameramann hat zwei Stück Bildmarkierungen im Bildsucher, eine für 1,33 und eine für 1,85, also kann er/sie beide Formate einkalkulieren.) Der obere und untere Teil sind im Kino verdeckt, aber wenn der Film zum Video transferiert wird, kann das volle 1,33-Bild im Pan-&-Scan-Prozeß benutzt werden. Pan & scan wird primär für 1,33-Formatierung benutzt, nicht für 1,78-Formatierung, weil Breitbild-Fans Letterboxing zum Erhalt des Kinoeffekts bevorzugen.

Für weitere Details und schöne anschauliche Hilfe siehe Leopolds How Film Is Transferred to Video-Seite.

Wenn das Bild einmal für Vollbild oder Breitbild formatiert ist, ist es kodiert und auf der DVD gespeichert. DVD-Player haben vier Wiedergabemodi, einen für 4:3-Video und drei für 16:9-Video:

Video, das im 4:3-Format gespeichert ist, wird vom Player nicht verändert. Es erscheint normal auf einem Standard-4:3-Bildschirm. Breitbildsysteme vergrößern es entweder oder fügen schwarze Balken an den Seiten hinzu. 4:3-Video kann vielleicht mit Letterboxing oder Pan & scan formatiert worden sein, bevor es auf DVD transferiert wurde. Jedwede Formatierung, die dem Video vor der Speicherung zugefügt wurde, ist für den Player offenkundig. Er reproduziert es einfach nur als Standard-4:3-Fernsehbild. Video, das vor der Kodierung geletterboxt wurde, kann mit einem Hinweisflag versehen werden, so daß der Player einem Breitbildfernseher automatisch mitteilt, daß er das Bild ausbreiten soll. Leider setzen einige Discs (wie Fargo) den Hinweisflag im Video nicht richtig und, was noch schlimmer ist, manche Player ignorieren die Flags.

Die Anmut der Anamorphose ist, daß weniger vom Bild für die Letterbox-Balken verschwendet wird. DVD hat eine Bildgröße, die für 1,33-Bildschirme entworfen ist, also muß das Bild passend gemacht werden, weil es nur horizontal gestaucht ist, 33% mehr Pixel (25% der Gesamtpixel in einem Videobild) werden zur Speicherung aktiven Bildes anstelle von Schwarz genutzt. Anamorphes Video wird auf Breitbildausstattung am besten angezeigt, was das Bild zurück auf die ursprüngliche Breite streckt. Alternativ können viele neue 4:3-Fernseher den vertikalen Scanbereich reduzieren, um das richtige Seitenverhältnis darzustellen, ohne Auflösung zu verlieren (ein automatisches Auslösesignal wird an europäische Fernseher auf dem SCART-8-Pol gesandt). Obwohl fast alle Rechner 4:3-Monitore haben, haben sie eine höhere Auflösung als Fernseher, so daß sie das volle Widescreenbild in einem Fenster (854x480 Pixel oder mehr für NTSC; 1024x576 oder mehr für PAL) anzeigen können.

Anamorphes Video kann vom Player zum Anzeigen auf einem Standard-4:3-Fernseher in Letterbox- oder Pan-&-Scan-Form konvertiert werden. Wenn anamorphes Bild unabgeändert auf einem Standard-4:3-Display dargestellt wird, sehen die Menschen zu groß und dünn aus, als ob sie auf einer Crash-Diät gewesen wären. Die Einstelloptionen eines DVD-Players erlauben es dem Zuschauer einzustellen, ob er einen 16:9- oder 4:3-Fernseher hat. Im Falle eines 4:3-Fernsehers läßt eine zweite Option den Betrachter eine Präferenz für die Umformatierung von anamorphem Video im Player einstellen. Die zwei Optionen werden unten ausführlich dargestellt.

Für den automatischen Letterboxmodus generiert der Player schwarze Balken oben und unten am Bild (60 Zeilen für NTSC, 72 für PAL). Das läßt 3/4 der Höhe übrig, erzeugt ein weniger hohes aber breiteres Rechteck (1,78:1). Um in dieses kleinere Rechteck zu passen, wird das anamorphe Bild mit einem Letterboxfilter vertikal gestaucht, der je 4 Zeilen in 3 kombiniert und die vertikale Auflösung von Scanzeilen auf 360 reduziert (576 auf 432 bei PAL). Wenn das Video schon geletterboxt wurde, um auf das 1,78-Verhältnis zu passen, gehen die Balken, die von dem Player generiert werden, unauffällig in die Balken vom Video über.) Das vertikale Stauchen kompensiert das originale horizontale Stauchen so, daß der Film in seiner vollen Größe angezeigt wird. Einige Player haben bessere Letterboxfilter als andere, die einen gewichtete Durchschnittsberechnung benutzen, um die Zeilen zu kombinieren (4 Zeilen in 3 skalieren oder die Begrenzungslinien mischen) und nicht einfach jede vierte Zeile herausnehmen. Vollbildvideo kann auf teuerem Studioequipment zu 4:3 geletterboxt werden, bevor es auf der Disc gespeichert wird oder es kann in anamorpher Form gespeichert werden und im Player auf 4:3 geletterboxt werden. Wenn man die beiden vergleicht, werden die Letterboxbalken dieselben sein aber die Qualität der Studioversion kann geringfügig besser sein. (Siehe 1.38 für mehr über Letterboxing.)

Für den automatischen Pan-&-Scan-Modus wird das anamorphe Video auf 16:9 entzerrt und die Seiten werden abgeschnitten, so daß ein Teil des Bilds auf einem 4:3-Schirm in voller Höhe angezeigt wird, indem dem center of interest / Mittelpunkt des Interesses-Offset, der je nach den Voreinstellungen derer, die das Video von Film auf Video transferiert haben, in den Videostrom kodiert ist, gefolgt wird. Das Pan-&-Scan-"Fenster" hat 75% der vollen Breite, was die horizontalen Pixel von 720 auf 540 reduziert. Das Pan-&-Scan-Fenster kann nur seitlich bewegt werden. Das entspricht nicht einem echten Pan-&-Scan-Prozeß, in dem das Fenster auch nach oben und unten bewegt und in das Bild hinein- und herausgezoomt werden kann. Auto-Pan-&-Scan hat drei Nachteile: 1.) es liefert nicht die gleiche künstlerische Kontrolle wie Studio-Pan-&-Scan, 2.) es geht Bilddetail verloren, wenn das Bild hochskaliert wird 3.) Ausrüstung für die Aufnahme von Bildverschiebungsinformation ist nicht weit verbreitet. Deswegen wurden keine anamorphen Filme mit aktiviertem Auto-Pan-&-Scan auf den Markt gebracht, obwohl einige Discs die Pan-&-Scan-Funktion in den Menüs benutzen, so daß dasselbe Menü für den Breitbild- und den 4:3-Modus funktionieren. Um ein qualitatives bildschirmfüllendes Bild für die große Mehrheit der Fernsehzuschauer und trotzdem das beste Erlebnis für Breitbildfernseherbesitzer zu liefern, entscheiden sich einige DVD-Produzenten, zwei Versionen auf eine einzige Disc zu machen: 4:3-Studio-Pan-&-Scan und 16:9 anamorph.

Die Wiedergabe von Breitbildmaterial kann von dem Discproduzenten beschränkt werden. Programme können für die folgenden Anzeigemodi markiert werden:
- 4:3-Vollbild
- 4:3 LB (für das Senden eines Letterboxexpandierungssignals an Breitbildfernseher)
- nur 16:9 LB (dem Player wird nicht erlaubt, auf einem 4:3-Fernseher Pan & Scan durchzuführen)
- nur 16:9 PS (dem Player ist das Letterboxing auf einem 4:3-Fernseher nicht gestattet)
- 16:9 LB oder PS (der Zuschauer kann Pan & Scan oder Letterbox auf einem 4:3-Fernseher auswählen)

Sie können für gewöhnlich sagen, daß eine Disc anamorphes Video enthält, wenn auf der Verpackung "verbessert für 16:9-Breitbild" oder etwas ähnliches steht. Wenn überall nur "widescreen" draufsteht, kann es auf 4:3 geletterboxt sein, nicht auf 16:9. Widescreen Review hat eine Liste von amorphen DVD-Titeln.

Zusätzliche Erklärungen, wie anamorphe Videoerzeugnisse gefunden werden können gibt es bei Greg Loverns What's an Anamorphic DVD? Seite, Bill Hunts Ultimate Guide to Anamorphic Widescreen DVD und Dan Ramers What the Heck Is Anamorphic?. Mehr Informationen können bei Anamorphic Widescreen Support Page, der Letterbox/Widescreen Advocacy Page und The American Widescreen Museum gefunden werden. Vielleicht interessieren Sie sich auch für Guy Wrights The Widescreen Scam. Siehe 1.38 für weitere Besprechung von Letterboxing.

Die Anamorphose verursacht keine Probleme mit den Zeilenverdopplern und anderen Videoskalierern, die einfach die Scanzeilen verdoppeln, bevor sie von der Breitbildanzeige ausgestreckt werden.

Für anamorphes Video sind die Pixel fetter. Verschiedene Pixelseitenverhäntnisse (keines davon quadratisch) werden für verschiedene Seitenverhältnisse und Auflösungen benutzt. 720-Pixel- und 704-Pixel-Größen haben dasselbe Seitenverhältnis, weil ersteres Overscan verwendet. Beachten Sie, daß konventionelle Werte von 1,0950 und 0,9157 für Höhe/Breite sind (und an die Scanfrequenzen angepaßt sind). Die unten stehende Tabelle verwendet weniger verwirrende Breite/Höhe-Werte (y/x * h/b).

	720x480   720x576
      	704x480   704x576   352x480   352x576
4:3     0,909     1,091     1,818     2,182
16:9    1,212     1,455     2,424     2,909

Für blutige Details der Videoauflösung und des Pixelseitenverhältnises siehe Jukka Ahos Quick Guide to Digital Video Resolution and Aspect Ratio Conversions.

[3.6] Was sind die Audiodetails?

DVD kommt in zwei Heimkinovarianten: DVD-Video und DVD-Audio. Jede unterstützt hochauflösenden Mehrkanalton, aber DVD-Audio enthält höherqualitativen PCM-Ton.

[3.6.1] Details über DVD-Audio und SACD

LPCM ist in DVD-Audio-Discs vorgeschrieben, es hat bis zu 6 Kanäle bei einer Abtastfrequenz von 48/96/192 kHz (auch 44,1/88,2/176,4 kHz) und einer Abtasttiefe von 16/20/24 Bit. Das erlaubt theoretisch einen Frequenzgang von bis zu 96 kHz und einen Lautsstärkenumfang von bis zu 144 dB. Mehrkanal-PCM ist vom Player heruntermixbar, obwohl bei 192 und 176,4 kHz nur zwei Kanäle verfügbar sind. Abtastfrequenzen und -tiefen können auf den verschiedenen Kanälen variieren, indem man einen vordefinierten Satz Gruppen verwenden. Die maximale Datenrate ist 9,6 Mbps.

Die Working Group for audio / Arbeitsgruppe für Ton (WG4) vom DVD Forum hat sich dazu entschlossen, verlustfreie Kompression aufzunehmen und genehmigte am 5. August 1998 Meridians MLP (Meridian Lossless Packing / Meridian verlustfreies Packen)-Schema, lizenziert von Dolby. MLP entfernt die Redundanz vom Signal, um ein Kompressionsverhältnis von etwa 2:1 zu erhalten, wobei das PCM-Signal, das in allen DVD-Audio-Playern benötigt wird, vom MLP-Dekoder komplett wiederhergestellt werden kann. MLP ermöglicht Abspielzeiten von 74 bis 135 Minuten bei 6-Kanal-96-kHz/24-bit-Ton auf einer einzelnen Schicht (verglichen mit 45 Minuten ohne Packen). Zweikanal-192-kHz/24-bit-Spielzeiten liegen bei etwa 120 bis 140 Minuten (verglichen mit 67 Minuten ohne Packen).

Andere Tonformate von DVD-Video (Dolby Digital, MPEG-Ton und DTS, unten beschrieben) sind auf DVD-Audio-Discs optional, obwohl Dolby Digital für Toninhalt, der mit Video verbunden ist, benötigt wird. Eine Untergruppe von DVD-Video-Funktionen (keine Winkel, keine nahtlosen Verzweigungen etc.) ist erlaubt. Die meisten DVD-Audio-Player sind außerdem "universelle" Player, die auch DVD-Video-Discs abspielen können.

DVD-Audio enthält spezialisierte Funktionen für das Heruntermixen von PCM-Kanälen. Anders als bei DVD-Video, wo der Dekoder entscheidet, wie die 6 Kanäle auf 2 heruntergemixt werden, enthält DVD-Audio Koeffiziententabellen um den Mixdown zu kontrollieren und einen Lautstärkeanwuchs durch die Kanalaggregation zu vermeiden. Bis zu 16 Tabellen können für jeden Tontitelsatz (Album) definiert werden und jeder Titel kann auf eine Tabelle bezogen werden. Die Koeffizienten dehnen sich auf den Bereich von 0dB bis 60dB aus. Diese Funktion läuft unter dem schrecklich zustandegekommenen Namen "SMART" (system-managed audio resource technique / systemverwaltete Tonquellentechnik). (Dolby Digital, unterstützt sowohl in DVD-Audio als auch DVD-Video, enthält auch Downmix-Informationen, die bei einer bestimmten Kodierzeit gesetzt werden können.)

DVD-Audio kann bis zu 99 Standbilder pro Titel enthalten (bei typischen Kompressionsleveln passen etwa 20 Bilder in den 2-MB-Puffer des Players), mit einem begrenztem Satz an Übergängen (ein/ausfügen, ein/ausblenden, auflösen und wipe). Anders als bei DVD-Video kann der Benutzer nach Belieben die Bilder umschalten, ohne daß der Ton unterbrochen wird: das wird eine "browsable slideshow / durchsehbare Diashow" genant. Die Bildschirmanzeigen können für synchronisierte Liedtexte (Lyrics) und Navigationsmenüs genutzt werden. Ein speziell vereinfachter Navigiermodus kann auf Playern ohne Videodisplay genutzt werden.

Sony und Philips werben für SACD, einem konkurrierenden, DVD-basiertem Format, das Direct Stream Digital (DSD)-Kodierung bei Abtastraten von 2,8224 MHz benutzt. DSD basiert auf der pulse-density modulation / Impulsdichtenmodulation (PDM)-Technik, die einzelne Bits für den inkrementellen Anstieg oder Abfall der Tonwellenfom benutzt. Das verbessert angeblich die Qualität, indem es die Brickwall-Filter, die für die PCM-Kodierung genutzt werden, entfernt. Es macht außerdem das Heruntersampeln akkurater und effizienter. DSD unterstützt einen Frequenzgang bis über 100 kHz mit einem Lautstärkeumfang von über 120 dB. DSD enthält eine verlustfreie Kodiertechnik, die eine ungefähre 2:1-Datenreduktion bringt, indem jedes Sample vorhergesagt wird und dann das Fehlersignal run-length-kodiert wird. Die maximale Datenrate ist 2,8 Mbps.

SACD enthält eine physikalische Wasserzeichenfunktion, pit signal processing / Pit-Signalverarbeitung (PSP), welches die Breite der Pits auf der Disc moduliert, um das digitale Wasserzeichen zu speichern (Daten werden in der Pitlänge gespeichert). Der optische Abnehmer braucht zusätzliche Elektronik, um das PSP-Wasserzeichen zu lesen, das dann mit der Information auf der Disc verglichen wird, um die Legitimität festzustellen. Wegen der Notwendigkeit von speziellen Wasserzeichenschaltkreisen sind geschützte SACDs in Standard-DVD-ROM-Laufwerken nicht abspielbar.

SACD enthält Text und Standgraphiken, aber kein Video. Sony sagt, das Format richte sich auf Audiophile und wäre nicht dafür gedacht, das Audio-CD-Format zu ersetzen.

Siehe 1.12 für generellere Infos zu DVD-Audio und SACD.

[3.6.2] Audiodetails über DVD-Video

Die folgenden Details sind für Tonspuren im DVD-Video. Einige DVD-Hersteller wie Pioneer entwickeln Nur-Audio-Player, die das DVD-Video-Format nutzen. Einige DVD-Video-Discs enthalten größtenteils Audio nur mit Standbildern.

Eine DVD-Video-Disc kann bis zu 8 Tonspuren (Ströme) enthalten, die mit jedem Videotrack verbunden sind (oder jedem Videowinkel). Jede Tonspur kann in einer der drei Formen vorliegen:

Zwei zusätzliche optionale Formate werden unterstützt: DTS und SDDS. Beide benötigen passende Dekoder und werden nicht von allen Playern unterstützt.

Das ".1" bezieht sich auf den low-frequency effects / Niederfrequenzeffekt- (LFE) Kanal, der an einen Subwoofer/Tieftöner angeschlossen ist. Dieser Kanal überträgt ein angehobenes Baßtonsignal.

Lineares PCM ist unkomprimierter (verlustfreier) Digitalton, dasselbe Format wie auf CDs und den meisten Studio-Masterbändern. Er kann auf 48 oder 96 kHz bei 16, 20, oder 24 Bit/Sample gesampelt sein (Audio-CD ist auf 44,1 kHz und 16 Bit beschränkt). Es kann 1 bis 8 Kanäle geben. Die maximale Bitrate liegt bei 6,144 Mbps, was die Abtastrate und die -tiefe limitiert, wenn 5 oder mehr Kanäle genutzt werden. Es wird allgemein angenommen, daß ein Lautstärkeumfang von 120 dB bei 20 Bit kombiniert mit einem Frequenzverlauf von etwa 22,000 Hz vom 48-kHz-Sampling adäquat für die originalgetreue Tonreproduktion ist. Aber zusätzliche Bits und Samplingraten sind nützlich für audiophile Anwender, Studioarbeit, Noise-Shaping, fortgeschrittene Digitalverarbeitung und dreidimensionale Klangfeldreproduktion. DVD-Player müssen alle Variationen von LPCM unterstützen, aber viele sampeln 96 kHz auf 48 kHz herunter und einige nutzen nicht alle 20 oder 24 Bit. Das Signal, was von dem Digitalausgang für die externen D/A-Wandler geliefert wird, kann auf weniger als 96 kHz und 24 Bit beschränkt sein.

Dolby Digital ist Mehrkanaldigitalton, benutzt verlustbehaftete AC-3-Kodierungstechnologie von einer PCM-Quelle mit einer Abtastfrequenz von 48 kHz bei bis zu 24 Bit. Die Bitrate geht von 64 kbps bis 448 kbps, mit einer normalen Rate von 384 oder 448 für 5.1 Kanäle und 192 für Stereo (mit oder ohne Surround-Kodierung). (Die meisten Dolby-Digital-Dekoder unterstützen bis zu 640 kbps, also spielen Non-Standard-Discs mit 640-kbps-Spuren auf vielen Playern.) Die Kanalkombinationen sind (vorne/hinten): 1/0, 1+1/0 (Dual-Mono), 2/0, 3/0, 2/1, 3/1, 2/2 und 3/2. Der LFE-Kanal ist für alle acht Kombinationen optional. Für Details siehe ATSC-Dokument A/52 <www.atsc.org/document.html>. Dolby Digital ist das Format, das für Tonspuren auf fast allen DVDs genutzt wird.

MPEG-Audio ist Mehrkanaldigitalton, nutzt eine verlustbehaftete Kompresion des ursprünglichen PCM-Formats mit einer Abtastfrequenz von 48 kHz von 48 kHz bei 16 oder 20 Bit. MPEG-1- und MPEG-2-Formate werden gleichermaßen unterstützt. Die variable Bitrate ist 32 kbps bis 912 kbps mit einer normalen Durchschnittsrate von 384. MPEG-1 ist auf 384 kbps beschränkt. Kanalkombinationen sind (vorn/hinten): 1/0, 2/0, 2/1, 2/2, 3/0, 3/1, 3/2 und 5/2. Der LFE-Kanal ist bei allen Kombinationen optional. Das 7.1-Kanalformat fügt Kanäle zwischen links-Mitte und rechts-Mitte ein, ist aber für den Heimgebrauch rar. MPEG-2-Surroundkanäle sind in einer Erweiterung auf die MPEG-1-Stereokanäle ge-stream-matrixed, was MPEG-2-Ton rückwärtskompatibel mit MPEG-1-Hardware macht (ein MPEG-1-System erkennt nur die zwei Stereo-Kanäle). MPEG Layer 3 (MP3) und MPEG-2 AAC (auch bekannt als "NBC" oder "unmatrix") werden vom DVD-Video-Standard nicht unterstützt. MPEG-Ton wird nicht häufig auf DVDs genutzt, obwohl einige preiswerte DVD-Aufnahmesoftware MPEG-Ton benutzt, auch auf NTSC-Discs, was gegen den Standard verstößt und nicht von allen NTSC-Playern unterstützt wird.

DTS (Digital Theater Systems) Digital Surround ist ein optionales Digitaltonformat, benutzt verlustbehaftete Kompression von PCM bei 48 kHz bei bis zu 24 Bit. Die Datenrate liegt bei 64 kbps bis 1536 kbps mit einer typischen Rate von 754,5 und 1509,25 für 5.1 Kanäle und 377 oder 754 für 2 Kanäle. (Das DTS-Coherent-Acoustics-Format unterstützt bis zu 4096 kbps variable Datenraten für verlustfreie Kompression, aber es wird nicht von DVD unterstützt. DVD erlaubt außerdem keine anderen DTS-Abtastfrequenzen als 48 kHz.). Kanalkombinationen sind (vorne/hinten): 1/0, 2/0, 3/0, 2/1, 2/2, 3/2. Der LFE-Kanal ist bei allen Kombinationen optional. DTS ES unterstützt 6.1 Kanäle auf zwei Weisen: 1) ein Dolby-Surround-EX-kompatibler matrixed mittlerer Kanal, 2) ein diskreter 7ter Kanal. DTS hat außerdem einen 7.1-Kanal-Modus (8 diskrete Kanäle), aber noch keine DVDs haben das bis jetzt genutzt. Die 7- und 8-Kanalmodi brauchen einen neuen Dekoder. Der DVD-Standard enthält ein für DTS reserviertes Audiostreamformat, aber viele ältere Player ignorieren es. Das DTS-Format, was auf DVDs genutzt wird, ist ein anderes als das, was in Kinos genutzt wird (Audio Processing Technologys apt-X, ein ADPCM-Kodierer, kein psychoakustischer Kodierer). Alle DVD-Player können DTS-Audio-CDs abspielen, weil der Standard-PCM-Strom DTS-Code enthalten kann. Siehe 1.32 für generelle DTS-Information. Für weitere Infos besuchen Sie <www.dtstech.com> und lesen Sie Adam Barratts Artikel.

SDDS (Sony Dynamic Digital Sound) ist ein optionales Mehrkanal- (5.1 oder 7.1) Digitaltonformat, komprimiert von PCM bei 48 kHz. Die Datenrate kann bis auf 1280 kbps hochgehen. SDDS ist ein Kinofilmtonspurformat und basiert auf dem ATRAC-Kompressionsformat, das auch bei der Minidisc benutzt wird. Sony hat nicht angekündigt, daß sie die Unterstützung von SDDS auf DVD planen.

THX (Tomlinson Holman Experiment) ist kein Tonformat. Es ist ein Zertifikations- und Qualitätskontrollprogramm, das Tonsysteme und Akustik im Kino, Heimausstattung und digitale Masteringprozesse betrifft. Das LucasFilm-THX-Digital-Mastering-Programm benutzt einen patentierten Prozeß, um die Videoqualität durch die verschiedenen Videogenerationen zu verfolgen, die gebraucht werden, um eine endgültige Form der Disc oder Kassette zu erstellen, des weiteren eine Einstellung von Videomonitoren, die es dem Filmemacher ermöglicht, eine präzise Wiedergabe dessen zu sehen, was auf Band ist, bevor das Masterband und andere Schritte genehmigt werden. THX-zertifizierte "4.0"-Verstärker verstärken Dolby Pro Logic wie folgt: ein Crossover, der Baß von den vorderen Kanälen an den Tieftöner schickt; Neuabgleich auf den vorderen Kanälen (um die hochfrequenten Verstärkung im Kinomix, die für Lautsprecher hinter der Leinwand gedacht ist, zu kompensieren); Klangfarbenangleich in den hinteren Kanälen; Trennung der hinteren Kanäle; eine Baßkurve, die tiefe Frequenzen anhebt. THX-zertifizierte "5.1"-Verstärker verstärken Dolby Digital und verbessern 4.0 wie folgt: die hinteren Kanäle haben das gesamten Klangspektrum, also sendet der Crossover Bass gleichermaßen von vorne und hinten an den Subwoofer; Trennung wird automatisch eingeschaltet, wenn die hinteren Kanäle denselben Ton haben, aber nicht bei geteilten Surroundeffekten, die nicht getrennt werden müssen. Mehr Infos bei Home THX Program Overview.

Discs, die 525/60- (NTSC) Video enthalten, müssen PCM oder Dolby Digital auf mindestens einer Spur benutzen. Discs mit 625/50- (PAL/SECAM) Video müssen PCM oder MPEG-Audio oder Dolby Digital auf mindestens einer Spur nutzen. Zusätzliche Spuren dürfen bei jedem Format verwandt werden. Einige Player der ersten Generation, wie die von Matsushita, können MPEG-2-Ton nicht an die externen Dekoder ausgeben.

Nach der originalen DVD-Video-Spezifikation muß entweder MPEG-Ton oder PCM auf 625/50- (PAL) Discs sein. Es gab eine kurze Balgerei, angeführt von Philips, als die ersten Discs nur mit 2-Kanal-MPEG und Mehrkanal-Dolby-Digital herauskamen, aber das DVD Forum stellte Mai 1997 klar, daß Stereo-MPEG-Ton für 625/50-Discs vorgeschrieben ist. Dezember 1997 war der Mangel an MPEG-2-Kodierern (und -Dekodern) ein genügend großes Problem, daß die Spezifikation geändert wurde und Dolby-Digital-Tonspuren für die Benutzung auf 625/50-Discs ohne MPEG-Tonspuren gestattet wurde.

Wegen der 4%-igen Beschleunigung vom 24-fps-Film auf 25-fps-PAL-Anzeige muß der Ton angepaßt werden, bevor er kodiert wird. Wenn der Ton nicht digital verarbeitet wird, um die Tonhöhe auf die normale herunterzuregeln, wird er etwas höher werden (etwa ein Viertelton).

Für den Stereoausgang (analog oder digital) haben alle Player einen eingebauten 2-Kanal-Dolby-Digital-Dekoder, der von 5.1 Kanälen (wenn auf der Disc vorhanden) auf DolbySurround Stereo heruntermixt. Das heißt,  5 Kanäle werden in 2 Kanäle phase-matrixed, um von einem Dolby-Pro-Logic-Prozessor auf 4 Kanäle oder von einem Pro-Logic-II-Prozessor auf 5 Kanäle dekodiert zu werden. PAL-Player haben außerdem einen MPEG- oder MPEG-2-Tondekoder. Dolby Digital und MPEG-2 unterstützen beide 2-Kanal-Dolby-Surround als Quelle im Falle, daß der Discproduzent das Original nicht neu auf diskrete Kanäle mischen kann oder will. D.h., daß eine DVD, die als Dolby-Digital-Ton-habend gekennzeichnet ist, vielleicht nur die Kanäle L/R für Surround oder "einfaches" Stereo nutzt. Auch Filme mit alten monophonen Tonspuren können Dolby Digital mit 1 oder 2 Kanälen benutzen. Einige Player können optional auf Nicht-Surround-Stereo heruntermixen. Wenn Ihnen Surroundton wichtig ist, werden Sie signifikant bessere Resultate von Mehrkanal-Discs erhalten, wenn Sie ein Dolby-Digital-System haben.

Das neue Dolby-Digital-Surround-EX-Format (DD-EX), das einen Kanal hinten in der Mitte hinzufügt, ist kompatibel mit DVD-Discs und Player und mit bestehenden Dolby-Digital-Dekodern. Das neue DTS-ES Matrix-Format, das zusätzlich einen Kanal hinten in der Mitte hinzufügt, läuft mit bestehenden DTS-Dekoders und mit DTS-kompatiblen DVD-Playern. Trotzdem brauchen Sie für die volle Nutzung beider neuer Formate einen Dekoder, um den hinteren Center-Kanal zu extrahieren, der in die zwei hinteren Standardkanäle ge-phase-matrixed ist, genau wie Dolby Surround in zwei Standardstereokanäle ge-matrixed ist. Ohne einen neuen Dekoder bekommen Sie denselben 5.1-Kanalton, den Sie auch so kriegen. Weil der zusätzliche hintere Kanal kein diskreter Kanal mit voller Bandbreite ist, ist es angemessen, die neuen Formate "6.2-Kanal-"Digitalsurround zu nennen. Es gibt außerdem DTS-ES Discrete, wobei ein diskreter hinterer mittlerer Kanal mit voller Bandbreite in einen Erweiterungsstrom hinzugefügt wird, der bei DTS-ES-Discrete-Dekodern genutzt wird, aber von älteren DTS-Dekodern ignoriert wird. DTS-ES-Dekoder enthalten DTS Neo:6, welches kein neues Kodierformat ist, aber ein Matrixdekodierprozeß, der 5 oder 6 Kanäle liefert.

Der Dolby-Digital-Downmix-Prozeß umfaßt üblicherweise nicht den LFE-Kanal und komprimiert eventuell den Lautstärkeumfang, um die Dialoghörbarkeit zu verbessern und bewahrt den Klang davor, auf durchschnittlichen Heimaudiosystemen "trübe" zu klingen. Das kann in einer reduzierten Klangqualität auf höherwertigen Audiosystemen führen. Der Downmix wird vorgeführt, wenn die Disc fertig ist und wenn das Resultat inakzeptabel ist, wird der Ton gegebenenfalls feinabgestimmt oder ein einzelner L/R-Dolby-Surround-Track hinzugefügt. Die Erfahrung hat gezeigt, daß geringfügige Feinabstimmung manchmal benötigt wird, um den Dialog auf dem begrenzten Klangspektrum eines Heimstereosystems besser hörbar zu machen. Einige Discproduzenten fügen lieber eine separat gemischte Stereospur hinzu als an der Surroundabmischung herumzufriemeln.

Die Dolby-Digital-dynamic range compression / Dynamikbereichkompression (DRC)-Funtion, oft "Mitternachtsmodus" genannt, reduziert den Unterschied zwischen lauten und seichten Tönen, so daß man die Lautstärke reduzieren kann, um zu vermeiden, andere zu stören, und immer noch die Details in leisen Passagen hört. Einige Player bieten die Möglichkeit, DRC auszustellen.

Dolby Digital enthält auch eine Funktion, genannt "Dialognormalisierung" (DN), die besser "Lautstärkestandardisierung" genannt werden sollte. DN ist dafür entworfen, den Schallpegel gleichzuhalten, wenn man zwischen verschiedenen Quellen umschaltet. Das wird wichtiger werden, wenn zusätzliche Dolby-Digital-Quellen (digitales Satellitenfernsehen, DTV etc.) weiter verbreitet sein werden. Jede Dolby-Digital-Spur enthält Lautheitsinformationen, so daß der Receiver die Lautstärke automatisch anpassen kann, sie also zum Beispiel bei einem lauten Werbespot herunterregelt. (Natürlich können die Werbespot-Macher mogeln und ein künstlich niedrigen DN-Level setzen, was den Empfänger dazu veranlaßt, die Lautstärke während der Werbung hochzustellen.) Wenn man DN auf dem Receiver an- oder ausschaltet, hat das keinen Effekt auf das Klangspektrum oder die Klangqualität; der Effekt ist nicht anders als wenn man die Lautstärkekontrolle hoch- oder herunterregelt.

Alle fünf DVD-Video-Tonformate unterstützen einen Karaoke-Modus, der zwei Kanäle für Stereo (L und R) plus einen optionalen Grundmelodiekanal (M) und zwei optionale Stimmkanäle (V1 und V2) hat.

Eine DVD-5 mit nur einer Surround-Stereo-Tonspur (bei 192 kbps) kann über 55h Ton enthalten. Eine DVD-18 kann über 200h fassen.

Für weitere Informationen über Mehrkanalsurroundton, siehe Bobby Owsinskis FAQ bei <www.surroundassociates.com/fqmain.html>.

[3.6.3] Kannst du dieses Dolby Digital, Dolby Surround, Dolby Pro Logic, DTS in einfachem Deutsch erklären?

Fast jede DVD enthält Ton im Dolby Digital (AC-3)-Format. DTS ist ein zusätzliches Tonformat, das der Disc zusätzlich zum Dolby-Digital-Ton hinzugefügt werden kann. Dolby Digital und DTS können Mono-, Stereo und Mehrkanalton (üblicherweise 5.1 Kanäle) speichern.

Jeder Player dieser Welt hat einen internen Dolby-Digital-Dekoder. Der eingebaute 2-Kanaldekoder ändert Dolby Digital in Stereoton, der an fast jedes Phonogerät (Empfänger, Fernseher, Boombox etc.) als ein Standard-analog-Stereosignal weitergegeben werden kann, indem ein paar Stereokabel oder bei digitalem PCM-Ton Koaxial- oder optische Kabel genutzt werden. Siehe 3.2 für weitere Information.

Eine Standardtonmischtechnik, genannt "Dolby Surround", trägt einen hinteren und einen mittleren Kanal auf einem 2-Kanal-Signal im "Huckepack". Ein Dolby-Surround-Signal kann auf jedem Stereosystem (oder sogar auf einem Monosystem) abgespielt werden, in dem Falle verbleiben die hinteren und mittleren Kanaltöne im linken und rechten Kanal vermischt. Wenn ein Dolby-Surround-Signal auf einem Mehrkanaltonsystem abgespielt wird, das weiß, wie man es zu handhaben hat, werden die zusätzlichen Kanäle extrahiert, um sie in den mittleren und die hinteren Boxen einzuspeisen. Die ursprüngliche Technik, die Dolby Surround dekodiert, einfach "Dolby Surround" genannt, extrahiert nur den hinteren Kanal. Die verbesserte Dekodiertechnik, "Dolby Pro Logic", extrahiert außerdem den mittleren Kanal. Eine brandneue Dekodiertechnologie, Dolby Pro Logic II, extrahiert gleichermaßen den mittleren sowie den hinteren Kanal und verarbeitet auch die Signale, um eine bessere 3D-Tonumgebung zu schaffen. Dolby Surround ist unabhängig von Speicher- und Übertragungsformat. In anderen Worten, ein 2-Kanal-Dolby-Surround-Signal kann Analogton, Fernsehübertragungston, Digital-PCM-Ton, Dolby Digital, DTS, MP3, Ton auf einer Videokassette etc. sein

Anders als bei Dolby Surround kodiert Dolby Digital jeden Kanal einzeln. Dolby Digital kann bis zu 5 Kanäle (links, Mitte, rechts, links hinten, rechts hinten) plus einen an niederfrequenten Kanal für alle Richtungen enthalten. Der eingebaute 2-Kanal-Dolby-Digital-Dekoder in jedem DVD-Player handhabt Mehrkanalton, indem er auf 2 Kanäle heruntergemixt wird, wobei Dolby Surround genutzt wird (siehe 3.6.2). Das erlaubt es den Analogstereoausgängen, mit fast allem verbunden werden zu können, incl. Fernseher und Receiver mit Dolby-Pro-Logic-Fähigkeit. Die meisten DVD-Player geben das downgemixte 2-Kanal-Dolby-Surround-Signal auch im digitalen PCM-Format aus, das mit einem digitalen Audio-Receiver verbunden werden kann, die meisten davon unterstützen Dolby-Pro-Logic-Dekodierung.

Die meisten DVD-Player geben auch das "rohe" Dolby-Digital-Signal für die Verbindung mit einem Receiver mit einem eingebauten Dolby-Digital-Dekoder aus. Einige DVD-Player haben eingebaute Mehrkanaldekoder, um 6 (oder 7) analoge Toneingänge in Receiver oder Verstärker mit Mehrkanalanalogeingängen einzuspeisen. Siehe 3.1 für weitere Infos.

Bei DTS wird das anders gehandhabt. Viele DVD-Player haben eine DTS Digital Out / DTS-Digital-Ausgang-Funktion (auch "DTS pass-through / DTS-(Hin)Durchführung" genannt), die das rohe DTS-Signal an einen externen Receiver mit DTS-Dekoder schickt. Einige Player haben einen eingebauten 2-Kanal-DTS-Dekoder, der nach Dolby Surround heruntermixt, wie bei einem 2-Kanal-Dolby-Digital-Dekoder. Einige Player haben einen eingebauten Mehrkanal-DTS-Dekoder mit 6 (oder 7) Analogausgängen. Einige DVD-Player erkennen DTS-Spuren überhaupt nicht (siehe 1.32).

Wenn Sie POS (plain old stereo / einfaches altes Stereo), einen Dolby-Surround-Receiver oder einen Dolby-Pro-Logic-Receiver haben, brauchen Sie nichts besonderes in Ihrem DVD-Player. Jedes Modell wird zu Ihrem System passen. Wenn Sie einen Dolby-Digital-Receiver haben, dann brauchen Sie einen Player mit Dolby-Digital-Ausgang (alle außer die billigsten haben das). Wenn Ihr Receiver auch DTS kann, sollten Sie sich einen Player besorgen, der einen DTS-Digital-Ausgang hat. Der einzige Grund, einen Player mit 6-Kanal-Dolby-Digital- oder -DTS-Dekoderausgang zu kaufen ist, wenn Sie die Mehrkanalanalogverbindungen zu ihrem Receiver nutzen wollen (siehe Component-analog-Abschnitt 3.2).

[3.6.4] Warum ist der Tonpegel von meinem DVD-Player so niedrig?

Viele Leute beschweren sich darüber, daß der Tonpegel von Ihrem DVD-Player zu niedrig ist. In Wirklichkeit ist der Tonpegel auf allem anderen zu hoch. Filmtonspuren sind extrem dynamisch, von beinaher Stille bis hin zu intensiven Explosionen. Um den erhöhten Lautstärkeumfang zu unterstützen und die Gipfelwerte (nahe der 2V-RMS-Grenze) ohne Störung zu erreichen, muß die durchschnittliche Lautstärke niedriger sein. Deswegen ist der Line-Level von DVD-Playern niedriger als von allen anderen Quellen. Anders al bei CDs und LDs ist der Level über mehrere Discs hinweg eher konstant. Wenn die Lautstärkeänderung beim Wechsel zwischen DVD und anderen Tonquellen störend ist, können Sie vielleicht auf einigen Playern den Ausgangssignallevel anpassen oder auf einigen Receivern den Eingangssignallevel, aber es gibt nicht viel, was sie ansonsten dagegen tun könnten.

[3.6.5] Warum sind die Dialoge so schwer zu verstehen?

Dialog (sich unterhaltende Leute) ist meist in den mittleren Kanal gemischt, mit der Musik, den Effekten und der Atmosphäre auf den anderen Kanälen. Wenn Ihr Audiosystem nicht richtig angeschlossen ist oder nicht richtig funktioniert, wird der mittlere Kanal eventuell nicht richtig reproduziert. Wenn Sie ein System mit nur zwei Lautsprechern haben, vergewissern Sie sich, daß es mit den Stereoausgängen verbunden ist, nicht mit den Mehrkanalausgängen (siehe 3.2).

In einigen Fällen ist der Film im Studio nicht gut gemischt worden, was den Dialog schwer zu hören macht. In diesem Fall gibt es nicht viel, was sie machen können, außer den Tonmeister zu verfluchen, der dachte, die Klangeffekte wären wichtiger als zu verstehen, was die Leute sagen.

Versuchen Sie die Dynamikbereichkompression anzuschalten (siehe 3.6.2) oder schauen Sie nach, ob die Disc eine separate 2-Kanal-Tonspur hat.

[3.7] Wie funktionieren die interaktiven Funktionen?

DVD-Video-Player (und Software-DVD-Video-Navigatoren für Computer) unterstützen einen Befehlssatz, der rudimentäre Interaktivität bietet. Die Hauptfunktion besteht in Menüs, die bei fast alle Discs die Inhaltsauswahl und Funktionskontrolle ermöglichen. Jedes Menü hat einen unbewegten oder bewegten Hintergrund und 36 hervorhebbare, rechteckige "Knöpfe" (nur 12, wenn Breitbild-, Letterbox- und Pan & Scan-Modi benutzt werden). Fernbedienungseinheiten haben hoch/runter/rechts/links-Pfeiltasten für die Selektion von Knöpfen auf dem Bildschirm, des weiteren numerische Tasten, eine Selektionstaste (Enter), eine Menütaste (Menu), eine Hauptmenütaste (Title) und eine Zurück-Taste (Return). Zusätzliche Fernbedienfunktionen können einfrieren, stufenweise Wiedergabe, langsam, schnell, Scannen, nächstes, vorhergehendes, Tonauswahl, Untertitelauswahl, Kamerawinkelauswahl, Abspielmodusauswahl, Springen zu Programm, Springen zu Teil des Titels (Kapitel), Springen zu Zeit und Springen zu Kamerawinkel sein. Jede dieser Funktionen kann vom Produzenten der Disc deaktiviert werden, ein Akt, der user operation control / Benutzerbedienkontrolle (UOP) genannt wird. Es wird für gewöhnlich genutzt, um einen auf die Ansicht der Copyrightwarnung oder der Filmvorschauen zum Beginn der Disc zu beschränken oder einen von der Änderung der Tonspur oder der Untertitelspur während des Films abzuhalten.

Zusätzliche Funktionen des Befehlssatzes enthalten einfache Mathematik (addieren, subtrahieren, multiplizieren, dividieren, Modulo [Rest], Zufall), bitweises UND, bitweises ODER, bitweises XOR (Entweder-Oder), plus Vergleiche (gleich, größer als etc.) und Register-Laden, bewegen und tauschen. Es gibt 24 Systemregister für Informationen wie Sprachcode, Ton- und Unterbildeinstellungen und Altersfreigabelevel. Es gibt 16 generelle Register für den Befehlsgebrauch. Einen Countdown-Zeitgeber gibt es auch. Kommandos können verzweigt sein oder auf andere springen. Kommandos können auch die Playerfunktionen kontrollieren, auf verschiedene Teile der Disc springen und die Darstellung von Ton, Bild, Unterbild, Kamerawinkeln usw. kontrollieren. Der Befehlssatz aktiviert relativ ausgeklügelte Discs wie Spiele oder interaktive Lernprogramme.

DVD-V-Inhalt wird in Titel (Filme oder Alben) und Teile von Titeln (Kaptitel oder Lieder) aufgeteilt. Titel bestehen aus Zellen gruppiert in Programme und untereinander verknüpft von einer oder mehreren program chains / Programmketten (PGC). Eine PGC kann einer der folgenden Typen sein: sequentielles Abspielen, zufälliges Abspielen (kann sich wiederholen) oder vermischtes Abspielen (Shuffle) (zufällige Reihenfolge, aber keine Wiederholungen). Individuelle Zellen können von mehr als einer PGC genutzt werden, so funktionieren nämlich Altersfreigabekontrollen und nahtlose Verzeigungen: verschiedene PGCs definieren verschiedene Sequenzen durch meist gleiches Material.

Zusätzliches Material für Kamerawinkel und nahtlose Verzweigungen ist in kleinen Chunks zusammen interleaved. Der Player springt von Chunk zu Chunk, springt über die unbenutzten Winkel und Verzweigungen, um das nahtlose Video zusammenzu"heften". Weil Winkel separat gespeichert sind, haben sie keinen direkten Effekt auf die Bitrate, aber sie beeinflussen die Spielzeit. Einen Kamerawinkel hinzuzufügen verdoppelt fast den benötigten Speicher (und reduziert die Spielzeit auf die Hälfte). Beispiele von Verzweigung (nahtlos und nicht nahtlos) sind Kalifornia, Dark Star, Stargate SE und The Abyss.

[3.8] Was ist der Unterschied zwischen interlaced und progressivem Video?

Es gibt im Grunde zwei Arten, Video dazustellen: interlaced scan oder progressive scan. Progressive-Scan, genutzt von Computermonitoren und Digitalfernsehern, zeigt alle horizontalen Zeilen (Linien) eines Bildes gleichzeitig als ein Frame / [Einzel]Bild an. Interlaced-Scan, genutzt in Standardfernseherformaten (NTSC, PAL und SECAM), zeigt nur die Hälfte der horizontalen Zeilen gleichzeitig an (das erste Feld, was die ungeraden Zeilennummern enthält, wird angezeigt, gefolgt von dem zweiten Feld, was die geraden Zeilennummern anzeigt). Interlacing wird von der Phosphor-Nachleutdauer auf der Fernsehröhre gestützt, wodurch die Felder über einen Bruchteil einer Sekunde in ein scheinbar einziges Bild zusammengeblendet werden. Der Vorteil von Interlaced-Video ist, daß hohe Bildwiederholfrequenzen (50 oder 60 Hz) mit nur der halben Bandbreite erreicht werden können. Der Nachteil ist, daß die vertikale Auflösung halbiert und das Bild oft gefiltert ist, um Flimmern (Zwischenfeldzittern) und andere Artefakte zu vermeiden.

Es mag helfen, den Unterschied zu verstehen, indem man in Betracht zieht, wie die Quellbilder aufgenommen werden. Eine Filmkamera nimmt Vollbilder in Intervallen von einer 24-stel Sekundenlänge auf, wohingegen eine Videokamera abwechselnd Scanfelder von ungeraden und geraden Zeilen im 60-stel-Sekunden-Intervall aufnimmt, was in interlaced Frames, die eine 30-stel Sekunde lang sind, resultiert. (Anders als bei projiziertem Film, wo das ganze Einzelbild in einem Augenblick gezeigt wird, verfolgen viele Progressive-Scan-Anzeigen eine Serie Zeilen von oben nach unten, aber das Endergebnis ist fast dasselbe.)

DVD ist speziell dafür entworfen, auf Interlaced-scan-Anzeigen dargestellt zu werden, die 99,9% von mehr als einer Milliarde Fernseher auf der Welt repräsentieren. Wie dem auch sei, der meiste DVD-Inhalt kommt vom Film, welcher von Natur aus progressiv ist. Um einen Film in der interlaced Form laufen zu lassen, wird das Video von jedem Frame in zwei Video-Felder aufgeteilt —240 Zeilen im einen und 240 Zeilen im anderen Feld — kodiert als separate Felder im MPEG-2-Strom. Eine Komplikation ist, daß Film bei 24 Bildern pro Sekunde läuft, wobei Fernsehen auf 30 Bildern (60 Feldern) pro Sekunde für NTSC oder 25 Bildern (50 Feldern) pro Sekunde bei PAL und SECAM läuft. Für PAL/SECAM-Anzeigen ist die einfache Lösung, die Filmframes bei 25/Sekunde zu zeigen, was eine 4%-ige Geschwindigkeitserhöhung ist, und den Ton zu beschleunigen, damit er paßt. Bei NTSC-Anzeigen, ist die Lösung, die 24 Frames über die 60 Felder zu auszubreiten, indem man die Anzeige des ersten Bildes auf 2 Felder und das nächste Frame auf 3 Videofelder alterniert. Das wird 2-3-Pulldown genannt. Die Sequenz funktioniert, wie unten gezeigt wird, wobei "A" bis "D" Filmframes repräsentieren; A1, A2, B1 usw. stellen die Separation jedes Filmframes auf zwei Felder dar; und 1 bis 5 repräsentieren die finalen Videoframes.

Filmframes:   		|  A  |   B    |  C  |   D    |
Videofelder:  		|A1 A2|B1 B2|B1 C2|C1 D2|D1 D2|
Videoframes:  		|  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |

Für die MPEG-2-Kodierung werden wiederholte Felder (B1 und D2) eigentlich nicht zweimal gespeichert. Anstelle dessen wird ein Hinweisflag gesetzt, der dem Dekoder sagt, er solle das Feld wiederholen. (Die vertauschte Reihenfolge von C2 und C1 und D2 und D1 ergibt sich wegen der Notwendigkeit, daß sich obere und untere Felder abwechseln. Weil die Felder immer noch vom selben Filmframe sind, spielt die Reihenfolge keine Rolle.) MPEG-2 hat außerdem ein Flag, um anzuzeigen, wenn ein Frame progressiv ist (das die zwei Felder gleichzeitig kommen). Für Filminhalt sollte der "progressive_frame"-Flag bei jedem Frame den Wert "true" haben. Siehe 3.4 für weitere MPEG-2-Details.

Wie Sie sehen können, gibt es ein paar Probleme, die dem 2-3-Pulldown innewohnen: 1.) einige Filmframes werden länger gezeigt als andere, was Rütteln oder Ruckeln verursacht, was sich insbesondere bei weichen Schwenks zeigt; 2.) wenn man das Video beim dritten oder vierten Videoframe einfriert und gerade Bewegung in Bild ist, wird man zwei separate Bilder, zusammengewürfelt in ein flimmerndes Durcheinander, sehen. Die meisten DVD-Player vermeiden das zweite Problem, indem sie nur bei zusammenhängenden Frames anhalten oder nur ein Feld zeigen, wenn es erlaubt ist, bei Flimmerframes das Bild einzufrieren. (Das ist, worauf sich die frame/field-still-Option im Playersetup bezieht.)

Die meisten DVD-Player sind mit interlaced Fernsehern verbunden, also kann man nicht viel gegen Artefakte von der Filmkonvertierung tun. Wie auch immer, siehe 1.40 für Informationen über progressive DVD-Player.

Für mehr über progressives Video und DVD, siehe part 5 und player ratings in der exzellenten DVD Benchmark-Serie bei Secrets of Home Theater und High Fidelity und Dan Ramers What The Heck Is 3:2 Pulldown? bei DVDFile.com.

Hinweis: "2-3-Pulldown" ist derselbe Begriff wie "3:2-Pulldown", aber diese FAQ benutzt die "2-3"-Notation, um zu zeigen, daß es eine Sequenz ist und keine Rate und, daß in der Praxis üblicherweise 2 Videofelder aus dem ersten Filmframe erstellt werden.

[3.9] Was ist Edge-Enhancement?

Filme werden in Vorbereitung auf die DVD-Kodierung auf Video überspielt und für gewöhnlich digitalen Prozessen unterzogen, um das Bild zu säubern. Diese Prozesse beinhalten digital video noise reduction / digitale Bildrauschunterdrückung (DVNR) und Bildanpassung. Die Anpassung erhöht den Kontrast (ähnlich dem Effekt von "schärfer" oder "Unschärfemaske"-Filtern in PhotoShop), aber sie kann dazu tendieren, Übergangsbereiche zwischen hell und dunkel oder verschiedenen Farben überzubetonen, was ein "scharf geschnittenes" Aussehen oder Ringing-Effekt erzeugt, wie der Strahlenkranz, den man um die Straßenlaternen sieht, wenn es regnet.

Bildrauschreduzierung ist eine gute Sache, weil sie, wenn sie gut gemacht wird, Kratzer, Flecken und andere Defekte vom Originalfilm entfernen kann. Anpassung, die weniger gut gemacht ist, ist eine schlechte Sache. Das Bild mag dem flüchtigen Zuschauer schärfer und klarer erscheinen, aber feine (Farb-)Tondetails des Originals sind verändert oder verlorengegangen.

Bedenken Sie, daß Ringing auch vom Player oder Fernseher verursacht werden kann. Scan velocity modulation / Scangeschwindigkeitsmodulation (SVM), zum Beispiel, verursacht Ringing.

[3.10] Funktioniert DVD mit Barcodes?

Wenn sich der bescheidene Autor dieser FAQ und andere Langzeitentwickler der Laserdisc durchgesetzt hätten, würden alle DVD-Player Barcodes unterstützen. Das hätte für wirklich coole gedruckte Beilagen und Bildungsmaterial gesorgt, das zu jedem Teil der Disc springen kann, durch einen einfachen Schubs des Barcodescanners. Aber die Ablehnung unserer Vorschläge nach einem All-Star-Meeting im August 1995 ist eine andere Geschichte für einen anderen Tag.

Also lautet die Antwort "meistens nicht." Ein paar industrielle Player, der Pioneer LD-V7200, Pioneer LD-V7400 und Philips ProDVD-170 unterstützen Barcodes, inklusive Kompatibilität mit dem LaserBarCode-Standard. Die DVD muß mit dem one_sequential_PGC-Titel erstellt sein, um mit der Timcodesuche zu funktionieren. Mehr Infos können in den technischen Handbüchern von Pioneer gefunden werden.

[3.11] Was ist BCA oder NBCA?

BCA steht für "burst cutting area", ein Bereich nahe des Innenlochs einer DVD, reserviert für einen Barcode, der mit einem Hochenergielaser (YAG) in die Disc geätzt werden kann. NBCA (narrow burst cutting area) ist eine Variation mit geringerem Durchmesser, die bei beschreibbaren Discs genutzt wird, um eine Übertretung der Einlaufspur (Lead-In) zu vermeiden. Weil das Barcode"schneiden" unabhängig von dem Preßverfahren ist, kann jede Disc einzigartige Daten im BCA haben, wie z.B. Seriennummern. DVD-Lesegeräte können den Laser dafür benutzen, den BCA zu lesen.

Der BCA wird von CPRM (siehe 1.11) und Divx (siehe 2.10) genutzt, um jede Disc einwandfrei zu identifizieren.

[3.12] Wie lange halten DVDs?

DVDs werden von einem Laser ausgelesen, also nutzen sie sich nicht vom Abgespielt-Werden ab, solange die Discs nicht mit irgendetwas in Berührung kommt. Gepreßte Discs (die Art, wie Filme ausgeliefert werden) werden wahrscheinlich länger währen als Sie, irgendwo zwischen 50 und 300 Jahren.

Die erwartete Lebensdauer einer farbstoffbasierten DVD-R oder DVD+R liegt irgendwo zwischen 20 und 250 Jahren, solange wie CD-Rs. Einige Farbstoffformeln (wie Phthalocyanin und Azo) sind stabiler und halten länger, 100 Jahre oder mehr, verglichen mit 20 bis 30 Jahren für weniger stabile Farbstoffe.

Die im Phasenänderungsverfahren wiederbeschreibbaren Formate (DVD-RAM, DVD-RW und DVD+RW) haben eine Lebenserwartung von 25 bis 100 Jahren.

Auf jeden Fall kann die Langlebigkeit durch schlechte Qualität reduziert werden. Schlecht gepreßte Discs können innerhalb von ein paar Jahren verfallen und billige beschreibbare Discs können Fehler bei der Aufnahme haben oder nach einer Weile unlesbar werden. (Siehe 1.24.)

Für weitere Informationen siehe Lifetime of KODAK CD-R Ultima Media and <www.ee.washington.edu/conselec/CE/kuhn/otherformats/95x9.htm>.

Zum Vergleich: magnetische Datenträger (Kassetten und Disketten) halten 10 bis 30 Jahre; hochqualitatives pH-neutrales Papier kann 100 Jahre oder länger halten; und dokumentenechter Mikrofilm hat eine angenommene Lebenszeit von 300 Jahren oder mehr. Bedenken Sie, daß Computerspeichermedien oft in 20 bis 30 technisch veraltet sind, lange bevor sie physikalisch zerfallen. In anderen Worten, bevor die Medien nicht mehr lebensfähig sind, ist es schon schwer oder unmöglich, Ausrüstung zu finden, die sie lesen können.

[3.13] Was ist mit HD DVD und Blue-Laser-Formaten?

Die nächste DVD-Generation (NG DVD) war schon in Entwicklung, bevor die DVD herauskam. Sie tauchte erstmals 2003 auf (siehe 2.12 für allgemeine Infos). Einige hochauflösende Versionen der DVD benutzen das ursprüngliche physische DVD-Format, aber sind von einer neuen Videokodiertechnik wie H.264 und VC-1 abhängig, um mit dem hochauflösenden Video auf den Platz von standardauflösendem Video zu passen. Formate mit hoher Dichte benutzen blaue oder violette Laser, um kleinere Pits zu lesen, was die Datenkapazität auf 15 bis 30 GB pro Schicht erhöht. Hochdichte Formate benutzen hochauflösendes MPEG-2-Video (für die Kompatibilität mit ATSC- und DVB-HD-Sendungen, siehe 2.9) und benutzen auch fortgeschrittene Kodierformate und unterstützen 720p- und 1080p-Video.

Bis Mitte 2005 gibt es fünf Vorschläge für HD-DVD, mit der Möglichkeit auf weitere. Hier ist eine Zusammenfassung (mehr Details in den folgenden Abschnitten):

   FormatFördererDatentiefeLaserVideoAudioKapazität (ein-/doppelschichtig)Datenrate
WMV HDMicrosoft0,6 mmRot (650 nm)WMV9WMA94,7G / 8,5G (Standard-DVD)22 Mbps
HD-DVDDVD Forum0,6 mmBlau (405 nm)MPEG-2 SD/HD, H.264, VC-1*PCM, Dolby TrueHD (MLP), Dolby Digital +, DTS HD15G / 30G (ROM), 20G / 40G (beschreibbar)36 Mbps
Blu-ray (BD)Blu-Ray Disc Association (BDA)0,1 mmBlau (405 nm)  MPEG-2 HD, H.264, VC-1*PCM, Dolby Digital +, DTS HD27G / 50G36 Mbps
EVDeWorld (Reg. v. China)0,6 mmRot (650 nm)  HD MPEG-2 (später AVC)ExACk.A. / 8,5G (ROM)22 Mbps
FVDAOSRA/ITRI (Taiwan)0,6 mmRot (650 nm)  WMV9 (1280x720)WMA96G / 11G25,05 Mbps

* VC-1 ist der SMPTE-Standard basierend auf Microsofts Windows Media Series 9.

Discs der nächsten Generation werden sich in vorhandenen Playern nicht abspielen lassen. Sogar für Discs für rote Laser, die der Player vielleicht physikalisch lesen kann, braucht man neue Elektronik, um sie zu dekodieren und das hochauflösende Video darzustellen. Rot-Laser-Discs können auf DVD-PCs mit der richtigen Software abgespielt werden (zum Beispiel HD-Versionen von DVDs, die das Microsoft-HD-WMV-Format nutzen, waren 2003 verfügbar). Blau-Laser-Discs benötigen neue optische Baugruppen und Controller. Die Player der nächsten Generation werden unzweifelhaft bestehende DVDs lesen, so daß Ihre Sammlung nicht obsolet wird, wenn Sie sich einen neuen Player kaufen.

Keines der Formate der nächsten Generation wird bis 2005 oder 2006 für Filme genutzt werden.

WMV HD

WMV HD ist nicht wirklich ein neues Format. Microsofts hochauflösendes Videoformat kommt auf Standard-Dual-Layer-DVDs und läßt sich auf Windows-PCs mit genug Leistung abspielen (2,4 bis 3 GHz). Bis Mitte 2005 waren etwa 40 Titel im WMV-HD-Format erhältlich, für gewöhnlich mit gleichermaßen einer Standard-DVD und einer WMV-HD-DVD in dem Paket. Dies ist ein zwischenzeitliches Format, das wahrscheinlich verschwinden wird, sobald HD DVD und BD herauskommen, aber in der Zwischenzeit ist es die beste Möglichkeit, hochauflösendes Video auf DVD zu veröffentlichen.

HD DVD (AOD)

Das Format der nächsten Generation vom DVD Forum, einst Advanced Optical Disc / Fortschrittliche optische Disc (AOD), zur Zeit "HD DVD" genannt, wird aber bald einen neuen Namen haben. AOD ist eine Modifikation des bestehenden physikalischen DVD-Formats, um etwa 15 GB pro Schicht mit einem blau-ultraviolettem Ausleselaser zu erreichen. Dieselbe 0,6-mm-Datendichte wird benutzt. AOD wurde dafür entworfen, die Datenkapazität zu verbessern und trotzdem theoretisch die bestehende Replizierausstattung nutzen zu können. Wird hauptsächlich von Toshiba und NEC unterstützt.

Eine Zeitlang gab es den Vorschlag, genannt "HD-DVD-9", hochauflösendes Video auf bestehende doppelschichtige DVD-9s zu bannen. Er wurde mit HD DVD (AOD) in dem Sinne kombiniert, daß das Anwendungsformat dafür entworfen wurde, gleichermaßen auf aktuellen Rot-Laser-DVDs als auch auf zukünftigen Blu-Laser-DVDs zu laufen. Es ist im Grunde ein kompatibler aber billiger duplizierbarer Gefährte der Blue-Laser-HD-DVD.

Ein 2-h-Film kann bei Datenraten von 6 bis 7 Mbps auf eine DVD-9 passen. Bei den Vorteilen in der Videokompressionstechnologie sollte es möglich sein, hochauflösende Qualität mit mindestens 720p24 bei diesen Datenraten zu bekommen (720 Zeilen progressives Video bei 24 Bildern/Sekunde). Kürzere Filme könnten im 1080p24-Format kodiert werden.

Blu-Ray-Disc (BD)

Blu-Ray (Blaustrahl) ist ein neues Format mit hoher Dichte, das 23 bis 30 GB pro Schicht faßt, erreicht durch die Benutzung eines blau-violetten Lasers und 0,1 mm Datendichte. Wegen der 0,1-mm-Deckschicht sind erhebliche Änderungen in der Produktionsumgebung nötig. Blu-Ray ist ursprünglich für die Heimaufnahme, professionelle Aufnahme und Datenaufzeichnung gedacht. Massenmarktverteilung von voraufgenommenen Filme wird später kommen, nachdem das nur lesbare Format, BD-ROM, entwickelt ist und die Details von Bild, Ton, Interaktivität und Kopierschutz zusammengezimmert sind. Blue-Ray-Förderer sind Dell, Hitachi, HP, LG, Panasonic, Philips, Pioneer, Mitsubishi, Samsung, Sharp, Sony und Thomson. Sony veröffentlichte April 2003 den ersten BD-Rekorder in Japan.

Technische Details: bis zu 30 GB pro Schicht durch die 0,1-mm-Aufzeichnungsdichte (um die Abweichung von der Discneigung zu reduzieren), 405-nm blau-violetter Halbleiter mit 0,85-NA- (numerische Apertur) Linsendesign, um einen 0,32-µm-Spurabstand zu erreichen (halb so groß wie bei der DVD) und eine Pitlänge von 0,138 µm. Variationen sind 23,3 GB Kapazität mit einer minimalen Pitlänge von 0,160 µm (genutzt von Sonys Professional DiscSystem) und 25 GB Kapazität mit einer minimalen Pitlänge von 0,149-µm. Die natürlichen Discs nutzen Phasenänderungs-Rillen-Aufnehmen bei 12 cm Durchmesser, 1,2 mm dicker Disc, ähnlich der DVD-RW und DVD+RW. 36 Mbps Datentransferrate. Aufnahmekapazität auf einer einzelnen Schicht ist etwa 2 h HD-Video (bei 28 Mbps) oder etwa 10 h bei standardauflösendem Video (bei 4,5 Mbps) . Die Maße der Cartridge (Kassette/Kartusche) sind 129 x 131 x 7 mm. Es gibt Pläne, doppelschichtige beschreibbare Discs zu produzieren, mit etwa 50 GB pro Seite, aber solche Discs brauchen ein paar Jahre zusätzlich, bis sie erscheinen.

EVD

Ein regierungsgestütztes Konsortium von Firmen in China, genannt "eWorld", hat eine Heimvariante der DVD, genannt "EVD" (Enhanced Versatile Disc / Verbesserte Vielseitige Scheibe) entwickelt. EVD ist ein aggressives Programm, um in China entwickelte Technologie zu standardisieren, aber um auf realistische Weise Produkte herauszubringen, borgt man in den Frühphasen von bestehenden Standards. Dezember 2003 veröffentlichte EVD-Player benutzten standardroten Laser und MPEG-HD-Video, zusammen mit Chinas eigenem ExAC-Tonformat. Der Plan war es, 2004 auf ein chinesisches Videoformat, AVS, umzustellen. Zukünftige Versionen werden Multilevel-Rotlaser- und Multilevel-Blaulaser-Aufnahme benutzen, wobei die Pittiefe variiert, um eine höhere Dichte zu erreichen.

EVD wurde scheinbar entwickelt, um die Abhängigkeit und die Kosten für nicht-chinesische Patente zu verringern, aber ironischerweise spielen alle EVD-Players DVD ab, also hat sich auf kurze Sicht nichts verändert.

FVD

Die Advanced Optical Storage Research Alliance / Fortgeschrittene Optikspeicherforschungsallianz (AOSRA), gegründet von Taiwans Industrial Technology Research Institute / Industrieller Technologieforschungsinstitution (ITRI) hat ihr eigenes Rotlaserformat, genannt "Forward Versatile Disc / Fortschrittliche Vielseitige Scheibe" (FVD), entwickelt. Der Spurabstand wurde von 0,74µm auf 0,64µm reduziert, um die Kapazität auf 5,4 GB zu erhöhen, mit dem Potential, die 6 GB zu erreichen (9,8 bis 11 GB mit zwei Schichten). Microsofts WM9 wird für Bild- und Tonkodierung benutzt. Insofern scheinen sogar Taiwanesische Firmen der BD mehr Aufmerksamkeit zu schenken als der FVD. AOSRA hat auch eigene Variationen der 0,6-mm- und 0,1-mm Blaulaserformate entwickelt, die für zukünftige Versionen der FVD benutzt werden könnten.


[4] DVD und Computer

[4.1] Kann ich DVD-Filme auf meinem Computer abspielen?

Ja, wenn Ihr Computer das richtige Zeug hat. Fast alle Windows- und Mac-OS-Computer mit DVD-Laufwerken werden mit DVD-Abspielsoftware ausgeliefert.

Das Computerbetriebssystem oder die Wiedergabesoftware muß Regionalcodes unterstützen und dafür lizenziert sein, kopiergeschützte Filme zu dekodieren. Wenn der Computer einen TV-Ausgang hat, muß er Macrovision unterstützen, wenn er kopiergeschützte Filme abspielen soll. Sie brauchen vielleicht auch Software, die das UDF-Dateisystemformat, das auf DVDs genutzt wird, lesen kann. Sie brauchen keine speziellen Treiber für Windows oder Mac OS, weil die bestehenden CD-ROM-Treiber gut mit den DVD-ROM-Laufwerken funktionieren. Zusätzlich zu einem DVD-ROM-Laufwerk müssen Sie eine Software (oder extra Hardware) haben, die weiß, wie man das DVD-Video-Format abspielt und MPEG-2-Video und Dolby-Digital oder MPEG-2-Ton dekodieren kann. Nur-Softwarelösungen mit guter Qualität benötigen einen 350 MHz Pentium II oder einen Mac G4. Fast alle neuen Computer mit DVD-ROM-Laufwerken benutzen Softwaredekodierung anstelle von Hardwaredekodierung. Hardware-Upgradekits können für ältere Rechner gekauft werden (meist mindestens ein 133 MHz Pentium oder G3), beginnend bei einem Preis von 150$.

Mac OS X 10.0 (Cheetah) hatte keine Unterstützung von DVD-Wiedergabe als es März 2001 veröffentlicht wurde und unterstützte auch nicht Apples DVD-Erstellungssoftware (iDVD und DVD Studio Pro). (Mehr Infos bei CNET.) Unterstützung für DVD-Wiedergabe wurde in Version 10.1 (Puma) hinzugefügt.

Wenn Sie Probleme beim Abspielen von Filmen auf Ihrem Rechner haben, siehe Abschnitt 4.6.

Gewisse MPEG-Dekodieraufgaben wie Bewegungskompensation, IDCT (inverse discrete cosine transform / umgekehrte diskrete Kosinustransformation), IVLC (inverse variable length coding / umgekehrte variable Längenkodierung) und sogar Subbilddekodierung kann von spezieller Elektronik auf einem Videographikchip ausgeführt werden, was die Leistung von Softwaredekodern verbessert. Das wird Hardwaredekodierbeschleunigung, Hardwarebewegungsrechner oder Hardwarehilfe genannt. Einige Kartenhersteller nennen das "Hardwaredekodierung" obwohl sie nicht alles in der Hardware dekodieren. Alle modernen Graphikkarten unterstützen auch Hardware-Farbraumumwandlung (YCbCr zu RGB) und Videoportüberlagerung (manche Graphikkartenhersteller machen großen Wind darum, obwohl ihre Konkurrenten alle dieselbe Funktion bieten).

Microsoft Windows 98, 2000, Me und XP enthalten DirectShow, was standardisierte Unterstützung von DVD-Video und MPEG-2-Wiedergabe bietet. DirectShow kann außerdem auf Windows 95 installiert werden (es ist als Download verfügbar). DirectShow erstellt ein Grundgerüst für DVD-Anwendungen, aber Drittpartei-Hard- oder -Software wird benötigt (siehe unten). Windows NT 4.0 unterstützt DVD-ROM-Laufwerke für Daten, aber es gab sehr wenig Unterstützung für DVD-Video-Wiedergabe. Margi DVD-To-Go, Sigma Designs Hollywood Plus, und die verwandten Creative Labs Dxr3 sind einige der wenigen Hardwaredekoder, die auf NT 4.0 laufen. InterVideos WinDVD-Software läuft unter NT 4.0 (National Semiconductor DVD Express und MGI SoftDVD Max arbeiten auch mit NT 4.0, aber sie sind nicht im Einzelhandel erhältlich.) Windows 98 oder neuer kann UDF-Discs lesen. Version 6.1 des Windows Media Player ermöglicht Scripting-DVD-Wiedergabe in einer HTML-Seite (siehe 4.9 für mehr über die Wiedergabekontrolle). Version 7 des Windows Media Player hat alle DVD-Unterstützung eingestellt. Version 8 des Windows Media Player fügte ein Benutzerinterface für die DVD-Wiedergabe hinzu, aber kein Scripting. Roxio bietet einen kostenlosen Dateisystemtreiber, den UDF Reader, für Windows 95/98/NT an. Software Architects verkauft Read DVD für Windows 95.

Apple QuickTime 6 ist teilweise für DVD-Video und MPEG-2 geeignet, hat aber noch keine vollständige Dekodierung oder DVD-Video-Wiedergabeunterstützung anstelle dessen. Mac OS 8.1 oder neuer kann UDF-Discs lesen. Roxio bietet ein kostenloses Utensil an, UDF Volume Access, das Mac OS 7.6 und neuer zum lesen von UDF-Discs verhilft. Software Architects verkauft UDF-Lesesoftware für Mac OS, genannt "DVD-RAM TuneUp". Intechs CD/DVD-SpeedTools-Software erlaubt es fast jedem DVD-Laufwerk, mit einem Mac genutzt zu werden.

Hinweis: Die QuickTime MPEG Extension for Mac OS ist nur für MPEG-1 und spielt kein MPEG-2-DVD-Video ab.

DVD-Player-Anwendungen (die entweder Software- oder Hardwaredekodierung nutzen) sind virtuelle DVD-Player. Sie unterstützen DVD-Video-Funktionen (Menüs, Subbilder etc.) und emulieren die Funktionalität einer DVD-Video-Player-Fernbedienung. Viele Playerapplikationen enthalten zusätzliche Funktionen wie Lesezeichen, Kapitellisten und Untertitelsprachlisten.

Microsoft Windows enthält einen DVD-Softwareplayer aber nicht den notwendigen Dekoder. Man muß einen Drittpartei-Soft- oder -Hardware-Dekoder haben, um eine DVD abspielen zu können. Die meisten PCs, die mit einem DVD-Laufwerk ausgeliefert werden, enthalten einen Dekoder oder man kauft sich einen. Siehe 4.11 und 4.12 für weitere Infos.

Softwaredekoder und DVD-Player-Applikationen für Microsoft-Windows-PCs:

Software-Dekoder brauchen mindestens einen 350 MHz Pentium II und ein DVD-ROM-Laufwerk mit einem DMA unterstützenden Bus für die Wiedergabe ohne übersprungene Einzelbilder. Alles, was langsamer als ein 400 MHz Pentium III ist, wird ganz schön von einer Hardwaredekodierbeschleunigung in der Graphikkarte profitieren. Eine AGP-Graphikkarte (besser als PCI) verbessert außerdem die Leistung von Softwaredekodern.

Hardwaredekoderkarten und DVD-ROM-Upgradekits für Microsoft-Windows-PCs sind so ziemlich eine Sache der Vergangenheit. Hardwaredekoder benutzen Videoüberlagerung (Overlay), um das Video in die Computeranzeige einzufügen. Einige benutzen analoge Überlagerung, was den analogen VGA-Signalausgang von der Graphikkarte und die Schlüssel aus dem Video nimmt, wobei andere die Videoporterweiterung (VPE) nutzen, eine direkte Verbindung zum Graphikkartenadapter via internes Kabel im Innern des Rechners. Analoge Überlagerung kann die Qualität des VGA-Signals mindern. Siehe 4.4 für mehr Infos zu Overlay.

Viele Modelle von Macintosh werden serienmäßig mit DVD-ROM-, DVD-RAM- oder DVD-RW-Laufwerken ausgeliefert. Sie enthalten den Apple-Software-DVD-Player, der die Hardwarebeschleunigung in der ATI-Graphikkarte benutzt. Die immer noch unveröffentlichten QuickTime-MPEG-2-Dekoder nutzen vielleicht die Velocity Engine / Geschwindigkeitseinheit (AltiVec), die Teil des PowerPC- (G4) Chips für Video- und Audiodekodierung ist. DVD-ROM-Upgradekits und Dekoderkarten für Macintoshs wurden hergestellt von E4 (Elecede) (Cool DVD, C-Cube chip) [E4 ist aus dem Geschäft gegangen], EZQuest (BOA Mac DVD), Fantom Drives (DVD Home Theater-Kit: DVD-ROM oder DVD-RAM-Laufwerk mit verkabelter MPEG-2-Karte) und Wired (Wired 4DVD, Sigma-EM8300-Chip [selbe Karte wie bei Hollywood plus]; MasonX [kann keine verschlüsselten Filme abspielen]; DVD-To-Go [wird nicht mehr hergestellt]; Wired wurde aufgekauft von Media100, aber später neu gebildet). Es gibt eine Betaversion eines Shareware-DVD-Players Softwareplayer, die unverschlüsselte Filme abspielen kann.

Sigma Designs NetStream-2000--DVD-Dekoderkarte unterstützt Linux-DVD-Wiedergabe. InterVideo und CyberLink haben außerdem eine DVD-Player-Anwendung für Linux angekündigt, obwohl der CyberLink-Player nur für OEMs verfügbar ist. Zusätzlich gibt es kostenlose Softwareplayer für Linux, Unix, BeOS und andere Betriebssysteme: MPlayer, OMS (LiViD), VideoLan, and Xine.

Computer haben das Potential, besseres Video zu produzieren als Set-top-DVD-Video-Player, indem sie progressive Darstellung und höhere Abtastfrequenzen benutzen, aber viele PC-Systeme sehen nicht so gut aus wie eine Heim-Player, der an einen hochwertigen Fernseher angeschlossen ist.

Wenn Sie einen DVD-Rechner an einen Fernseher anschließen wollen, muß der Dekoder oder die VGA-Karte einen TV-Ausgang haben (Composite Video oder S-Video). Die Videoqualität ist mit S-Video um einiges besser. Alternativ können Sie auch einen Scan-Konverter an den VGA-Ausgang stecken. Scan-Konverter gibt es von ADS Technologies, AITech, Antec, AverLogic, AVerMedia, Communications Specialties, Digital Vision, Focus Enhancements, Key Digital Systems, RGB Products und anderen. Vergewissern Sie sich, daß der Scankonverter die Auflösung unterstützt, die Sie eingestellt haben: 640x480, 800x600 etc., aber beachten Sie, daß sogar schon 800x600 über der Fähigkeit eines Standardfernsehers liegt, also bringen höhere Auflösungen kein besseres Fernsehbild. 

Die Qualität des Videos ist abhängig vom Dekoder, der Graphikkarte, dem Fernsehkodierchip sowie anderen Faktoren. Der RGB-Ausgang der VGA-Karte im Computer hat eine andere Frequenz als das Standard-Component-RGB-Video, also kann er mit den meisten RGB-Videomonitoren verbunden werden. Wenn die Dekoderkarte oder die Soundkarte Dolby-Digital oder DTS-Ausgang hat, können Sie ihn mit Ihren A/V-Receiver verbinden, um Mehrkanalton zu bekommen.

Ein DVD-PC, der mit einem Progressive-scan-Monitor oder -Videoprojektor verbunden ist, anstelle zu einem Standardfernseher, sieht üblicherweise viel besser aus als ein Verbraucherplayer. Siehe 2.9. Siehe auch Home Theater Computers Forum bei AVS.

Für eine Fernbedienung der DVD-Wiedergabe auf Ihrem PC, schauen Sie unter Animax Anir Multimedia Magic, Evation IRMan, Multimedia Studio Miro MediaRemote, Packard Bell RemoteMedia, RealMagic Remote Control und X10 MouseRemote. Viele Fernbedienungen werden von Visual Domains Remote Selector-Foftware unterstützt.

[4.1.1] Kann ich DVD-Audio-Discs auf meinem Computer abspielen?

Meist nicht. DVD-ROM-Laufwerke können DVD-Audio-Discs lesen, aber bis Anfang 2005 hatte nur die Sound Blaster-Audigy-2-Karte eine mitgelieferte Software, die man braucht, um DVD-Audio auf einem Rechner abzuspielen. Zum Teil mag es auch ein Grund für den generellen Mangel an Unterstützung sein, daß nur sehr wenige Computer die hochqualitative Tonumgebung, die für die Wiedergabetreue von DVD-Audio benötigt wird, bieten.

Es ist möglich, daß Microsoft in einer zukünftigen Version von Windows eine DVD-Wiedergabefunktion als Zusatz anbieten würde, in dem Fall müßten Sie nur eine kostengünstige Dekodiersoftware herunterladen, um DVD-Audio-Playback zu bekommen.

[4.2] Was sind die Funktionen und Geschwindigkeiten von DVD-Laufwerken?

Anders als bei CD-ROM-Laufwerken, die Jahre brauchten, um bis auf 2x, 3x und schnellere Rotationsgeschwindigkeiten zu kommen, begannen schnellere DVD-ROM-Laufwerke schon im ersten Jahr zu erscheinen. Ein 1x-DVD-ROM-Laufwerk liefert Transferraten von 1,321 MB/s (11,08*10^6/8/2^20) mit theoretischen Maximaltransferraten von bis zu 12 MB/s oder höher. Die Datentransferrate einer DVD-ROM bei 1x Geschwindigkeit ist fast gleich der eines 9x CD-ROM-Laufwerks (1x CD-ROM-Datentransferrate ist 150 KB/s oder 0,146 MB/s). Die natürliche DVD-Rotationsgeschwindigkeit ist etwa dreimal so hoch wie die der CD (d.h., 1x DVD-Spin ~ 3x CD-Spin), aber die meisten DVD-ROM-Laufwerke beschleunigen die Motorengeschwindigkeit, wenn sie CD-ROMs auslesen und erreichen dann etwa 12-fache oder höhere Geschwindigkeit. Ein Laufwerk aufgeführt als "16x/40x" liest eine DVD bei 16-facher Normalgeschwindigkeit oder eine CD mit 40facher. DVD-ROM-Laufwerke gibt es in den Geschwindigkeiten 1x, 2x, 4x, 4,8x, 5x, 6x, 8x, 10x und 16x, obwohl sie für gewöhnlich den unterstützten Transfer bei ihrer Maximalleistung nicht erreichen. Das "max" in den DVD- und CD-Geschwindigkeitseinstufungen bedeutet, daß die genannte Geschwindigkeit nur zutrifft, wenn vom äußeren Ende der Disc gelesen wird, welches sich schneller bewegt. Die durchschnittliche Datenrate ist niedriger als die Maximalrate. Die meisten 1x DVD-ROM-Laufwerke haben eine Suchzeit von 85-200 ms und eine Zugriffszeit von 90-250 ms. Neuere Laufwerke haben niedrigere Suchzeiten wie 45 ms.

Zusätzlich haben sich bei DVD-Schreiblaufwerken die Schreibgeschwindigkeiten ständig erhöht. 16x-DVD-Brenner begannen 2004 weit verfügbar zu werden. Beachten Sie, daß beschreibbare Discs andere Geschwindigkeitskategorien haben (siehe 4.3.11).

Aktuelle Überlegungen besagen, daß DVD-Laufwerksgeschwindigkeiten das Ende der Fahnenstange mit 16x erreicht haben, weil das Discwobbeln und andere physikalische Faktoren ein Problem bei höheren Geschwindigkeiten darstellen.

DVD-LW-Geschw.DatenrateDiscschreibzeit*Entsprechende CD-RateCD-Lesegeschw.
1x11,08 Mbps (1,32 MB/s)53 min.9x8x-18x
2x22,16 Mbps (2,64 MB/s)27 min18x20x-24x
4x44,32 Mbps (5,28 MB/s)14 min36x24x-32x
5x55,40 Mbps (6,60 MB/s)11 min45x24x-32x
6x66,48 Mbps (7,93 MB/s)9 min54x24x-32x
8x88,64 Mbps (10,57 MB/s)7 min72x32x-40x
10x110,80 Mbps (13,21 MB/s)6 min90x32x-40x
16x177,28 Mbps (21,13 MB/s)4 min144x32x-40x

* "Discschreibzeit" ist die ungefähre theoretische Zeit, die es braucht, eine DVD-5 zu beschreiben, was den Software-Overhead, Zeit zum Schreiben der Auslaufspur (Leadout) etc. nicht einschließt. In der Praxis dauert das Beschreiben länger.

Je größer der Cache (Speicherpuffer) in einem DVD-ROM-Laufwerk, desto schneller kann es Daten zum Computer liefern. Das ist primär für Daten nützlich, nicht für Video. Es kann die Pause zwischen dem Schichtwechsel verkürzen oder eliminieren, aber es hat keinen Effekt auf die Videoqualität.

DVD-RW-Laufwerke (siehe 4.3) schreiben mit etwa der Hälfte der angegebenen Geschwindigkeit, wenn die Datenverifizierungsfunktion angeschaltet ist, die jeden Datenblock liest, nachdem er geschrieben wurde. Verifikation ist für gewöhnlich bei DVD-RAM-Laufwerken standardmäßig angeschaltet. Es auszuschalten beschleunigt das Schreiben. Ob das Ihre Daten gefährdet ist ein Thema zum Debattieren. Verifikation ist in DVD-RW- und DVD+RW-Laufwerken ausgeschaltet.

Um eine konstante lineare Dichte zu aufrechtzuerhalten, drehen typische CD-ROM- und DVD-ROM-Laufwerke die Disc langsamer, wenn sie nahe der Außenseite lesen oder schreiben, wo mehr physikalische Oberfläche in jeder Spur ist. (Das wird "CLV" genannt, constant linear velocity / konstante lineare Geschwindigkeit.) Einige schnelleren Laufwerke behalten die Rotationsgeschwindigkeit bei und benutzen einen Puffer, um mit den Differenzen in der Datenauslesegeschwindigkeit zurechtzukommen. (Das wird "CAV" genannt, constant angular velocity / konstante Winkelgeschwindigkeit.) In CAV-Laufwerken werden die Daten meist am Äußeren der Disc am schnellsten gelesen oder geschrieben, deshalb werden in Spezifikationen oft "Maximalgeschwindigkeiten" aufgelistet.

Hinweis: Beim Abspielen von Filmen bringt Ihnen ein schnelleres DVD-Laufwerk nichts, abgesehen von eventuell weicherem Scannen und schnellerer Suche. Geschwindigkeiten von über 1x verbessern die Videoqualität von DVD-Video-Discs nicht. Höhere Geschwindigkeiten machen nur einen Unterschied beim Auslesen von Computerdaten, wie wenn man ein Multimediaspiel spielt oder eine Datenbank benutzt.

Verbindungen von DVD-Laufwerken sind ähnlich zu denen von CD-Laufwerken: EIDE (ATAPI), SCSI-2 etc. Alle DVD-Laufwerke haben Audioanschlüsse für die Wiedergabe von Audio-CDs. Es wurden keine DVD-Laufwerke angekündigt, die ihre eigenen DVD-Audio- oder -Videoausgänge haben (welches eine interne Audio-/Video-Dekodierhardware nötig machen würde).

Fast alle DVD-Video- und DVD-ROM-Discs benutzen das UDF-Bridgeformat, das eine Kombination aus DVD- MicroUDF (Untergruppe von UDF 1.02) und ISO-9660-Dateisystemen ist. Das OSTA UDF-Dateisystem wird irgendwann das ISO-9660-System, ursprünglich für CD-ROMs entworfen, ersetzen, aber das Brückenformat bringt Rückwärtskomatibilität bis mehr Betriebssysteme UDF unterstützen.

4.2.1 Wofür ist die Audioausgangsbuchse eines DVD-Laufwerks?

DVD-ROM-Laufwerke und DVD-R-Laufwerke haben eine Cinchbuchse (RCA) oder einen flachen 4-poligen (Molex-) Anschluß, um Analogton an die Soundkarte im PC zu senden. Das ist wie der Anschluß bei einem CD-Laufwerk und tatsächlich ist er nur für die Wiedergabe von Audio-CDs bestimmt. Der Ton von DVDs kommt durch den Computer, nicht aus dem Laufwerk. Das Abspielen von CD machte diesen Analogtonausgang nötig, aber heutzutage können die die meisten PCs Digitalton direkt von der CD abspielen so daß der analoge Anschluß nicht mehr benötigt wird.

[4.3] Was ist mit beschreibbaren DVDs: DVD-R, DVD-RAM, DVD-RW, DVD+RW und DVD+R?

Es gibt sechs Versionen beschreibbarer DVDs: DVD-R for General (für den Allgemeingebrauch), DVD-R for Authoring (für die Erstellung), DVD-RAM, DVD-RW, DVD+RW und DVD+R. DVD-R und DVD+R können einmal Daten aufnehmen wie CD-R, wobei DVD-RAM, DVD-RW und DVD+RW tausende Male beschrieben werden können wie CD-RW. DVD-R war erstmalig im Herbst 1997 verfügbar. DVD-RAM folgte Sommer 1998. DVD-RW kam in Japan Dezember 1999 heraus, war aber in den USA nicht bis Frühling 2001 verfügbar. DVD+RW wurde Herbst 2001 verfügbar. DVD+R wurde Mitte 2002 auf den Markt gebracht.

Beschreibbare DVD war zuerst nur für den Computergebrauch zu haben. Heim-DVD-Videorekorder (siehe 1.14) erschienen 2000 weltweit. Diese FAQ benutzt die Begriffe "Laufwerk" oder "Brenner" für Medien beschreibende Computerlaufwerke und den Terminus "Videorekorder", um auf Heim-Set-Top-Rekoder hinzuweisen.

DVD-RAM ist mehr ein entfernbares Speichergerät für Computer als ein Videoaufnahmeformat, obwohl es in DVD-Videorekordern wegen der Flexibilität, die es beim Editieren und Aufnehmen bietet, weit verbreitet ist. Die anderen zwei beschreibbaren Formatfamilien (DVD-R/RW und DVD+R/RW) stehen in gegenseitiger Rivalität zueinander. Der Markt wird bestimmen, welche von ihnen erfolgreich sein wird oder, ob sie weiter koexistieren oder verschmelzen. Es gibt viele Behauptungen, daß ein Format besser ist als das andere, aber sie sind eigentlich sehr ähnlich. 2003 begannen viele Firmen mit der Herstellung von Laufwerken, die gleichermaßen "Minus"- (engl. "dash") und "Plus"-Format aufnehmen konnten.

Jedes beschreibbare DVD-Format wird unten kurz beschrieben. Siehe Abschnitt 6.2.3 für Hardwarehersteller. Für mehr über beschreibbare DVD siehe Dana Parkers Writable DVD - A Guide For the Perplexed (sehr gut, obwohl etwas überholt). Weitere Informationen über beschreibbare DVD-Formate bei den Industrieverbindungen: RW Products Promotion Initiative (RWPPI), Recordable DVD Council (RDVDC) und DVD+RW Alliance. Außerdem DVD Writers and DVDplusRW.org. Wenn Sie an beschreibbarer DVD für die Datenspeicherung interessiert sind, besuchen Sie Steve Rothmans DVD-DATA-Seite für eine FAQ und Mailinglist-Infos.

[4.3.1] Ist es wahr, daß es Kompatibilitätsprobleme mit beschreibbaren DVD-Formaten gibt?

Ja. Keines der beschreibbaren Formate ist vollständig mit einem anderen oder sogar mit bestehenden Laufwerken und Playern kompatibel. In anderen Worten: ein DVD+R/RW-Laufwerk kann keine DVD-R oder DVD-RW beschreiben und vice versa (sofern es kein Combo-Laufwerk ist, daß beide Formate beschreibt). Über die Zeit werden die verschiedenen Formate kompatibler und vermischter werden. Ein Player mit DVD Multi vom DVD Forum hat eine garantierte Lesefähigkeit von DVD-R, DVD-RW und DVD-RAM und ein DVD Multi-Rekorder kann alle drei Formate aufnehmen. Einige neuere "Super-Combo"-Laufwerke können gleichermaßen Plus und Minus aufnehmen und wenige "Super-Multi"-Laufwerke können alle 5 Disctypen aufnehmen (DVD-R, DVD-RW, DVD+R, DVD+RW und DVD-RAM).

Außerdem können nicht alle Player und Laufwerke beschriebene Discs lesen. Das grundlegende Problem ist, daß beschreibbare Discs eine andere Reflektivität haben als gepreßte Discs (die voraufgenommene Sorte, die Sie in Geschäft kaufen -- siehe 5) und nicht alle Player wurden richtig dafür entworfen worden sie zu lesen. Es gibt Kompatibilitätslisten bei CustomFlix, DVDMadeEasy, DVDRHelp, HomeMovie.com, Apple, YesVideo und anderswo, die die Playerkompatibilität mit DVD-R und DVD-RW angeben. DVDplusRW.org führt eine Liste von DVD+RW-kompatiblen Playern und Laufwerken. (Hinweis: die Testresultate hängen von der Medienqualität, der Handhabung, den Schreibbedingungen, Playertoleranzen etc. ab. Die Angaben über die Kompatibilität in diesen Listen sind nur generelle Richtlinien.) Es gibt einen geringfügigen Kompatibilitätsunterschied zwischen den "Minus"- und "Plus"-Formaten (siehe 4.3.6). Es gibt wesentlich größere Kompatibilitätsunterschiede zwischen verschiedenen Marken, also sein Sie vorsichtig, wenn Sie billige Discs kaufen.

Sehr grob gesagt laufen DVD-Rs und DVD+Rs in etwa 85% der bestehenden Laufwerke und Player, während DVD-RWs und DVD+RWs in etwa 80% laufen. Die Situation verbessert sich stetig. In ein paar Jahren werden wir das Kompatibiliätsproblem größtenteils hinter uns haben, wie bei der CD-R (wußten Sie, daß frühe CD-Rs alle Arten Kompatibilitätsprobleme hatten?).

Hier ist eine Zusammenfassung der Kompatibilität beschreibbarer DVDs. Unten hat jedes Laufwerk eine Spalte, die angibt, wie gut es jedes Format lesen oder beschreiben kann (aus Gründen der Einfachheit ist wird "schreibt nicht" behauptet, wenn nichts anderes spezifiziert ist).

DVD-EinheitDVD-R(G)-EinheitDVD-R(A)-EinheitDVD-RW-EinheitDVD-RAM-EinheitDVD+RW-Einheit
DVD-ROMliestliestliestliestliestliest
DVD-R(G)liest oftliest, schreibt liestliest, schreibtliestliest
DVD-R(A)liest üblicherweiseliestliest, schreibtliestliestliest
DVD-RWliest oftliestliestliest, schreibtliest üblicherweiseliest üblicherweise
DVD-RAMliest kaumliest nichtliest nichtliest nichtliest, schreibtliest nicht
DVD+RWliest üblicherweiseliest üblicherweiseliest üblicherweiseliest üblicherweiseliest üblicherweiseliest, schreibt
DVD+Rliest oftliest üblicherweiseliest üblicherweiseliest üblicherweiseliestliest, schreibt vielleicht

Der Autor dieser DVD FAQ ist Mitglied des OSTA/DVDA/NIST Beschreibbare-DVD-Kompatibilitässtudiumkommitees. Ein Bericht auf Phase 1 DVD-ROM-Laufwerktest ist von NIST verfügbar.

[4.3.2] DVD-R

DVD-R (was "dash R" ["(Binde)Strich R"] und nicht "Minus R" ausgesprochen wird [jedenfalls im englischsprachigen Raum]) nutzt eine organische Farbstofftechnologie wie CD-R und ist kompatibel mit den meisten DVD-Laufwerken und -Playern. Die Kapazität der ersten Generation war 3,95 Milliarden Byte, später erweitert auf 4,7 Milliarden Byte. Das Zusammenpassen mit der 4,7G-Kapazität war für die Desktop-DVD-Produktion entscheidend. Anfang 2000 wurde das Format in die "authoring / Erstellungs"-Version und eine "general / allgemeine" Version aufgeteilt. Die gemeine Version, gedacht für den Heimgebrauch, schreibt mit einem billigeren 650-nm-Laser wie bei DVD-RAM. DVD-R(A) ist für die professionelle Entwicklung gedacht und nutzt einen 635-nm-Laser. DVD-R(A)s sind nicht in DVD-R(G)-Rekodern beschreibbar und vice versa, aber beide Arten sind in den meisten DVD-Playern und -Laufwerken lesbar. Die Hauptunterschiede, abgesehen von der Aufnahmewellenlänge, sind, daß DVD-R(G) dekrementelle (sich vermindernde) Prä-Pit-Adressen, einen vorgepreßten (Version 1.0) oder voraufgenommenen (Version 1.1) Kontrollbereich, CPRM (siehe 1.11) und doppelseitige Discs erlaubt. Eine dritte Version für "special authoring / spezielle Erstellung" die es erlaubt, daß geschützter Filminhalt auf eine DVD-R-Medium aufgenommen werden darf, wurde in Betracht gezogen aber daraus wird wahrscheinlich nichts werden.

Pioneer brachte Oktober 1997 für 17.000$ 3,95G-DVD-R(A)-1.0-Laufwerke auf den Markt (etwa 6 Monate zu spät). Neue 4,7G-DVD-R(A)-1.9-Laufwerke erschienen Mai 1999 (etwa 6 Monate zu spät) in limitierten Stückzahlen für 5.400$. Version-2.0-Laufwerke wurden Herbst 2000 verfügbar. Version-1.9-Laufwerke können via heruntergeladener Software auf 2.0 upgegradet werden. (Das entfernt das 2.500-h-Aufnahmelimit.) Neue 2.0- [4,7G] Medien (mit neueren Kopierschutzfunktionen) können nur in 2.0-Laufwerken beschreiben werden. 1.9-Medien (und alte 1.0- [3,95G] Medien) können immer noch in 2.0-Laufwerken beschrieben werden. Version-1.0- (3,95G) Discs sind immer noch verfügbar und können in Pioneer-DVD-R(A)-Laufwerken beschrieben werden. Weil 3,95G-Discs weniger Daten fassen, sind sie kompatibler mit bestehenden Playern und Laufwerken.

Pioneers DVR-A03-DVD-R(G)-Laufwerk wurde Mai 2001 für weniger als 1000$ auf den Markt gebracht. Zum August war es für unter 700$ verfügbar und Februar 2002 für unter 400$. Dasselbe Laufwerk (Modell DVR-103) wurde in einige Apple Macs und Compaq-PCs eingebaut. Heute produzieren viele Firmen DVD-RW-Laufwerke, die alle CD-R/RW schreiben. Bis Mitte 2002 wurden DVD-RW-Laufwerke für unter 200$ verkauft. Die meisten DVD-RAM-Laufwerke schreiben auch DVD-Rs, einige beschreiben auch DVD-RWs. Viele neue Laufwerke beschreiben gleichermaßen DVD-R/RW und DVD+R/RW.

Pioneer veröffentlichte 2002 einen professionellen DVD-Videorekorder. Er wurde für etwa 3000$ verkauft und unterstützt Component-Video- (YPbPr) und 1394- (DV) Eingänge (analog mit S-Video und Composite). Er hat 1h- (10 Mbps) und 2h- (5 Mbps) Aufnahmemodi und enthält einen 2-Kanal-Dolby-Digital-Audiodekoder.

Die Preise für leere DVD-R(A)s sind 10$ bis 25$ (ursprünglich 50$), obwohl billigere Discs mehr Kompatibilitätsprobleme zu haben scheinen. Preise für leere DVD-R(G)s sind 2$ bis 6$. Leermedien werden hergestellt von: CMC Magnetics, Fuji, Hitachi Maxell, Mitsubishi, Mitsui, Pioneer, Ricoh, Ritek, Taiyo Yuden, Sony, TDK, Verbatim, Victor und anderen.

Das DVD-R-1.0-Format ist in ECMA-279 standardisiert. Andy Parsons von Pioneer hat eine Produktionformation geschrieben, die die Unterschiede zwischen DVD-R(G) und DVD-R(A) erklärt.

Es ist - mit Einschränkungen - möglich, DVD-R(A)s und DVD-R(G)s für die Vervielfältigung einzureichen. Erstens akzeptieren nicht alle Replikatoren Einreichungen auf DVD-R. Zweitens können Probleme mit der Kompatibilität und Datenverluste auftreten, wenn man DVD-R nutzt, also ist es das beste, man erstellt eine Prüfsumme, die der Replikator überprüfen kann. Drittens unterstützt DVD-R nicht direkt CSS, Regionen und Macrovision. Unterstützung dafür wurde zur DVD-R(A) mit dem cutting master format (CMF) hinzugefügt, das die DDP-Information in dem Kontrollbereich speichert, aber es wird eine Weile dauern, bis viele Erstellsoftwareprogramme und Replikatoren CMF unterstützen.

[4.3.3] DVD-RW

DVD-RW (früher DVD-R/W und auch kurz bekannt als "DVD-ER") ist ein phasenänderndes wiederbeschreibbares Format. Auf der DVD-R basierend von Pioneer entwickelt, einen ähnlichen Spurabstand, Spurmarkierungslänge und Rotationskontrolle nutzend, ist die DVD-RW in vielen DVD-Laufwerken und -Playern abspielbar. (Einige Laufwerke und Player werden von der niedrigeren Reflektivität der DVD-RW-Medien irritiert und denken, es wäre eine Doppelschicht-Disc. Im anderen Fall erkennen Laufwerk oder Player den Discformatcode nicht und versuchen erst gar nicht, die Scheibe zu lesen. Einfache Firmwareupgrades können beide Probleme lösen.) DVD-RW benutzt Rillenaufnahme mit Adressinformation auf den Lands für die Synchronisation während der Schreibzeit (Land-Daten werden beim Abspielen ignoriert). Die Kapazität ist 4,7 Milliarden Byte. DVD-RWs können etwa 1.000 Mal wiederbeschrieben werden.

Im Dezember 1999 brachte Pioneer DVD-RW-Heimvideorekoder in Japan auf den Markt. Die Einheiten kosten 250.000 Yen (etwa 2.500$) und Leerdiscs 3.000 Yen (etwa 30$). Weil der Rekorder das neue DVD-VR- (video recording / Videoaufnahme) Format nutzt, lassen sich die Discs nicht in bestehenden Playern abspielen (die Discs sind physisch aber nicht logisch kompatibel). Die Aufnahmezeit variiert von 1 bis 6 h, je nach Qualität. Eine neue Version des Rekorders wurde später veröffentlicht, die auch DVD-R(G)s aufnahm und das DVD-Video-Format für die bessere Kompatibilität zu bestehenden Playern nutzte.

DVD-RW-Laufwerke schreiben DVD-Rs, DVD-RWs, CD-Rs und CD-RWs. Die Preise für DVD-RWs sind um die 2$ (ursprünglich 30$). Leermedien werden hergestellt von CMC Magnetics, Hitachi Maxell, Mitsubishi, Mitsui, Pioneer, Ricoh, Ritek, Sony, Taiyo Yuden, TDK, Verbatim, Victor und anderen.

Es gibt drei Arten DVD-RWs. Alle haben eine Kapazität von 4,7G. Version-1.0-Discs, die man kaum außerhalb Japans findet, haben eine gepreßte Einlaufspur (Lead-in) (um das Kopieren von CSS-Information zu verhindern), was Kompatibilitätsprobleme verursacht. Version-1.1-Discs haben eine voraufgenommene Einlaufspur, die die Kompatibilität erhöht. Version-1.1-Discs kommen außerdem in einer "B"-Version, die eine einzigartige Identifikationsnummer im BCA für die Benutzung mit CPRM hat. B-Typ-Discs werden benötigt, wenn man bestimmte Arten geschützten Videos kopiert. (Siehe 1.11 für mehr über CPRM; 3.11 für mehr über BCA.) Das DVD-RW-Format ist in ECMA-338 standardisiert.

Hinweis: Das Apple SuperDrive (sogar mit der älteren Firmware 1.22) kann auf DVD-RWs schreiben, nur nicht von der Anwendung iDVD aus. Sie müssen eine andere Software wie Toast benutzen, um DVD-RWs zu beschreiben.

[4.3.4] DVD-RAM

DVD-RAM, mit einer anfänglichen Speicherkapazität von 2,58 Milliarden Byte, später erhöht auf 4,7, benutzt phase-change dual / Phasenänderungs-Dual- (PD) Technologie mit einigen untergemischten magnetooptischen (MO) Funktionen. DVD-RAM ist wegen der Fehlerbehandlung und des in Zonen aufgeteilten CLV-Formats für den schnellen Zugriff das am besten geeignete beschreibbare DVD-Format für die Verwendung in Computern. Jedoch ist es nicht kompatibel mit den meisten Laufwerken und Playern (wegen der Fehlerbehandlung, der Reflektivitätsunterschiede und geringer Formatunterschiede). Eine pendelnde Rille wird für die Datentaktdaten benutzt, mit Markierungen gleichermaßen in die Rille und dem Land zwischen den Rillen. Die Rillen und vorgepreßten Sektoren-Header werden während der Herstellung in die Disc gepreßt. Einseitige DVD-RAMs kommen mit oder ohne Cartridge. Es gibt neun Arten von Cartridges (siehe 4.3.4.1). Die Discs können nur in der Cartridge beschrieben werden. Doppelseitige DVD-RAMs waren anfänglich nur in versiegelten Cartridges erwerbbar, aber heutzutage gibt es sie auch in der entfernbaren Version. Die Cartridgemaße sind 124,6 mm x 135,5 mm x 8,0 mm. DVD-RAM kann mehr als 100.000 Mal wiederbeschrieben werden und die Discs halten voraussichtlich mindestens 30 Jahre.

DVD-RAM-1.0-Laufwerke für 500 $ bis 800 $ erschienen im Juni 1998 (etwa 6 Monate zu spät), mit Leerdiscs bei etwa 30$ für einseitige und 45$ für doppelseitige. Das erste DVD-ROM-Laufwerk, das DVD-RAMs lesen konnte, wurde 1999 von Panasonic auf den Markt gebracht (SR-8583, 5x DVD-ROM, 32x CD). Hitachis GD-5000-Laufwerk, veröffentlicht Ende 1999, liest auch DVD-RAMs. Leere DVD-RAM-Medien werden hergestellt von CMC Magnetics, Hitachi Maxell, Eastman Kodak, Mitsubishi, Mitsui, Ritek, TDK und anderen.

Die Spezifikation für DVD-RAM Version 2.0, mit einer Kapazität von 4,7 Milliarden Byte pro Seite, wurde Oktober 1999 veröffentlicht. Die ersten Laufwerke erschienen Juni 2000 für ungefähr denselben Preis wie DVD-RAM-1.0-Laufwerke. Einseitige Discs kosteten etwa 25$ und doppelseitige etwa 30$. Die Discpreise waren bis 2003 auf unter 10$ und die Laufwerkspreise auf unter 200$ gefallen. DVD-RAM-2.0 spezifiziert auch 8-cm-Discs und -Cartridges für den portablen Gebrauch wie bei digitalen Camcordern. Zukünftige DVD-RAMs haben vielleicht eine Kontrasterhöhungsschicht und eine thermische Pufferschicht, um höhere Dichten zu erreichen.

Samsung und C-Cube machten Oktober 1999 eine Technologiedemonstration (keine Produktankündigung) eines DVD-RAM-Videorekorders, der das neue DVD-VR-Format nutzt (siehe DVD-RW-Abschnitt für mehr über DVD-VR). Panasonic demonstrierte einen 3.000$-DVD-RAM-Videorekorder im Januar 2000. Er erschien im September für 4.000$ in den USA (Modell DMR-E10). Zum Beginn 2001 veröffentlichten Hitachi und Panasonic DVD-Camcorder, die kleine DVD-RAMs benutzen. Der sofortige Zugriff und das On-the-fly-Editieren und die Löschfähigkeiten von DVD-Camcordern sind beeindruckend. Panasonics 2te-Generation-DVD-RAM-Videorekorder erschienen Oktober 2001 für 1.500$ und beschreiben auch DVD-Rs.

Das DVD-RAM-1.0-Format ist in ECMA-272 und ECMA-273 standardisiert. Das DVD-RAM-2.0-Format ist in ECMA-330 und ECMA-331 standardisiert.

[4.3.4.1] Was sind die DVD-RAM-Cartridgetypen?

[4.3.4.2] Wie entnehme ich eine DVD-RAM-Type-2-Disc ihrer Cartridge?

Type-2-DVD-RAM-Cartridges erlauben die Entnahme der Disc, so daß sie in Standardplayern oder -Laufwerken abgespielt werden kann. (Wie auch immer, die meisten Player und Laufwerke werden dann immer noch nicht in der Lage sein, die Disc zu lesen -- siehe 4.3.1.)

Zuerst zerbrechen (ja, zerbrechen) Sie den Verriegelungsstift, indem Sie ihn mit einem spitzen Gegenstand wie einem Kugelschreiber drücken. Entfernen Sie den Verriegelungsstift. Lösen Sie die Abdeckung ab, indem Sie einen spitzen Gegenstand verwenden, mit dem Sie auf die Einkerbung auf der hinteren rechten Seite der Cartridge drücken. Die Daten werden auf der unbedruckten Seite der Disc gespeichert -- fassen Sie sie nicht an. Wenn Sie die bloße Disc wieder zurück in die Cartridge stecken, vergewissern Sie sich, daß die bedruckte Seite vom Verschluß und die bedruckte Seite der Discoberfläche in dieselbe Richtung zeigen.
[Eine bildliche Darstellung gibt es in Wikimedia Commons; Anm. d. Übers.]

Die meisten DVD-RAM-Titel werden es Ihnen nicht erlauben, auf eine bloße Disc zu schreiben. Einige werden es nicht erlauben, auf eine Cartridge zu schreiben, wenn die Disc schon einmal entfernt wurde.

[4.3.5] DVD+RW und DVD+R

DVD+RW ist ein wiederbeschreibbares Format basierend auf der CD-RW-Technologie. Es wurde Ende 2001 verfügbar. Unterstützt wird DVD+RW von Philips, Sony, Hewlett-Packard, Dell, Ricoh, Yamaha und anderen. Es wird nicht vom DVD Forum unterstützt (obwohl die meisten DVD+RW-Firmen Mitglied sind), aber das Forum hat keine Macht, die Standards zu setzen. DVD+RW-Laufwerke lesen DVD-ROMs und CDs und üblicherweise DVD-Rs und DVD-RWs, aber lesen und schreiben keine DVD-RAMs. DVD+RW-Laufwerke schreiben auch CD-Rs und CD-RWs. DVD+RWs, die 4,7 Milliarden Byte pro Seite fassen, sind in vielen bestehenden DVD-Video-Playern und DVD-ROM-Laufwerken lesbar. (Sie haben dasselbe Refektivitäts- und Discformaterkennungsproblem wie DVD-RW.)

DVD+RW-Förderer behaupteten 1997, daß das Format nur für Computerdaten genutzt würde, nicht für Heimvideos, aber es war offensichtlich, daß das nur eine Ausrede war, um das DVD Forum und Konkurrenten zu beschwichtigen. Das Original-1.0-Format, die bis zu 3 Milliarden Byte (2,8 Gigabyte) pro Seite fassen und nicht mit bestehenden Playern und Laufwerken kompatibel war, wurde Ende 1999 aufgegeben.

Das DVD+RW-Format nutzt Phasenänderungsmedien mit hochfrequent pendelnden Rillen, die es erlauben, Verbindungssektoren zu eliminieren. Das und die Option keiner Fehlerbehandlung erlauben es den DVD+RWs, auf eine Weise geschrieben zu werden, die kompatibel zu vielen bestehenden DVD-Lesegeräten ist. Die DVD+RW-Spezifikation erlaubt entweder das CLV-Format für sequentiellen Videozugriff (vom Laufwerk mit CAV-Geschwindigkeiten lesen) oder CAV-Format für direkten Zugriff, aber CAV-Aufnahme wird von keiner aktuellen Hardware unterstützt. DVD+Rs können nur im CLV-Modus aufgenommen werden. Nur CLV-formatierte Discs können in Standard-DVD-Laufwerken und -Playern gelesen werden. DVD+RW-Medien können etwa 1.000mal wiederbeschrieben werden (heruntergesenkt von den 100.000mal in der ursprünglichen 1.0-Version).

DVD+R ist eine einmal beschreibbare Variation von DVD+RW, die Mitte 2002 erschien. Es ist ein farbstoffbasiertes Medium wie DVD-R, also hat es eine ähnliche Kompatibiltät wie DVD-R. Ursprüngliche DVD+RW-Laufwerke erfüllten das Versprechen eines einfachen Upgrades für die Schreibunterstützung von DVD+R nicht, also mußten sie durch neuere Modellen ersetzt werden. Andererseits können die ursprünglichen Philips-DVD+RW-Videorekorder vom Benutzer für die Schreibunterstützung von +Rs upgegradet werden.

Philips kündigte für Ende 2001 einen DVD+RW-Heimvideorekorder an. Der Philips-Rekorder nutzt das DVD-Video-Format, also lassen sich die Discs in vielen bestehenden Playern abspielen. HP kündigte für September 2001 ein 600$-DVD+RW-Laufwerk (hergestellt von Ricoh) und 16$-DVD+RW-Discs an. HPs Laufwerke lesen DVDs 8x und CDs 32x und schreiben DVD+RW 2,4x, CD-R 12x und CD-RW 10x.

2005 kosteten DVD+Rs um die 1$ und DVD+RWs etwa 2$. DVD+RW-Medien werden hergestellt von CMC Magnetics, Hewlett-Packard, MCC/Verbatim, Memorex, Mitsubishi, Optodisc, Philips, Ricoh, Ritek und Sony.

Mehr DVD+RW-Infos gibt es bei www.dvdrw.com und www.dvdplusrw.org. Das veraltete DVD+RW-1.0-Format ist in ECMA-274 standardisiert. Das DVD+RW-2.0-Format ist in ECMA-337 und DVD+R in ECMA-349 standardisiert.

[4.3.6] Welches beschreibbare DVD-Format soll ich kaufen?

Wie schon in den vorherigen Abschnitten erklärt worden ist, gibt es zwei Hauptformate: "Minus" (DVD-R/RW) und "Plus" (DVD+R/RW). Es gibt nicht viele Unterschiede zwischen den beiden. Sie nehmen beide Daten und Video auf und lesen beide Daten und spielen Video ab. Beide Formate sind als Schreib-Laufwerke und Heimvideorekorder erhältlich. Trotz der Behauptungen, daß eines der Formate kompatibler mit Playern und Laufwerken ist, sind beide Formate ähnlich kompatibel (siehe 4.3.1). Es gibt Geschwindigkeitsunterschiede, aber das ist ein Bockspringen. Ein Format wird mit höheren Schreibgeschwindigkeiten herauskommen, dann kommt das andere mit gleicher oder höherer Geschwindigkeit heraus. 16x ist die theoretische Maximalgeschwindigkeit, die aktuellen Laufwerke beider Formate sind also nahe an der Grenze.

Moderne "Combo"-Laufwerke können fast alle Formate beschreiben (DVD-R, DVD-RW, DVD+R, DVD+RW, CD-R, CD-RW). Ältere Laufwerke schreiben nur ihr eigenes DVD-Format, also müssen Sie eventuell DVD+R/RW-Discs für ein DVD+RW-Laufwerk und DVD-R/RW-Discs für ein DVD-RW-Laufwerk kaufen.

Das DVD+RW-Format hat ein paar Vorteile bei der Benutzung mit dem Computer, aber, wenn Ihnen Datensicherungen oder die Zugriffsgeschwindigkeit wichtig ist, sollten Sie außerdem das DVD-RAM-Format in Betracht ziehen. DVD-RAM ist schnell und zuverlässig und die Discs haben eine optionale Cartridge (Kassette/Kartusche), um den Schutz der Daten zu unterstützen. Die meisten DVD-RAM-Laufwerke schreiben auch DVD-Rs/RWs und einige Super-Combo-Laufwerke schreiben alle drei Formate.

[4.3.7] Andere beschreibbare optische Formate

Konkurrenten der beschreibbaren DVD sind angekündigt worden, aber niemals erschienen, teilweise dank des Erfolges der gesamten DVD-Familie. Diese Formate sind AS-MO (früher MO7), welches 5 bis 6 Milliarden Byte faßt und NECs Multimedia Video Disc (MVDisc, früher MMVF, Multimedia Video File), die 5,2 Milliarden Byte fassen sollte und auf die Heimaufnahme abzielte. ASMO-Laufwerke sollten DVD-ROM und kompatible beschreibbare Formate lesen, aber nicht DVD-RAM. MVDisc war ähnlich der DVD-RW und der DVD+RW, benutzte zwei verbundene 0,6mm-Phasenänderungssubstrate, Land- und Rillen-Aufnahme und einen 640nm-Laser, aber anders als die anfänglichen Berichte sollten die Laufwerke keine DVD-ROMs und kompatible Discs lesen können.

Es gab außerdem FMD (siehe 2.13). Es gibt auch noch die neuen HD-Formate (siehe 6.5).

[4.3.8] Wie lange dauert das DVD-Beschreiben?

Die Dauer für das Brennen einer DVD hängt von der Geschwindigkeit des Rekorders und der Datenmenge ab. Die Spielzeit des Videos hat wenig mit der Brennzeit zu tun, weil eine halbe Stunde bei hohen Datenraten länger dauern kann als eine Stunde bei niedriger Rate. Ein 2x-Rekorder, der mit 22 Mbps läuft, kann für eine volle 4,7G-DVD eine Zeit von etwa 30 Minuten in Anspruch nehmen. Ein 4x-Rekorder kann das in etwa 15 Minuten.

Beachten Sie, daß beim -R/RW-Format oft eine komplette Auslaufspur (Lead-Out) über den gesamten Durchmesser geschrieben wird, wie es die DVD-Spezifikation verlangt, also dauert das Schreiben kleiner Datenmengen (wie z.B. ein sehr kurzer Videoclip) unter Umständen genauso lange wie großer Mengen.

[4.3.9] Welche Farbe von beschreibbaren DVDs ist die beste?

Verschiedene Farben von beschreibbaren CDs und DVDs entstehen durch die Kombination der reflektierenden Metallschicht und dem Farbstoff in der Aufnahmeschicht (Cyanin [blau], Phthalocyanin [durchsichtig], Azo [dunkelblau], Formazan [grün] etc.). Die DVD-Qualität von der Farbe abhängig machen zu wollen, ist wie die Qualität von Paprikaschoten aufgrund der Farbe zu beurteilen (ist gelb besser oder rot oder grün?). Sie werden herausfinden, daß einige Discfarben besser in einigen Playern zu funktionieren scheinen, aber Sie werden auch herausfinden, daß es nur eine geringe Korrelation zwischen der Farbe und der Lesbarkeit verschiedener Discmarken gibt. Andere Faktoren wie die Verarbeitungsqualität und die chemische Formel haben einen größeren Einfluß auf die Beschreibbarkeit und die Wiedergabe.

Einige Farben weisen auf eine höhere Haltbarkeit hin, weil manche Farbstoffe (wie Phthalocyanine und Azo) stabiler sind und länger halten. Siehe 3.12.

[4.3.10] Wann werden wiederbeschreibbare Doppelschicht-DVDs verfügbar sein?

Doppelschicht-R-Laufwerke und -Discs gibt es bereits seit 2004. Die Dual-layer-rewritable-Technik (RW) funktioniert im Labor, aber erscheint vielleicht niemals auf dem Markt, besonders weil sich R-Discs viel besser verkaufen als RW-Discs.

[4.3.11] Was bedeutet "2x", "4x", "16x" und so weiter auf beschreibbaren Discs und welches sollte ich benutzen?

Beschreibbare Discs gibt es in verschiedenen Geschwindigkeitskategorien (2x = doppelte Standardschreibschwindigkeit, 8x = achtfache Standardgeschwindigkeit und so fort). Die Geschwindigkeitskategorien von Leerdiscs passen zu den Geschwindigkeitskategorien der Laufwerke (siehe 4.2). Wenn schnellere Laufwerke verfügbar werden, werden neue Discs entworfen, die auf den neuen Laufwerken und auch auf den alten Laufwerken funktionieren sollen. Discs haben verschiedene Geschwindigkeitseinstufungen, weil es andere Schreibstrategien und Medienformulierungen für schnellere Geschwindigkeiten gibt, da der Schreiblaser mit mehr Leistung betrieben wird und sich viel schneller über die Oberfläche der Disc bewegt (anders gesagt hat er weniger Zeit, "Löcher in die Disc zu brennen"). Sie erhalten die besten Ergebnisse, indem Sie Discs benutzen, die die gleiche oder höhere Geschwindigkeit wie das Laufwerk haben. Wenn Sie beispielsweise ein 4x-Laufwerk haben, sollten Sie 4x-Discs oder höher verwenden, keine 1x oder 2x, sofern Sie das Laufwerk nicht auf 1x- oder 2x-Geschwindigkeit stellen.

Fast alle Heim-DVD-Videorekorder benutzen 1x-Laufwerke, also sollten Discs aller Geschwindigkeiten funktionieren.

[4.4] Warum kann ich keinen Screenshot vom DVD-Video machen? Warum erhalte ich ein rosafarbenes oder schwarzes Rechteck?

Die meisten DVD-PCs, auch die mit Softwaredekodern, benutzen Videoüberlagerungshardware, um das Video direkt in das VGA-Signal einzufügen. Das ist eine effiziente Art, die sehr hohe Bandbreite von Echtzeitvideo zu handhaben. Einige Dekoderkarten wie die Creative-Labs-Encore-Dxr-Serie und die Sigma-Designs-Hollywood-Serie benutzen ein Durchgangskabel, die das Video in das analoge VGA-Signal überlagert, nachdem es aus der Videodarstellungskarte kommt. Videoüberlagerung benutzt eine Technik, genannt Colorkey / Farbschlüssel, um eine selektiv spezifizierte Pixelfarbe (oft magenta oder fast schwarz) mit Video zu überlagern. Überall, wo die Farbschlüsselpixel im Computergraphikvideo erscheinen, werden sie vom DVD-Dekoder ersetzt. Dieser Prozeß ereignet sich "hinter / nach" dem Computervideospeicher, folglich werden Sie, wenn Sie versuchen einen Screenshot zu machen (welcher die Pixel vom Video-RAM holt), ein ausgefülltes Rechteck der Farbschlüsselfarbe zu sehen bekommen.

Die Hardwarebeschleunigung muß ausgeschaltet werden, bevor Sie einen Bildschirmphoto machen können. Das veranlaßt einige Dekoder dazu, in den Standardvideospeicher zu scheiben. Utensilien wie Creative Softworx, HyperSnap und SD Capture können trotzdem das Bild holen. Einige Abspielapplikationen wie PowerDVD und der Windows-Me-Player können Screenshots machen, wenn die Hardwarebeschleunigung ausgeschaltet ist.

[4.5] Warum kann ich auf meine Festplatte kopierte Filme nicht anschauen?

Fast alle Filme sind mit dem CSS-Kopierschutz verschlüsselt (siehe 1.11). Verschlüsselungskeys sind im normalerweise unzugänglichen Einlaufspurbereich (Lead-In Area) der Disc gespeichert. Sie werden für gewöhnlich einen Fehler angezeigt bekommen, wenn Sie versuchen, geschützten Inhalt von DVD auf Festplatte zu kopieren. Wenn Sie einen Softwareplayer benutzt haben, um dem Film abzuspielen, wird sie die Disc im Laufwerk authentifiziert haben, was es Ihnen ermöglicht, ohne Fehler zu kopieren, aber die Verschlüsselungskeys werden nicht mitkopiert. Wenn Sie versuchen, die kopierten VOB-Dateien abzuspielen, wird der Dekoder die Schlüssel von Ihrem DVD-ROM-Laufwerk anfordern und das wird fehlschlagen. Sie werden die Nachricht bekommen "Kann keine kopiergeschützten Dateien abspielen".

[4.6] Warum habe ich Probleme beim Abspielen von DVDs auf meinem Computer?

Es gibt tausende Antworten auf diese Frage, aber es gibt einige einfache Problembehandlungsschritte, die Sie durchführen können, um das Problem ausfindig machen zu können, wie z.B. ruckelnde Wiedergabe, Pausen, Fehlernachrichten und so weiter.

Mehr Infos über spezifische Graphikkarten und Treiberaktualisierungen:

[4.7] Kann ich DVD über Netzwerk oder Internet streamen?

Kurze Antwort: Nicht, wenn die Disc kopiergeschützt ist.

Mit einem genügend schnellen Netzwerk (100 Mbps oder besser, mit guter Leistung und niedriger Auslastung) und einem Hochleistungsserver ist es möglich, DVD-Video von einem Server zu Clients zu streamen. Wenn die Quelle auf dem Server ein DVD-ROM-Laufwerk (oder eine Jukebox) ist, dann wird es Aussetzer im Video geben, wenn mehr als ein Benutzer gleichzeitig auf eine Disc zugreift, wenn der Server kein schnelles DVD-ROM-Laufwerk und ein sehr gutes Zwischenspeicherungssystem für Videostreaming hat.

Ein großes Problem ist, daß CSS-verschlüsselte Filme (siehe 1.11) wegen der Kopierschutzfragen nicht von einer fernen Datenquelle geliefert werden können. Die CSS-Lizenz erlaubt es nicht, daß entschlüsseltes Video über einen zugänglichen Bus oder Netzwerk gesandt werden darf, also muß der Dekoder auf dem zugreifenden Rechner sein. Wenn der Dekoder einen sicheren Kanal hat, um die Authentifikation mit dem Laufwerk des Wirts auszuführen, ist es möglich, verschlüsseltes Video über das Netzwerk zu streamen und auf dem empfangenden PC zu dekodieren. (Aber bis jetzt können das fast keine Dekoder.)

Eine Lösung ist das Projekt VideoLAN, das auf GNU/Linux/Unix, BeOS, Mac OS X und anderen Betriebssystemen läuft. Er es enthält einen Player mit eingebauter CSS-Entschüsselung. Obwohl der Code von DeCSS abweicht, ist es eine unlizenzierte Implementation und deshalb wahrscheinlich in den meisten Ländern illegal (siehe 4.8).

Ein anderes Verfahren ist es, das Video auf dem Server zu dekodieren und es via Kabel (meist RF) an verschiedene Stationen zu senden. Der Vorteil ist, daß die Leistung sehr gut ist und der Nachteil, daß die Interaktivität für gewöhnlich beschränkt ist und jeder verbundene Betrachter dasselbe zur selben Zeit gucken muß.

Viele Firmen bieten Unterstützung von Streamingvideo (MPEG-1, MPEG-2, MPEG-4 etc.) über lokale Netzwerke, aber nur von einigen Dateien oder Echtzeitkodierern, nicht von DVD-Video-Discs.

Das Internet ist eine andere Sache. Es dauert über eine Woche, mit einem 56K-Modem den Inhalt einer einschichtigen DVD herunterzuladen. Es dauert etwa 7 Stunden mit einer T1-Leitung. Kabelmodems können theoretisch eine Downloadzeit auf ein paar Stunden reduzieren, aber wenn andere Benutzer in benachbarten Haushalten auch Kabelmodems haben, kann die Bandbreite erheblich sinken.[Jims Vorhersage von 2001: der durchschnittliche DVD-schauende Haushalt wird nicht vor 2007 ausreichend schnelle Internetverbindungen haben. Zu der Zeit wird es eine neue hochauflösende Version der DVD mit der doppelten Datenrate geben, was dann wieder die Kapazität einer typischen Internetverbindung übersteigt.]

[4.8] Was ist DeCSS?

CSS (Content Scrambling System / Inhaltskryptographiessystem) ist eine Verschlüsselungs- und Authentifizierungsschema, gedacht für die Vermeidung digitalen Kopierens von DVD-Filmen. Siehe 1.11 für Details. DeCSS bezieht sich auf den generellen Prozeß der Vereitelung von CSS sowie auf den DeCSS-Quellcode und -Progamme.

Computersoftware für die Entschlüsselung von CSS wurde Oktober 1999 im Internet veröffentlicht (siehe Dana Parkers Artikel bei www.emediapro.net/news99/news111.html), obwohl andere "Ripping"-Methoden schon vorher verfügbar waren (siehe 6.4.2). Der Unterschied zwischen der Umgehung der CSS-Verschlüsselung zu DeCSS und dem Abfangen entschlüsseltem, dekomprimiertem Videos mit einem DVD-Ripper ist, daß DeCSS wegen der DMCA- und WIPO-Verträge als illegal angesehen werden kann. Die DeCSS-Informationen können dazu genutzt werden, die Masterschlüssel "zu erraten", so daß ein Standard-PC die gesamte Liste der 409 Schlüssel generieren kann, wobei sich der Schlüsselgeheimhaltungsprozeß als nutzlos herausstellt.

Auf jeden Fall gibt es keine Dringlichkeit, in der Lage sein zu müssen, einen Satz Filmdateien (oft ohne Menüs und andere speziellen DVD-Funktionen) zu kopieren, der mit einem 56K-Modem über eine Woche heruntergeladen werden müßte und bis zu 6G Festplattenplatz oder ein Dutzend CD-Rs benötigen würde. Eine Alternative ist die Neukomprimierung des Videos in ein anderes Kodierformat wie DivX (siehe 2.10), so daß es weniger Platz benötigt, aber das Resultat ist oft eine signifikant reduzierte Bildqualität. Trotz der niedrigeren Datenraten bei DivX usw., sind Zeit und Aufwand, die es fordert, Dateien zu finden und herunterzuladen, für die meisten Filmbetrachter den Aufwand nicht wert. Die Realität ist, daß die meisten Leute, die DVDs rippen und herunterladen, das wegen der Herausforderung tun und nicht, um zu vermeiden, daß Discs gekauft werden.

Die Unterstützer von DeCSS betonen, daß es nur entwickelt worden ist, um das Abspielen von DVD-Filmen unter Linux zu ermöglichen, welches wegen seiner Open-Source-Natur von der CSS-Lizenzierung ausgeschlossen wurde. Das ist speziell von den DMCA- und WIPO-Gesetzen erlaubt. Jedoch ist das DeCSS.exe-Programm, das ins Internet gepostet wurde, eine Windows-Applikation, die Filmdateien entschlüsselt. Der Mangel an der Differenzierung zwischen dem DeCSS-Prozeß unter Linux und der DeCSS.exe-Windows-Applikation verursacht Schmerzen bei dem DeCSS-Unterstützern, weil die DeCSS.exe für die Kopierung und illegale Distribuierung von Filmen von DVD genutzt werden kann. Siehe Tom Vogts DeCSS central für mehr Infos zu DeCSS.

Erwähnenswert ist, daß die Piraterie schon lange von DeCSS existierte. Echte DVD-Piraten können die Disc Bit für Bit kopieren, inklusive der normalerweise unlesbaren Einlaufspur (das kann mit einem speziell modifiziertem Laufwerk gemacht werden) oder sie kopieren vom Videoausgang eines Standard-DVD-Players oder holen sich das Video von einer anderen Quelle, wie Laserdisc, VHS oder einem in ein Kino eingeschmuggelten Camcorder. Es ist sicherlich wahr, daß DVD-Piraterie ein Problem ist, aber DeCSS hat wenig damit zu tun.

Kurz nach dem Auftauchen von DeCSS arrangierte die DVD CCA einen Prozeß und ersuchte eine temporäre gerichtliche Verfügung, um die Websites am Posten (oder sogar am Verlinken) von DeCSS-Informationen zu hindern. Das Gesuch wurde am 29. Dezember 1999 vom Kalifornischen Gerichtshof abgewiesen. Am 14. Januar 2000 reichten die sieben Top-Filmstudios der USA (Disney, MGM, Paramount, Sony [Columbia/TriStar], Time Warner, Twentieth Century Fox und Universal), unterstützt von der MPAA, eine Klage in Connecticut und New York ein, um mit einem weiteren Versuch die Distribution von DeCSS auf Webseiten in diesen Staaten zu unterbinden. Am 21. Januar bewilligte das Gericht in New York einen vorbereitenden Unterlassungsbefehl und am 24. Januar änderte das Gericht für die CCA-Anklage in Kalifornien seine frühere Entscheidung und bewilligte einen zusätzlichen vorbereitenden Unterlassungsbefehl. In beiden Fällen entschied das Gericht, daß die Unterlassungsverfügung nur auf Seiten mit DeCSS-Informationen zutraf und nicht auf verlinkende Seiten. (Gute Sache, weil diese FAQ auf DeCSS-Seiten verlinkt!) Der CCA-Prozeß basiert auf Verwendung von Geschäftsgeheimnissen (eine etwas wacklige Grundlage), wobei die MPAA-Anklagen auf Urheberrechtsumgehung basieren. Am 24. Januar wurde der 16 Jahre alte Jon Johansen, der norwegische Programmierer, der DeCSS zuerst verteilt hatte, von der örtlichen Polizei, die eine Razzia in seinem Haus durchgeführt und seine Computerausrüstung und sein Mobiltelefon konfisziert hatte, befragt. Johansen sagt, die wirkliche Crack-Arbeit wurde von zwei anonymen Programmierern durchgeführt, einem Deutschen und einem Niederländer, die sich "Masters of Reverse Engineering (MoRE)" nennen.

Das scheint alles ein verlorener Kampf zu sein, weil der DeCSS-Quellcode auf T-Shirts gedruckt wird und von der DVD-CCA in den Gerichtsaufzeichnungen selbst veröffentlicht wurde -- huuuch! Siehe Fire, Work With Me für einen witzigen Blick auf das weite Thema.

[4.9] Wie spiele ich DVD-Video in HTML, PowerPoint, Director, VB etc. ab?

Eine Vielzahl von Multimediaentwicklungs/erstellungsprogrammen können auf die Videowiedergabe von DVD erweitert werden, entweder als Titel und Kapitel oder als MPEG-2-Dateien. In Windows wird das meist mit ActiveX-Controls erreicht. Auf dem Mac, bis DVD-Video-Unterstützung zu QuickTime hinzugefügt ist, sind die Möglichkeiten begrenzt. Neuere Versionen des Apple-DVD-Player können mit dem AppleScript kontrolliert werden.

DVD-Video und MPEG-2-Video können in einer HTML-Seite im Internet Explorer wiedergegeben werden, wobei man viele verschiedene ActiveX-Controls benutzen kann (siehe Tabelle). Einige ActiveX-Controls funktionieren auch mit PowerPoint, Visual Basic und anderen ActiveX-Wirten. Netscape (Navigator) ist aus dem Spiel, solange er keine ActiveX-Objekte unterstützt. Einfache MPEG-2-Wiedergabe kann in PowerPoint mit der "Film einfügen"-Funktion erreicht werden (benötigt einen installierten DirectShow-kompatibelen MPEG-2-Dekoder). DVD- und MPEG-2-Wiedergabe können im Macromedia Director mit den "spezialisierten Xtras" eingebaut werden. 

 PreisHTML (nur IE)PowerPointActiveX host (VB etc.)Director
Microsoft MSWebDVD oder MSVidWebDVD (siehe MSDN overview)kostenlosjajajanein
Microsoft Windows Media Player 6.1 (mit Windows Media SDK)kostenlosjaneinneinnein
InterActual PC Friendlynicht verfügbareinige Versionenneinneinnein
InterActual Player 2.02000$ und mehrjajajaja?
SpinWare iControlPE: 120$, Web: 1200$ und mehrWeb-VersionPE-Versionneinnein
Visible Light Onstage DVD500$ und mehrActiveX-VersionActiveX-VersionActiveX-VersionDirector-Version
Sonic eDVD (InterActual-Programmteil, Funktion von Sonic-Produkten)$4000janeinneinnein
Sonic DVD Presenter (InterActual-Programmteil, nicht länger erhältlich)40$neinjaneinnein
Tabuleiro DirectMediaXtra200$neinneinneinMPEG-2/VOB-Dateien, keine DVD-Video-Inhalte
LBO Xtra DVD 500$?neinneinneinja
Matinée Presenter?Gesonderte Präsentationsanwendung. Spielt MPEG-2-Dateien (kein DVD-Video).

Natürlich können Sie DVD-ROM einfach als eine größere, schnellere CD-ROM ansehen, Sie können Projekte mit den herkömmlichen Programmen (Director, Flash, Toolbook, HyperCard, VB, HTML etc.) und herkömmlichen Medientypen (CinePak, Sorenson, Indeo, Windows Media etc. im QuickTime- oder AVI-Format) erstellen und Sie werden wunderbar von der DVD aus funktionieren. Sie können sogar die Datenrate für größere oder höherqualitative Videos erhöhen. Aber es sieht für gewöhnlich nicht so gut aus wie MPEG-2.

[4.10] Was sind .IFO-, .VOB-, .AOB- und .VRO-Dateien? Wie kann ich sie abspielen?

[VOB heißt "Video Objects", AOB "Audio Objects", IFO "InFOrmation" und BUP "BackUP"; Anm. d. Übers.]

Die DVD-Video- und DVD-Audiospezifikationen (siehe 6.1) definieren, wie Bild- und Tondaten in speziellen Dateien gespeichert werden. Die .IFO-Dateien enthalten Menüs und andere Informationen über Video und Audio. Die .BUP-Dateien sind Sicherungskopien der .IFO-Dateien. Die .VOB-Dateien (für DVD-Video) und .AOB-Dateien (für DVD-Audio) sind MPEG-2-Programmströme mit zusätzlichen Paketen, die Navigations- und Suchinformationen enthalten.

Weil eine .VOB-Datei nur eine spezielle MPEG-2-Datei ist, können die meisten MPEG-2-Dekoder und Software-DVD-Player sie abspielen. Sie müssen vielleicht die Dateiendung von ".VOB" auf ".MPG" setzen. Jedoch wird jede spezielle Funktion wie Kamerawinkel und Verzweigung zu merkwürdigen Effekten führen. Die beste Möglichkeit, .VOB-Dateien abzuspielen, ist, eine DVD-Playeranwendung das ganze Zeug abspielen zu lassen (oder die VIDEO_TS.IFO-Datei zu öffnen), weil das sicherstellt, daß alle DVD-Video-Funktionen richtig verwendet werden.

Viele DVDs sind verschlüsselt, d.h., die .VOB-Dateien lassen sich nicht abspielen, wenn sie auf die Festplatte kopiert wurden. Siehe 4.5.

Wenn Sie versuchen, die .IFO- und .VOB-Dateien auf eine beschreibbare DVD zu kopieren, muß das nicht funktionieren. Siehe 5.9.

.VRO-Dateien werden von DVD-Videorekordern erstellt, die das -VR-Format nutzen. Manchmal kann man sie wie .VOB-Dateien behandeln, aber in vielen Fällen sind sie fragmentiert und unabspielbar. Neuere Versionen von Cyberlink PowerDVD, InterVideo WinDVD und Sonic Cineplayer können sie abspielen. Ansonsten benötigen Sie ein Hilfsprogramm wie Heuris Extractor oder Panasonic DVD-MovieAlbum, um sie in einem benutzbaren Format auf die Festplatte zu kopieren. Alternativ kann eine DVD-Erstellsoftware wie InterVideo WinDVD Creator, MedioStream neoDVD oder Sonic MyDVD von -VR-Discs importieren und es sie als Standard-DVD-Video-Discs schreiben.

[4.11] Wie bekomme ich Microsofts Windows-DVD-Player-Anwendung zum Laufen?

Windows 98 und Windows 2000 enthalten eine einfache Abspielapplikation. Es wird ein installierter DirectShow-kompatibler DVD-Dekoder benötigt (siehe 4.1). Während des Setups installiert Windows die Playeranwendung, wenn es einen kompatiblen Hardwaredekoder findet. Sie müssen den Player von Hand installieren, wenn Sie ihn mit einem Softwaredekoder oder einem nicht erkannten Hardwaredekoder benutzen wollen. Mit WinZip oder anderen Programmen, die aus CAB-Dateien entpacken können, entpacken Sie die dvdplay.exe aus der driver17.cab (auf der originalen Windows-Disc). Das ist die einzige benötigte Datei, aber Sie können auch noch die Hilfedatei aus der driver11.cab und die dvdrgn.exe aus der driver17.cab entpacken, wenn Sie die Laufwerksregion ändern wollen.)

Windows Me enthält einen deutlich verbesserten Player, obwohl er immer noch einen Drittpartei-DirectShow-kompatibelen Dekoder benötigt. Windws ME DVD-Player ist immer installiert, erscheint aber üblicherweise nicht im Startmenü. Um den Player zu nutzen, wählen Sie "Ausführen" aus dem Startmenü aus und geben dann "dvdplay" ein.

Windows XP hat die DVD-Wiedergabe in den Windows Media Player verschoben. Er benötigt ein DVD-Dekoder-Paket (das einen DirectShow-kompatiblen DVD-Dekoder enthält). Siehe Microsofts DVD Support in Windows XP-Seite für mehr Infos und Links zu den Decoder-Packs. Microsoft hat außerdem eine Liste unterstützter Softwaredekoder für Windows XP.

[4.12] Ich habe zu Windows XP upgegradet, warum funktioniert meine DVD-Software nicht mehr?

DVD-Playersoftware, die für Windows 98 und ME geschrieben wurde, arbeitet nicht mit Windows XP. Die meiste Windows-2000-Software benötigt auch ein Upgrade. Schauen Sie bei Ihrem DVD-Software-Hersteller oder Ihrem PC-Hersteller nach einem Upgrade, welches meist kostenlos ist. Oder Sie wollen sich vielleicht ein preisgünstiges Windows-XP-DVD-Dekodierpaket kaufen (siehe 4.11).

[4.13] Wie kann ich den Ton von einer DVD rippen, um ihn als MP3 abzuspielen oder auf CD zu brennen?

Beachten Sie, daß, wenn Sie nicht für Ihren persönlichen Gebrauch von einer DVD, die Ihren gehört, kopieren, das Kopieren meistens ein Urheberrechtsverstoß ist, was illegal und unaufrichtig ist.

Benutzen Sie ein DVD-Rip-Tool (siehe 4.8 und 6.4.2), um die Dolby-Digital- oder PCM- (WAV) Dateien von der DVD zu extrahieren. Dan benutzen Sie ein Programm, das in MP3, WMA oder andere Formate konvertiert oder eine Audio-CD brennt.

Alternativ können Sie den Audioausgang eines DVD-Players (siehe 3.1) mit einem Audiorekorder oder einem Audioeingang eines Computers verbinden.


[5] DVD-Erstellung

Die DVD-Produktion hat zwei grundlegende Phasen: Ausarbeitung und Veröffentlichung. Die Ausarbeitung ist für DVD-ROM und DVD-Video unterschiedlich, Veröffentlichen ist eigentlich für beide dasselbe. Billige Produktionen mit geringer Kapazität können auf beschreibbare Discs dupliziert werden, wohingegen Produktionen mit hoher Kapazität für den Massenmarkt wie Filme in speziellen Fabriken repliziert werden müssen.

DVD-ROM-Inhalt kann mit herkömmlichen Softwareentwicklungstools wie Macromedia Director, Visual BASIC, Quark mTropolis und C++ entwickelt werden. Discs, inklusive DVD-R-Prüfdiscs, können mit einer UDF-Formatiersoftware erstellt werden (siehe 5.3). DVD-ROMs, die die Vorzüge von DVD-Videos MPEG-2-Video und Mehrkanal-Dolby-Digital oder MPEG-2-Ton nutzen, müssen video- und audiokodiert werden (siehe 5.3).

DVD-Video-Inhaltsausarbeitung hat drei grundlegende Teile: Kodieren, Erstellung (Design, Layout und Testen) und Premastering (ein Discabbild aufzeichnen). Der ganze Schaffungsprozeß wird manchmal als "Erstellung" bezeichnet. Erstellungsanlagen werden von vielen Dienstbüros versorgt (siehe 5.5). Wenn Sie die Absicht haben, zahlreiche DVD-Video-Titel zu produzieren (oder ein Dienstbüro gründen wollen), möchten Sie vielleicht in Kodier- und Erstellungssysteme investieren (siehe 5.3 und 5.4).

Replizierung (incl. Mastering) ist der Prozeß des Pressens der Discs am Fließband, wobei jede paar Sekunden eine Disc ausgespuckt wird. Die Replikation wird von großen Fabriken (siehe 5.5 für eine Liste) gemacht, die auch CDs replizieren. DVD-Replikationsausrüstung kostet für gewöhnlich Millionen. Eine Vielzahl an Maschinen wird für bei der Erstellung eines Masters aus Glas, für die Erstellung von Preßlingsmastern, die Pressung der Substrate in hydraulischen Anlagen, die Applizierung der Reflexionsschicht, die Verbindung der Substrate, das Drucken der Labels und das Einstecken in die Verpackung benötigt. Die meisten Replizieranlagen bieten Einzelanfertigungs- oder Kontrolldisc-Dienste an, bei denen ein bis hundert Discs vor der Massenvervielfältigung hergestellt werden. Anders als beim DVD-ROM-Mastering kann das DVD-Video-Mastern einen zusätzlichen Schritt für die CSS-Verschlüsselung, Macrovision und Regionensetzung beinhalten. Mehr Informationen zum Mastering und zur Replizierung gibt es bei Technicolor und Disctronics.

Für Projekte mit weniger als ein paar hundert Kopien kann die Benutzung von beschreibbaren Discs billiger sein (siehe 4.3). Automatisierte Maschinen können den Rekorder mit leeren Discs füttern und sogar jede Disc bedrucken. Das nennt man Duplikation, im Unterschied zur Replikation.

[5.1] Wieviel kostet es, eine DVD zu produzieren? Wie ist es im Vergleich mit Videokassette oder CD?

Videotape, Laserdisc und CD-ROM können mit der DVD nicht auf eine einfache Weise verglichen werden. Es gibt im Grunde drei grundlegende Kostenstufen: Produktion, Pre-mastering (Erstellung, Kodierung, Aufzeichnung) und Mastering/Replikation.

DVD-Video-Produktionen kosten nicht viel mehr als jene mit VHS und ähnlichen Videoformaten, ausgenommen, wenn Zusatzfunktionen der DVD wie mehrere Tonspuren, Kamerawinkel, nahtlose Verzweigung etc. verwandt werden.

Erstellungs- und Pre-mastering-Kosten sind anteilig die größten bei der DVD. Bild und Ton müssen kodiert, Menüs und Kontrollinformationen erstellt und kodiert, alles in einen Multiplex-Einzeldatenstrom verpackt und zum Schluß ins Grundformat kodiert werden. Typische Unkosten für die Kompression sind 40$/min für Video, 15$/min für Audio, 5$/min für Untertitel plus Aufzeichnung und Testen für etwa 30$/min. Die approximativen Kosten für die Produktion eines 2-Stunden-DVD-Films in Hollywood-Qualität mit bewegten Menüs, mehreren Tonspuren, Untertiteln, Trailern und ein paar Infos belaufen sich auf 15.000$. Viele Einrichtungen rechnen nach Zeit ab, bei Preisen von etwa 300$/h. Ein einfacher 2-h-DVD-Video-Titel mit Menüs und verschiedenen Videoclips kann nur 2.000$ kosten. Wenn Sie das selbst machen wollen, Erstellungs- und Kodiersysteme können für Preise von 30$ bis über 2 Mio. $ erworben werden. Siehe 5.8 für mehr über preiswerte DVD-Erstellung.

Videotapes haben keine echten Masteringkosten und sie werden für etwa 2,40$ repliziert. CDs kosten etwa 1.000$ fürs Mastern und unter 0,40$ für die Replikation. Laserdiscs kosten etwa 3.000$ fürs Mastern und etwa 8$ zum Replizieren. 2005 kosteten DVDs etwa 1000 $ fürs Mastern und etwa 0,50$ für die Replikation in großen Mengen. Doppelseitige oder doppelschichtige Discs kosten etwa 0,20$ mehr bei der Replikation, weil es Pressen auf das zweite Substrat erfordert (und die Benutzung durchsichtigen Klebstoffs für zwei Schichten). Doppelseitige Doppelschicht-Discs (DVD-18s) sind komplizierter und teurer (siehe 3.3.1).

[5.2] Welche DVD-Schreibtools gibt es?

Hinweis: Dieser Abschnitt wird in der deutschen Übersetzung nicht mehr aktualisiert!

Funktionen, nach denen man in DVD-Schreibprogrammen schauen sollte:

[5.3] Welche DVD-Produktionstools gibt es ?

[5.3.1] Videokodierende Tools

[5.3.2] Audio kodierende Tools

[5.3.3] Andere Produktionstools

Auch siehe 5.6 für DVD-Emulation, Verifikation und Analysetools.

[5.3.4] Andere Produktionsdienste

[5.4] Welche DVD-Erstellungssysteme gibt es?

Hinweis: Dieser Abschnitt wird in der deutschen Übersetzung nicht mehr aktualisiert!

Für weitere Details über die unten aufgelisteten Systeme, folgen Sie den Links oder sehen Sie sich die Vergleichstabelle von ausgewählten Erstellungssystemen bei DVDirect an.

[5.5] Wer kann für mich eine DVD produzieren?

Hinweis: Dieser Abschnitt wird in der deutschen Übersetzung nicht mehr aktualisiert!

Es gibt mehrere Schritte beim Produzieren einer DVD, aber sie können in zwei Hauptteile unterteilt werden: 1.) Erstellung (Kreation des Inhalts und Formatieren des Discimages) und 2.) Replikation (eine Masterdisc schneiden und hunderte Millionen Kopien pressen). Siehe 5 für mehr Details.

[A] = Erstellung (enthält die Kodierung, DVD-R-Duplikation und Premastering).
[R] = Replikation (Mastering, Discüberprüfung und Massenproduktion). Beachten Sie, daß fast alle Replikatoren interne Erstellanlagen oder Partnerschaften mit Erstellfirmen haben.
[D] = Duplikation (Aufnahme auf Disc in kleinen Stückzahlen)

Andere Listen gibt's bei DVDInsider, DVDMadeEasy und Post Magazine. Außerdem siehe 5.8 für spezialisierte Firmen für Video-/Dia-auf-DVD-Transfers.